Mobilität aus der Steckdose

Die Zukunft gehört Elektrofahrzeugen


Elektrofahrzeugen gehört die Zukunft – Norwegen, China und andere Länder sind schon auf dem besten Weg dahin. Deutschland investiert viel in Lade-Infrastruktur und Förderungen von Elektromobilität.

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Spätestens seit „Dieselgate“ ist das Aus von Verbrennungsmotoren – und damit der Trend zu Elektromobilität – in aller Munde. Die zunehmende Luftverschmutzung und die endlichen Ressourcen erfordern ein Umdenken. Kritiker von E-Autos sprechen jedoch immer wieder von zu geringen Reichweiten und zu teuren Akkus. Nicht zuletzt kritisieren sie, dass der Strom für die E-Autos schließlich von irgendwoher kommen muss. Aber allen Unkenrufen zum Trotz, setzen viele Länder auf die Förderung und Ausweitung von E-Mobilität. Wie sieht es in Deutschland aus?

2016 wurden weltweit mehr als 750.000 Elektroautos (inklusive Plug-in-Hybride) neu zugelassen. Damit überstieg die Anzahl an Elektroautos erstmals die zwei Millionen-Marke. Von diesen zwei Millionen flitzen knapp 650.000 in China umweltschonend durch die Gegend. In den USA bewegen sich 560.000 Autos elektrisch, in Japan sind es 151.000 und in Norwegen – bei gerade mal 5,2 Millionen Einwohnern – stattliche 133.000. Deutschland hinkt da ein wenig nach und liegt im Ranking auf Platz 8, mit knapp 73.000 Fahrzeugen.


Begriffsklärung: Hybrid, Plug-in-Hybrid und Elektroauto

Wenn man über E-Mobilität spricht, wird oftmals der Begriff „Elektroauto“ unterschiedlich eingesetzt und interpretiert. Grundsätzlich fallen unter den weltweit anerkannten Begriff reine Elektroautos und Plug-in-Hybride. Das normale Hybrid-System zählt hierbei nicht zum Begriff des Elektroautos.

Das Hybrid-System ist eine Kombination aus einem Benzin- und einem Elektromotor. Dabei wird das Fahrzeug entweder wahlweise von einem der beiden Motoren angetrieben oder ein Generator wird vom Verbrennungsmotor angetrieben, der den Strom für den Elektroantrieb liefert. Ein Hybrid-Auto kann nicht über eine Steckdose geladen werden. Bei einem Plug-in-Hybrid sieht das anders aus – hier werden die Akkus über eine Steckdose oder Ladesäule geladen. Das Auto kann über weite Strecken rein elektrisch fahren. Neigt sich der Ladezustand dem Ende zu, kann über den Verbrennungsmotor weitergefahren werden.

Bei reinen Elektroautos erfolgt der Antrieb ausschließlich über Elektromotoren, deren Akkus immer geladen werden müssen – ansonsten bleibt das Fahrzeug stehen. Wie es um den Ladezustand des Akkus beschaffen ist, zeigt das Auto frühzeitig an. Und natürlich vieles andere mehr, wie es bei heutigen Autos bereits Standard ist. Mehr über die elektronischen Helfer – nicht nur in Elektroautos – finden Sie hier.



Wie elektrisch fährt Deutschland?

Die Elektromobilität wächst in Deutschland – jedoch nur sehr langsam. Der Markt für E-Autos legte im Jahr 2016 um 11% zu, das bedeutet aber gerade mal 27.000 verkaufte Fahrzeuge. Lässt man die Plug-in-Hybride weg und zählt nur die reinen Elektroautos, sind es nur noch 11.410 Fahrzeuge. Bei einem gesamten PKW-Bestand von rund 45,8 Millionen PKW fährt nur jeder 1.346. PKW rein elektrisch.   


Anreize zum Kauf von E-Autos

Bis 2020 sollen in Deutschland eine Million Elektrofahrzeuge über die Straßen rollen – bis 2030 sechs Millionen. Um dieses – zugegeben sehr hoch gesteckte – Ziel der Bundesregierung zu erreichen, hat sie sich einige Anreize für Ein- und Umsteiger in die Elektromobilität einfallen lassen. Seit Juli 2016 bekommt jeder Käufer eines reinen Elektroautos 4.000 Euro Prämie, 3.000 gibt es für Plug-in-Hybride. Diesen Zuschuss tragen der Bund und die Industrie jeweils zur Hälfte. Vergeben wird die Förderung solange, bis die Bundesmittel von 600 Millionen Euro aufgebraucht sind und endet spätestens 2019.

Weitere Maßnahmen aus dem Regierungsprogramm Elektromobilität sind unter anderem die Kfz-Steuerbefreiung für zehn Jahre bei Fahrzeugen mit einem CO2-Ausstoß unter 50 Gramm pro Kilometer. Außerdem gibt es die Möglichkeit eines Wechselkennzeichens für Elektrofahrzeuge, Sonderparkflächen, Lockerung von Zufahrtsverboten sowie die Mitbenutzungsmöglichkeit von Busspuren. Ebenso gefördert wird vom Bund der Ausbau von Ladestationen – mit rund 300 Millionen Euro aus Steuergeldern sollen rund 15.000 neue Stromtankstellen entstehen.


Nicht nur die Post bringt´s – ELEKTRISCH!

Die deutsche Post hat die größte Flotte an E-Autos in Deutschland – rund 3.000 elektrogetriebene Transportfahrzeuge umfasst der Fuhrpark. Im August 2017 hat die Deutsche Post DHL Group gemeinsam mit dem Automobilhersteller Ford ihren gemeinsam produzierten E-Transporter „StreetScooter WORK XL“ vorgestellt. Noch bis Ende 2017 sollen rund 150 dieser großen Transportfahrzeuge in den Dienst der Paketzustellung bei der Post gestellt werden. Bis Ende 2018 sollen es 2.500 Fahrzeuge sein. Pro Jahr und Fahrzeug können ca. 5 Tonnen CO2 und 1.900 Liter Diesel eingespart werden. Ein weiterer Vorreiter in Bezug auf Elektromobilität ist der öffentliche Dienst. Über 4% aller neuen PKW im Jahr 2016 waren Elektroautos. Auch die Bundesregierung geht mit gutem Beispiel voran. Künftig sollen sogar 20% der Neufahrzeuge im Fuhrpark Elektrofahrzeuge sein.




Diskussionspunkt Stromversorgung und Aufladen des Akkus

Wer fahren will, muss tanken – das gilt auch für Elektrofahrzeuge. So schnell betankbar, wie Verbrennungsmotoren sind E-Autos natürlich nicht. Aber im Grunde parken die meisten Fahrzeuge sowieso 90% der Zeit und sind nicht in Gebrauch. Wer diese Zeit zum Aufladen nutzt, muss sich keine Sorgen um lange Ladezeiten und leere Akkus machen. Kleine Batterien sind an Schnellladestationen binnen 2 Stunden voll. Der Hersteller Tesla schafft dies auch mit den großen Batterien an den eigenen „Superchargern“ in etwa derselben Zeit. Zuhause an der Steckdose kann man sein Elektroauto ganz entspannt über Nacht aufladen – in 8 Stunden müsste der Akku wieder voll sein.

Derzeit wächst das Netzwerk an öffentlichen Ladestationen enorm. Mittlerweile gibt es in Deutschland rund 25.000 Ladestationen – fast fünfmal so viele wie nur ein Jahr zuvor. Zum Vergleich gibt es rund 14.500 konventionelle Tankstellen – mit sinkender Tendenz.


... und wie machen es die anderen Länder?

Im Juni 2017 stieg der Anteil von Elektroautos bei Neuzulassungen in Norwegen auf unglaubliche 53 Prozent. Nicht zuletzt, weil für E-Autos in Norwegen weder die stattlichen 25 Prozent Mehrwertsteuer noch die sogenannte Anschaffungssteuer, die bis zu 85% des Kaufpreises bei Verbrennungsmotoren betragen kann, eingehoben wird. In Frankreich gibt es beim Umstieg von einem Diesel- auf ein Elektrofahrzeug einen Bonus von bis zu 10.000 Euro. In Großbritannien erhält man maximal 5.000 Pfund Förderung, Kfz-Steuerbefreiung und Befreiung von der City-Maut in London. In China sorgt die problemlose Zulassung – neben finanziellen Anreizen – für den regen Zulauf zur E-Mobilität. Autos mit Verbrennungsmotoren müssen in China auf die Verlosung der Zulassung hoffen. Und in den Niederlanden sollen ab 2025 überhaupt keine Verbrennungsmotoren in Autos neu zugelassen werden – auch keine Hybrid-Fahrzeuge.


E-Mobilität auf zwei Rädern

Auch Frischluftfanatiker und Zweiradfans kommen mit E-Mobilität voll auf ihre Kosten. Mehr als drei Millionen E-Bikes prägen zunehmend das Straßenbild deutscher Großstädte und Elektroroller werden nicht nur bei Lieferdiensten immer beliebter.

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