Vorsicht und Rücksicht sind lebenswichtige Regeln auf den Straßen



Autos, Fahrräder, Fußgänger, Lkws, Straßenbahnen und Busse – nirgendwo ist der Verkehr so vielfältig, hektisch und unübersichtlich wie in der Stadt. Und nirgendwo ist er so gefährlich für die schwachen Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer.

Zwei Drittel aller Verkehrsunfälle mit Personenschadenereignen sich innerorts. Zwar sind die gefahrenen Geschwindigkeiten in der Stadt in der Regel relativ gering. Autofahrer haben deshalb gute Chancen, bei einem Unfall mit einem Blechschaden davon zu kommen. Umso gefährlicher ist der städtische Straßenverkehrs für die schwachen Verkehrsteilnehmer, die ohne schützendes Blech unterwegs sind.

„Dank Airbag, Verbesserungen am Fahrzeug und Sicherheitsgurten hat sich die Verletzungsbilanz bei Autofahrern generell und vor allem bei geringeren Geschwindigkeiten stark verbessert“ diagnostiziert Jörg Ahlgrimm, Leiter der Unfallanalyse bei der DEKRA. „Schwache, ungeschützte Verkehrsteilnehmer profitieren von den Verbesserungen an Fahrzeugen bisher nur sehr wenig. Für sie ist entscheidend, dass sich Unfälle erst gar nicht ereignen.“


Erstes Gebot im Sattel: Nicht ohne Helm

Zu den besonders gefährdeten Personen im Stadtverkehr gehören Fahrradfahrer. 75.000 Unfälle innerorts verzeichnet die deutsche Unfallstatistik für das Jahr 2015. In weit über der Hälfte der Fälle kollidierte der Fahrradfahrer mit einem Auto. Für die Unfallforscher steht fest, dass in den Städten mehr in die Sicherheit der Fahrradfahrer investiert werden muss. Dabei steht der Bau von Radwegen mit eigener Fahrbahn im Vordergrund. Die Fahrradfahrer selbst können allerdings auch wesentlich mehr für ihre Sicherheit tun. Die Hauptrolle dabei spielt der Helm, der die Verletzungsgefahr erheblich verringern kann.

„Die Empfehlung, einen Helm zu tragen, gilt für alle Radfahrer. Glücklicherweise fahren schon sehr viele Kinder mit Helmen. Bei Erwachsenen ist das bei uns in Deutschland noch sehr, sehr schlecht verbreitet. Wir haben etwa nur eine Helmtragequote von 10 Prozent. Das ist unbedingt steigerungswürdig.“ (Jörg Ahlgrimm, Leiter der DEKRA Unfallanalyse)


Eine neue Gefahr kommt in Mode

Der Helm wird umso wichtiger, weil im Stadtverkehr eine neue Gefahrenquelle auftaucht. Mit den sogenannten E-Bikes können auch untrainierte Fahrer Geschwindigkeiten bis zu 45 km/h erreichen. Die Fahrräder mit elektrischer Tretunterstützung erleben derzeit einen wahren Boom. Die Geschwindigkeit der E-Bikes birgt allerdings auch die Gefahr der Fehleinschätzung durch andere Verkehrsteilnehmer: Was auf den ersten Blick aussieht wie ein normales Fahrrad, ist mit mehr als doppelter Geschwindigkeit unterwegs. Die Unfallforscher fordern deshalb für die Fahrer schneller Elektro-Bikes eine Helmtragepflicht.


Zu Fuß auf gefährlichem Pflaster

33.000 Fußgänger wurden 2015 Opfer von Verkehrsunfällen, der Großteil davon sind Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren. Über 90 Prozent aller Fußgängerunfälle ereignen sich innerorts, die meisten davon übrigens auf dem scheinbar sicheren Zebrastreifen.

Mit einbrechender Dunkelheit verlagert sich das Unfallgeschehen dagegen stärker an den Straßenrand. Dass Fußgänger in der Nacht leicht übersehen werden, liegt einerseits an zum Teil mangelhafter Straßenbeleuchtung, andererseits aber auch an der schlechten Sichtbarkeit von Fußgängern mit dunkler Kleidung. Zu ihrer eigenen Sicherheit sollten sich Fußgänger immer wieder bewusst machen, welchen Gefahren sie in der Stadt ausgesetzt sind. Vorsicht an und auf der Straße sowie helle und in der Nacht reflektierende Kleidung sind deshalb wichtige Gebote.


Unterschätzte Geschwindigkeit! Autofahrer sind gefordert

Auch bei den Autofahrern sind Vorsicht und Aufmerksamkeit gefragt – gerade auch mit Blick auf die Geschwindigkeit. Wie Crashtests zeigen, hat bereits eine Kollision mit 30 km/h mit einem erwachsenen Fußgänger erhebliche Verletzungen zur Folge. Allerdings ist die Überlebenswahrscheinlichkeit in diesem Fall hoch. Bei einer Aufprallgeschwindigkeit von 60 km/h verläuft der Unfall hingegen fast immer tödlich.


Vorsicht LKW! Schlechte Sicht – tödliche Gefahr

Zu gefährlichen Situationen kommt es im Stadtverkehr immer wieder mit Last- und Lieferwagen. Wegen des geschlossenen Laderaums und ihrer hohen Sitzposition haben Lastwagenfahrer oft nicht im Blick, was sich hinter oder direkt vor und neben ihrem Gefährt abspielt. Spiegelsysteme helfen, diese Sichtschattenbereiche zu verkleinern; ganz eliminieren können sie den gefährlichen toten Winkel aber nicht. Kameras zur Überwachung des Fahrzeugumfelds sind bisher nur wenig verbreitet. Sind Fahrradfahrer und Fußgänger nicht achtsam, können sie deshalb leicht von einem Lastwagen erfasst werden, ohne dass dessen Fahrer dies überhaupt bemerkt. Dies gilt besonders beim Rechtsabbiegen, bei Rückwärtsfahrten oder anderen Rangiermanövern.

Ein respektvoller Abstand zu den Brummis ist allen Verkehrsteilnehmern deshalb immer wieder zu empfehlen. Fahrradfahrer und Fußgänger sollten bei Lastwagen immer davon ausgehen, dass sie vom Fahrer nicht gesehen werden. Die Lastwagenfahrer selber wiederum sind aufgefordert, Rück- und Seitenspiegel vor jeder Fahrt optimal einzustellen und nur mit Unterstützung einer Begleitperson zu rangieren.


Rücksicht und Vorsicht sind vorbildlich

Vorbildhaftes, rücksichtsvolles und umsichtiges Verhalten schützt nicht nur das eigene Leben, sondern hilft vor allem, Kinder als die schwächsten Verkehrsteilnehmer vor Unfallgefahren zu behüten. Ebenso wichtig ist es aber auch, Kinder im Rahmen der Erziehung mit den Gefahren des Straßenverkehrs vertraut zu machen. Nur wenn Kinder von klein auf lernen, Risiken zu vermeiden, entwickeln sie sich langfristig zu selbstständigen Verkehrsteilnehmern.

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Unser TIPP:
Gerade im Straßenverkehr gilt es, besonders achtsam zu sein – egal ob als passiver oder als aktiver Verkehrsteilnehmer. Vor allem in größeren Städten wird das Parkplatzproblem immer größer und die Lücken immer kleiner. Da ist es gut, wenn Sie mit einer BOXflex Privathaftpflicht abgesichert sind – denn diese zahlt zum Beispiel auch Schäden, die durch einen Mitfahrer verursacht werden, wenn er die Beifahrertüre öffnet und dabei ein anderes Fahrzeug beschädigt. Noch größer kann der Schaden sein, wenn der Beifahrer die Türe öffnet und einen Radfahrer übersieht, der dadurch stürzt und zu Fall kommt.

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