Führerschein mit 17 – Nicht warten, früher durchstarten!

Erfolgsmodell „Begleitetes Fahren mit 17“


Das Begleitete Fahren mit 17 reduziert nachweislich die Unfallgefahr bei Fahranfängern. Dabei profitieren die jungen Fahrer von der Erfahrung der Begleiter und stärken so ihr Selbstvertrauen und Können im Straßenverkehr.

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Die Freiheit wächst für junge Menschen mit dem Alter: Als Kind ist es das erste Fahrrad, das uns erlaubt die ausgetretenen Pfade zu verlassen. Dann endlich, der Rollerführerschein. Mit dem  ersehnten Roller ist man von nun an stets einsatzbereit für spontane Treffen mit der Clique... Und dann folgt der Autoführerschein. Er verspricht ein Gefühl von grenzenloser Unabhängigkeit. Bis zum 18. Geburtstag auf dieses Gefühl warten zu müssen? Das ist für viele Jugendliche oft eine kleine Qual -– warum also nicht schon früher mit dem Auto unterwegs sein?

Seit ein paar Jahren ist dies in Deutschland  möglich. Das Begleitete Fahren mit 17 ist unter der nächsten Generation von Autofahrern sehr beliebt. Diese Herausforderung für den Fahrer – und den notwendigen Beifahrer – unterstützt AXA seit der Einführung. Es gibt vieles zu beachten. Hier alles Wichtige zum Führerschein ab 17.


Ein Pilotprojekt nimmt Fahrt auf

Hinter dem „Begleiteten Fahren mit 17“ - kurz BF 17 - steckt ein simpler Gedanke: Wer mehr Praxis im Straßenverkehr hat, fährt sicherer! Werden diese Erfahrungen in einer gewissermaßen „sicheren Atmosphäre“ erworben, reduziert sich das Anfängerrisiko zusätzlich. Dieses sichere Umfeld wird durch eine Begleitperson geschaffen, die in beratender Funktion im Fahrzeug mitfährt. Soweit die Theorie. Um dies in die Praxis umzusetzen, startete das Bundesland Niedersachsen im Jahr 2004 einen Modellversuch. Nachdem die positiven Aspekte belegbar waren, wurde das Begleitete Fahren im Januar 2011 in Deutschland in allen Bundesländern eingeführt.


Der Erfolg spricht für sich

Auf den Punkt gebracht: Das Begleitete Fahren mit 17 ist die erfolgreichste Maßnahme zur Reduzierung des Unfallrisikos junger Fahrer, die es in der Bundesrepublik je gab. Das gab der damalige Bundesverkehrsminister Tiefensee schon 2007 bekannt:  Fahranfänger, die das Begleitete Fahren mit 17 durchlaufen haben, verursachen knapp 30% weniger Unfälle als klassische Fahranfänger ab 18 Jahren.

Das ist ein großer Fortschritt, da fast jeder vierte Unfall, mit Personenschaden im Straßenverkehr, von einem PKW-Fahrer im Alter von 18 bis 24 Jahren verursacht wird. Auch in Bezug auf Verkehrsverstöße lässt sich eine eindeutige Verbesserung erkennen – sie sind bei BF 17-Fahranfängern um rund 22% niedriger als bei Führerscheinneulingen mit 18. Es zeigt sich, dass BF 17-Autofahrer die häufigsten Anfänger-Fehler bei Unfällen vermeiden. Diese sind: zu schnelles Fahren und zu geringer Abstand. Laut dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur nutzt inzwischen gut die Hälfte aller Fahranfänger das „Begleitete Fahren mit 17". 


So klappt`s mit dem BF 17

Anmelden können sich Jugendliche bereits mit 16 ½ Jahren und der ausdrücklichen Zustimmung eines Erziehungsberechtigten in der Fahrschule. Grundvoraussetzung dafür ist eine Begleitperson, die schon bei der Anmeldung angegeben werden muss – es können aber später noch weitere Begleitpersonen hinzukommen. Das Alter ist bei der Ausbildung zum Führerschein der Klasse B (PKW) der einzige Unterschied zum klassischen Führerschein ab 18. Im Rahmen der praktischen Ausbildung müssen eine gewisse Anzahl an Fahrstunden – die vom Fahrlehrer je nach Können des Schülers festgelegt wird – absolviert werden und darüber hinaus noch zwölf gesetzlich vorgeschriebene Pflichtstunden mit Überland-, Autobahn- und Nachtfahrten.


Auch von den Kosten her unterscheidet sich der Führerschein mit 17 nicht von der normalen PKW-Führerscheinausbildung – die Kosten liegen je nach Bundesland bei ca. 1.400 bis 1.800 Euro. Hinzu kommen lediglich noch Kosten für die Ausfertigung der Prüfbescheinigung, die Auskunft aus dem Verkehrszentralregister und die Eintragung der Begleitperson. Die sind jedoch nur gering und unterscheiden sich von Ort zu Ort.



Zu Beginn fahren mit „Prüfbescheinigung“…

Abgeschlossen wird die Ausbildung mit der theoretischen und der praktischen Prüfung. Der 17-jährige Fahranfänger erhält nach bestandener Prüfung jedoch nicht den klassischen Führerschein, sondern eine „Prüfbescheinigung“, die nur in Deutschland – und darüber hinaus auch in Österreich – anerkannt wird. Sie gilt automatisch auch für die Klasse AM (Leichtkrafträder wie Mofas und Mopeds) und die Klasse L (Zugmaschinen und selbstfahrende Arbeitsmaschinen). Beim Führen von Fahrzeugen dieser Klassen ist keine Begleitung vorgeschrieben.

Die Prüfbescheinigung gilt zusammen mit dem Personalausweis als Fahrerlaubnis, die spätestens drei Monate nach dem 18. Geburtstag auf der Führerscheinstelle gegen den EU-Führerschein ausgetauscht werden muss – erst damit ist der Inhaber dann berechtigt, alleine mit dem Auto zu fahren.

Weitere Informationen über den Ablauf der Ausbildung etc. holen Sie am besten bei der Fahrschule Ihres Vertrauens ein.



Papa, Mama, Tante, Onkel, Freunde – ohne sie geht nichts: die Begleitperson

Wer mit 17 schon mit dem Auto unterwegs sein will, braucht bei jeder Fahrt einen Beifahrer – die sogenannte „Begleitperson“, die mit ihren Erfahrungen als Autofahrer zur Verkehrssicherheit des Führerscheinneulings beitragen soll. Grundvoraussetzungen, um eine Begleitperson sein zu dürfen, sind:

  • Mindestalter 30 Jahre
  • Mindestens fünf Jahre ununterbrochen im Besitz des Führerscheins Klasse B
  • Maximal ein Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg
  • Einhaltung des Drogenverbots und der 0,5-Promille Grenze
Eine Schulung als Begleitperson ist nicht notwendig – das Besuchen von Informationsveranstaltungen der Fahrschulen ist jedoch von Vorteil. Der Begleiter muss in der Prüfungsbescheinigung eingetragen werden. Hauptaufgabe der Begleitperson ist, dem Fahranfänger Sicherheit zu geben. Sie sollte nur als Helfer oder Unterstützer mit dabei sein und nicht in das Fahren des Führerschein-Neulings eingreifen. Unterstützende Ratschläge und auch mal ein Lob auszusprechen, helfen dem Fahrer, Selbstvertrauen zu sammeln und Nervosität abzubauen.

Ob der Begleiter auf dem Beifahrersitz oder auf der Rückbank Platz nimmt,  ist egal – seine Rolle sollte passiv sein und er sollte den Fahrer nur in Gefahrensituationen auf die Gegebenheiten aufmerksam machen. Kleinere Fehler oder auch Verbesserungsvorschläge werden am besten nach der Fahrt besprochen, um den Fahrer während der Fahrt nicht zusätzlich zu stressen oder zu verunsichern.

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Probezeit und Verkehrsverstöße

Wie auch beim „normalen“ Führerschein, gelten in der ersten Zeit des Besitzes gewisse Einschränkungen – dazu zählen ein grundsätzliches Drogenverbot und die 0,0-Promille-Grenze bis zum 21. Geburtstag. Die allgemeine Probezeit beträgt zwei Jahre und beginnt mit Erteilung der Prüfbescheinigung. Hat der Fahranfänger bereits mit 16 Jahren eine Ausbildung der Klasse A1 (Krafträder mit einem Hubraum von maximal 125 ccm) absolviert, ist bei Erlangen der Prüfbescheinigung des BF 17 bereits die halbe Probezeit verstrichen.

Verkehrsverstöße werden in der Probezeit in A- und B-Verstöße unterschieden, die unterschiedliche Folgen haben. A-Verstöße sind schwerwiegende Verstöße – zum Beispiel Trunkenheit, Unfallflucht, Überschreiten der Geschwindigkeitsbeschränkung um mehr als 20 km/h oder Rotlichtverstöße. Solche Vergehen ziehen ein Bußgeld über 60 Euro und die Teilnahme an einem Aufbauseminar nach sich. Die Probezeit verlängert sich dadurch auf insgesamt vier Jahre. Sollte es zum dritten Mal zu einem A-Verstoß in der Probezeit kommen, führt dies in der Regel zum Führerscheinentzug und einer dreimonatigen Sperrfrist.


B-Verstöße – wie zum Beispiel abgefahrene Reifen, Handy am Steuer oder Parkvergehen – sind weniger schwerwiegende Verstöße. Zwei B-Verstöße werden einem A-Verstoß gleichgesetzt und entsprechend geahndet. Es können an Fahranfänger auch Punkte in Flensburg vergeben werden, deren Anzahl sich nach dem begangenen Verstoß richten.


Wird der Besitzer eines Führerscheins mit 17 ohne Begleitperson erwischt, gilt dasselbe Strafmaß, wie bei Fahren ohne gültige Fahrerlaubnis. Laut Gesetz kann eine Geldstrafe sowie eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr verhängt werden – in der Regel kommt es jedoch zu einer Geldbuße von 70 Euro und einem Punkt im Fahreignungsregister. Darüber hinaus muss ein Aufbauseminar besucht werden und die Probezeit verlängert sich um zwei Jahre. Mehr darüber finden Sie auch unter www.bussgeldkatalog.net

Wenn Sie darüber nachdenken, Ihr Kind oder jemand anderen als Begleitperson zu unterstützen, sollten Sie diese Möglichkeit wahrnehmen. Damit helfen Sie dem Fahranfänger, sich an den Straßenverkehr zu gewöhnen und in Zukunft sicher unterwegs zu sein.

Und noch etwas Wichtiges: In der Kfz-Versicherung richtet sich der Beitrag auch danach, wer mit dem Fahrzeug fährt. Das gilt auch, wenn ein begleiteter Fahrer das Fahrzeug nur gelegentlich nutzt. Informieren Sie daher Ihre Versicherung schon vor der ersten Begleitfahrt, dass Sie mit Ihrem Fahrzeug am BF 17 teilnehmen.

Ausführliche Infos zum Begleiteten Fahren ab 17 finden Sie unter www.bf17.de

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