Winterschutz für Werte!

Mit Checkliste zur Oldtimer-Pause


Zum Saisonende wartet ein ordentliches Stück Arbeit auf Oldtimer-Fans. Die gründliche Vorbereitung auf die Winterpause erhält nicht nur den Spaßfaktor beim Fahren, sondern auch den Wert der charaktervollen Automobile.

In Deutschlands Garagen stehen Spitzenreiter der Wertentwicklung: Ein Mercedes W 108/W 109 (Baujahr 1965 bis 1972) zum Beispiel legte in sieben Jahren um 169,4 Prozent zu (laut Stuttgarter Südwestbank). Die Liste der Fahrzeuge mit dem stärksten Wertzuwachs führt weiterhin die “Ente” Citroen 2 CV an, gefolgt vom Renault R4, der den Fiat 500 R und den Porsche 924 auf den dritten und vierten Rang verdrängt hat.
Die Zahl der „kraftfahrzeugtechnischen Kulturgüter” hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt, Rund 231.000 Automobile mit H-Kennzeichen waren Ende 2011 gemeldet (VDA), 11 Prozent mehr als noch im Vorjahr, und das Barometer der Wertentwicklung, der Deutsche Oldtimer Index, stieg wieder um 9,3 Prozent. Deutschlands älteste Privatbank in Hamburg hat für ihre Kunden neuerdings sogar eine eigene Oldtimer-Abteilung eingerichtet.

Die automobilen Schätze werden von den meisten Besitzern gehegt und gepflegt. Das erklärt ihr gutes Abschneiden beim GTÜ-Mängelreport (Gesellschaft für technische Überwachung): Die über 30-jährigen Klassiker mit dem H-Kennzeichen liegen bei erheblichen Mängeln auf dem gleichen Niveau wie ein bis fünf Jahre alte Fahrzeuge.


Die Werte winterfest machen

Die richtige Überwinterung trägt maßgeblich zum Werterhalt des Oldtimers bei. Im Stand können ärgerliche und vor allem kostspielige Schäden entstehen, die sich mit der richtigen Vorbereitung vermeiden lassen. „Wichtig dabei ist vor allem ein geeigneter Abstellplatz und die Durchführung der Arbeiten mit der nötigen Sorgfalt.“ sagt die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung.


Top Ten für den Oldtimer-Schutz

  • 1. Der Standort: möglichst gleichmäßige temperiert (ca. 15 Grad°) und gut belüftet (ca. 40 % Luftfeuchte). Zur Klimaverbesserung gibt es spezielle Granulate, die der Raumluft die Feuchtigkeit entziehen, elektrische Luftentfeuchter oder aufblasbare Kunststoffhüllen, die von Ventilatoren durchlüftet werden. Nach Möglichkeit sollte kein Winterschlafplatz genommen werden, der regelmäßig durch regennasse Fahrzeuge genutzt wird.
  • 2. Sauber, trocken und gepflegt: das Auto komplett waschen, gründlich trocknen und dabei auch kleine Ritzen und Spalten in der Karosserie auf Restfeuchtigkeit kontrollieren. Die gesamte Karosserie nach Roststellen absuchen und wenn nötig behandeln, Hohlräume und Falze versiegeln. Unterbodenschutz kontrollieren und ausbessern. Lack konservieren und Chromteile behandeln.
  • 3. Flüssigkeiten checken: volltanken (das verhindert Korrosion) und einen Ölwechsel vornehmen. Bei Vergaserfahrzeugen den Vergaser entleeren. Kühlerfrostschutz prüfen und eventuell nachfüllen, weil das Glysantin auch eine Korrosion im Kühlsystem verhindert. Bei Aluminiummotorblöcken Kühlflüssigkeit ablassen, da Aluminium von Frostschutzmittel angegriffen wird. Die Scheibenwaschanlage mit Frostschutzmittel auffüllen und bis zu den Düsen vorpumpen.
  • 4. Reifen schützen: den Reifenluftdruck um je ein Bar rundum erhöhen. Das Fahrzeug zur Entlastung aufbocken oder alle paar Wochen von Hand ein wenig bewegen, um Standplatten zu vermeiden.
  • 5. Den Speicher frisch halten: Batterie ausbauen, trocken und frostfrei lagern und regelmäßig entladen und laden. Sogenannte Akku-Puls-Lader sind hilfreich dabei.
  • 6. Dichtungen pflegen: Türdichtungen und Gummis mit Hirschtalg,Talkum, Vaseline oder Silikonspray behandeln. Motorhaube und Kofferraum locker auflegen, Türen in die erste Raste des Schlosses drücken, damit die Dichtungen entspannen.
  • 7. Alles frisch im Innenraum: Stoffsitze mit Spezialmittel (z.B. Textilreinigungs-Spray) reinigen, Lederausstattungen reinigen und mit Spezialfett dünn einreiben, die Fenster zur Belüftung möglichst einen Spalt geöffnet lassen.
  • 8. Entspannung fürs Cabrio: Cabrioverdeck trocknen, imprägnieren, die Gummidichtungen einfetten, und das Verdeck einen Spalt geöffnet lassen, um die Spannung zu vermindern.
  • 9. Locker bleiben: Handbremse lösen, damit sie im Winter nicht fest rostet und Scheibenwischblätter abklappen.
  • 10. Und tschüss: das Fahrzeug mit staubdichtem Stoff (Leinen oder Baumwolle) oder atmungsaktiver Plane abdecken.
Hier können Sie die Checkliste (PDF, 69 KB) mit wichtigen Tipps zum Oldtimer-Schutz herunterladen.


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Mit so vielen Informationen gewappnet, dürften Sie sich entspannen. Zum Saisonstart in Frühjahr werden Sie für Ihre Mühe belohnt.

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