Wenn es in Autobahnbaustellen eng wird - Unfallforschung schützt Leben

Mit Checkliste


Die Unfallforschung leistet einen beachtlichen Beitrag zur Verkehrssicherheit. Mit großem Aufwand setzen sich nicht nur Automobilkonzerne, sondern auch die Versicherer dafür ein, Gefahrenquellen im Straßenverkehr zu analysieren und zu schließen. Die Crashtests von AXA liefern dazu weltweit geschätzte Ergebnisse, in diesem Jahr zum Sicherheitsengpass in Autobahnbaustellen.

In 2014 erhöhte sich die Zahl der Verkehrstoten - laut Statistischem Bundesamt - um 1,1 Prozent zum Vorjahr auf 3.377 Menschen. Dies ist nach 2013 der zweitniedrigste Stand seit Einführung der Statistik im Jahr 1950. Die Verkehrsunfälle bei denen Menschen verletzt wurden, nahmen 2014 mit 4,1 Prozent im Vergleich zu 2013 - mit rund 389.500 Personen - zu. AXA hat bereits seit 1981 begonnen, sich mit Ursachenforschung für die Vermeidung von Unfällen zu engagieren. Denn eine Reduzierung der Verkehrsopfer ist eine Herzensangelegenheit für AXA.

So hat AXA zum Beispiel im März 2010 die Europäische Charta für Verkehrssicherheit unterschrieben. Hierbei verpflichtet sich der Versicherer, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um die Straßenverkehrssicherheitsprobleme zu lösen, denen er im alltäglichen Umfeld begegnet. Ziel ist, zu einer weiteren Reduzierung der Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr beizutragen.

Eine wichtige Maßnahme sind in diesem Zusammenhang die jährlich stattfindenden Crashtests im schweizerischen Wildhaus. Die AXA Winterthur führt sie mit Unterstützung von AXA Deutschland durch. Die ersten Tests fanden bereits 1985 statt, heute sind die Ergebnisse weltweit nachgefragt.

Als Leiterin der Unfallforschung und Prävention gewährt uns Unfallforscherin Bettina Zahnd von der AXA Winterthur Einblicke in die Forschungsarbeit, die Leben schützt. Gemeinsam mit drei Ingenieuren und dem Präventionsverantwortlichen in ihrem Team, ist sie zuständig z.B. für die Crashtests in Wildhaus, Forschung für mehr Sicherheit auf den Straßen und für technische Aspekte von neuen Angeboten und Produkten.

„Wir haben eine große Verantwortung.“


Frau Zahnd, wie ist es zur Partnerschaft von AXA in der Unfallforschung gekommen?


„Die Unfallverhütung hat bei der AXA Winterthur Tradition. Bereits Ende der 1930er Jahre engagierte sich die Winterthur in der Prävention von Verkehrsunfällen, 1981 hat die AXA Winterthur die Unfallforschung ins Leben gerufen – in der Schweiz sind wir bis heute die einzige Versicherungsgesellschaft mit eigener Unfallforschung. Wir stellten damals fest, dass die Grundlagen für die Unfallrekonstruktion ungenügend waren, und dass deshalb die Unfallursachen häufig auch nicht restlos aufgeklärt werden konnten. Die Analyse der Ursachen ist aber der Grundstein für die Prävention. So arbeiten Unfallforscher und AXA heute auf einem sehr hohen Niveau zusammen, um Unfälle zu analysieren und daraus Präventionsmaßnahmen abzuleiten. Wir sind glücklich, dass wir eine große Akzeptanz für unsere Forschungsergebnisse erreicht haben.”




Wie sieht die Arbeit einer Unfallforscherin aus?

„Muss ein Unfallanalytiker regelmäßig ähnliche Unfälle rekonstruieren, fragt er sich: Wie könnte ich solche Unfälle in Zukunft verhindern? Das ist einer der Grundsteine der Unfallforschung. Zusätzlich helfen uns die amtlichen Unfallstatistiken und natürlich die Schadendaten der Versicherung, um die Unfallschwerpunkte zu erfassen. Die Unfallforscher stellen die Fragen: Wieso kam es zum Unfall und welche präventiven Maßnahmen könnten diesen in Zukunft verhindern? Aus diesen Unfallschwerpunkten und den Präventionsansätzen ergeben sich dann die Hauptbotschaften für unsere jährlichen Crashtests. Bei der Konzeption der Crashtests geht es darum, realistische und auch statistisch relevante Szenarien nachzustellen. Die Versuchsanlage muss wirklichkeitsnah angepasst werden. und die Realität so perfekt wie möglich simulieren. Unsere Arbeit ist aber natürlich nicht damit getan, den Finger auf das Problem zu legen. Das Grundprinzip ist: Jedem Problem schulden wir das Aufzeigen einer geeigneten Lösung.“


Kommen wir auf die Autobahnbaustellen zurück, das Thema der Wildhaus Crashtests 2012. Was hat Sie dort interessiert?


„Autobahnen sind die sichersten Straßen, mit einer Ausnahme: An den Abschnitten rund um Baustellen lauern erhebliche Gefahren. Über 800 solcher Sicherheitsengpässe gibt es im Schnitt jährlich auf den deutschen Autobahnen, aktuell sind es Gefahrenzonen auf insgesamt rund 2.000 km Länge. Aus einer DEKRA-Umfrage wissen wir, dass sich knapp die Hälfte der Befragten in Autobahnbaustellen nicht sicher fühlt, jeder sechste Fahrer verspürt sogar regelrecht Angst. Mit Recht. Wir haben untersucht, welche Folgen Unfälle in der Baustelle haben können. Daraus können wir nicht nur Ratschläge für die Autofahrer ableiten, sondern vor allem auch Forderungen nach konkreten Präventionsmaßnahmen aufstellen.“


Was sind Ihre Empfehlungen zur Vermeidung von Unfällen in der Baustelle?


„Der wichtigste Appell an die Autofahrer ist, voll konzentriert zu fahren. Ablenkungen wie das Bedienen eines Handys oder Radios, sowie auch das Rauchen während der Autofahrt müssen absolutes Tabu sein. Die plötzliche Enge und die Änderung von Fahrspuren verlangen ganze Aufmerksamkeit. Zusätzlich entschärft es die Gefahr, versetzt zu den LKWs auf der rechten Spur zu fahren und nicht zu überholen. Wesentliche Forderungen richten wir an die Verbesserung der Infrastruktur: Anpralldämpfer an Signalwänden können nachweislich das Leben von Bauarbeitern und Autofahrern retten, der konsequente Einsatz von Rüttelstreifen warnt unaufmerksame Fahrer frühzeitig vor einer Baustelle, der Gegenverkehr muss durch Betonelemente oder vergleichbare Leitplanken abgetrennt werden und die provisorischen Fahrbahnmarkierungen müssen regelmäßig überprüft werden.“

Frau Zahnd, wir bedanken uns für das Gespräch.

Achtung Baustelle! Alle Verhaltenstipps der Experten finden Sie hier als praktische Checkliste zum Download:

Checkliste Autobahnbaustellen (PDF, 107 KB)
Vorteil AXA Das PLUS für Kunden von AXA

Vorsorge + Fürsorge

Wir tragen dazu bei, dass Sie sicherer unterwegs sind und wenn doch etwas passieren sollte, sind wir umfassend für Sie da. Sehen Sie selbst: Wildhaus Crashtests 2014 – mit anschaulichen Eindrücken und den Originalvideos von Unfallszenen in Gefahrenbereichen.

Fühlen Sie sich rundum versorgt: schadenservice360° von AXA gibt im Schadenfall genau die Unterstützung, die Sie brauchen. Beim schadenservice360° Auto profitieren Sie von zahlreichen komfortablen Vorteilen rund um die Fahrzeug-Reparatur: von der Schadenbehebung in DEKRA-geprüften Partnerwerkstätten, Abwicklung und Abrechnung durch AXA bis zu zahlreichen Zusatzservices. Hier finden Sie weiterführende Informationen zum schadenservice360° von AXA.



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