Unfallmeldedienst – Sicherheit und schnellere Hilfe bei Autounfällen

Ein kleiner Stecker im Auto und eine App können Leben retten


Unfälle im Straßenverkehr passieren rund um die Uhr. Alleine 2015 kam es zu ca. 2,4 Millionen Unfällen, die polizeilich registriert wurden – über 300.000 mit Personenschäden, bei denen 3.500 Menschen ums Leben kamen.

Bei Personenschäden zählt jede Minute. Je schneller die Einsatzkräfte am Unfallort sind, desto größer sind in vielen Fällen die Überlebenschancen. Bundesweit sollte die Zeit vom Eingang der Meldung bis zum Eintreffen der Rettungskräfte am Unfallort nicht mehr als 10 Minuten betragen. Daran kann kaum noch etwas optimiert werden – nur noch an der Zeitspanne vom Unfall bis zur Alarmierung der Einsatzzentrale. Und hier kann der Unfallmeldedienst und der Unfallstecker lebensrettende Zeit sparen.


Ein sinnvolles Gesetz mit Lücken: E-Call-Pflicht ab 2018 für Neuwagen

Im April 2015 wurde vom Europäischen Parlament per Gesetz verabschiedet, dass ab dem 31. März 2018 in allen neuen PKWs und leichten Nutzfahrzeugen mit einem Gesamtgewicht bis 2,8 Tonnen automatische Notrufsysteme installiert werden müssen. Diese Systeme setzen automatisch einen Notruf über das Smartphone ab, wenn die Crash-Sensoren im Fahrzeug einen schweren Unfall erkennen – zum Beispiel wenn die Airbags ausgelöst werden. Das System übermittelt automatisch Standortdaten, Unfallzeitpunkt, die Zahl der Insassen und die Art des Treibstoffs.

Das Notrufsystem kann auch manuell ausgelöst werden, dazu muss nur ein entsprechender Knopf im Auto gedrückt werden. Dadurch verkürzt sich die Zeit, bis die Rettungsleitstelle informiert wird und die Einsatzkräfte können schneller vor Ort sein. Dies soll dazu beitragen, die Zahl der Unfalltoten zu reduzieren.

Das alles gilt wie bereits erwähnt jedoch nur für Neufahrzeuge – eine Pflicht zur Nachrüstung für ältere Fahrzeuge besteht nicht. Nachdem jedoch auf Deutschlands Straßen neben neuen Autos eine große Zahl an gebrauchten und älteren Fahrzeugen unterwegs sind, sollte auch für sie diese neue Form der Sicherheit kostengünstig verfügbar sein. Und dafür gibt es eine Lösung - den Unfallmeldedienst.

Sicherheit auch in älteren Fahrzeugen – Versicherungen setzen sich dafür ein

Die Initiative „Unfallmeldedienst“ des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) hat eine Lösung ausgearbeitet, die auch Fahrern von gebrauchten Fahrzeugen Sicherheit bietet. Der Unfallmeldedienst (UMD) kann in nahezu allen Autos genutzt werden – in Neuwagen ebenso wie in Gebrauchtwagen. Dieses System funktioniert in den Grundzügen wie E-Call – man benötigt lediglich einen Unfallstecker und ein Smartphone. Seit dem 4. Mai 2016 ist der Unfallstecker bei AXA erhältlich.

Vorteil AXA Das PLUS für Kunden von AXA

Rüsten Sie Ihr Fahrzeug nach – mit dem Unfallstecker
Die Sicherheit im Straßenverkehr liegt AXA besonders am Herzen. Daher beteiligt sich auch AXA am Unfallmeldedienst und bietet den Stecker seit dem 4. Mai 2016 als Baustein in der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung an.
  • Sprechen Sie einfach Ihren persönlichen Betreuer darauf an oder suchen Sie über unsere Vermittlersuche einen Betreuer in Ihrer Nähe. Sie können sich auch telefonisch beim Kundenservice von AXA unter 0 800 / 320 320 5 informieren.
  • Weitere Informationen und Antworten rund um den Unfallmeldedienst finden Sie hier – die Vermittlersuche können Sie hier starten.
Wenn Sie sich für diesen besonderen Service entschieden haben, erhalten Sie per Post ein Paket mit dem Unfallmeldestecker, einer detaillierten Anleitung und dem persönlichen Freischalt-Code.

Laden Sie einfach die kostenlose App auf Ihr Smartphone und koppeln Sie den Unfallmeldestecker per Bluetooth mit Ihrem Smartphone und schon sind Sie um einiges sicherer unterwegs.

Die App für iPhone (ab Modell iPhone5 und iOS 8) finden Sie: Sollten Sie ein Android-Smartphone ab Version 2.3.4 verwenden, dann können Sie sich die App hier herunterladen: Mehr über die Leistungen der Kfz-Versicherungen von AXA erfahren Sie hier.


Auf den Punkt gebracht – so funktioniert der Unfallmeldedienst

Hinter den Funktionen des Unfallmeldediensts steckt einiges an ausgeklügelter Technik. Im Grunde genommen besteht das System aus zwei Komponenten: dem Unfallmeldestecker und der Smartphone-App. Die Installation ist sehr simpel – einfach den Stecker in eine 12-Volt-Steckdose (Zigarettenanzünder) stecken und die Smartphone-App auf ein Bluetooth-fähiges Mobiltelefon laden. Im Unfallmeldestecker eingebaute Beschleunigungssensoren erkennen einen Aufprall und dessen Intensität.

Wird ein Unfall bemerkt, werden die Informationen über Bluetooth an das Smartphone gesendet und das Smartphone setzt automatisch einen Notruf mit der aktuellen Position des Fahrzeugs und der Fahrtrichtung ab. Im selben Augenblick wird eine Sprachverbindung zwischen der Notrufzentrale und dem Autofahrer am Unfallort hergestellt. Sollte es sich um einen schweren Unfall handeln, werden von der Notrufzentrale sofort die erforderlichen Rettungsmaßnamen eingeleitet.

Ein Notruf kann auch manuell – zum Beispiel bei einem kleineren Blechschaden, der von den Beschleunigungssensoren nicht registriert wird oder bei einer Panne – direkt von der Startseite der Unfallmelde-App über den Button „Rettung anfordern“ abgesetzt werden. Speziell geschulte Mitarbeiter in der Notrufzentrale der Autoversicherer nehmen diesen dann entgegen und leiten die notwendigen Schritte zur Hilfeleistung, Pannenhilfe oder zur polizeilichen Aufnahme des Unfalls ein.

Ein Notruf kann auch manuell – zum Beispiel bei einem kleineren Blechschaden, der von den Beschleunigungssensoren nicht registriert wird oder bei einer Panne – direkt von der Startseite der Unfallmelde-App über den Button „Rettung anfordern“ abgesetzt werden. Speziell geschulte Mitarbeiter in der Notrufzentrale der Autoversicherer nehmen diesen dann entgegen und leiten die notwendigen Schritte zur Hilfeleistung, Pannenhilfe oder zur polizeilichen Aufnahme des Unfalls ein.

Das Erklärvideo zeigt sehr schön und einfach den Einsatz des UMD und der GDV: Hier gelangen Sie zum Erklärvideo.




Persönliches bleibt persönlich – Datenschutz wird groß geschrieben

Die App dient ausschließlich dazu, im Falle eines Unfalls aktiv zu werden. Sie zeichnet nur die letzten drei vom Smartphone ermittelten Positionsdaten auf, ohne sie zu senden – ältere Daten werden überschrieben. Daher sind Rückschlüsse auf die Fahrweise mit dem Unfallmeldedienst ebenso unmöglich wie das Erstellen von Bewegungsprofilen. Übermittelt werden nur der aktuelle Standort, die Fahrtrichtung und Informationen über die Schwere des Unfalls. Diese Informationen werden nur an die Rettungsleitstellen weitergegeben und nicht gespeichert.


Bei Inbetriebnahme des Dienstes werden folgende Daten erhoben und gespeichert – aber nicht an Dritte weitergegeben: die jeweilige Kundennummer bei der Versicherung, die Mobilfunknummer, das Kennzeichen des Fahrzeuges sowie Modell, Hersteller, ID und Betriebssystem des verwendeten Smartphones.

Übertragen werden die Daten verschlüsselt. Dies geschieht über ein vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziertes Branchennetz. Zugang zu den Daten erhalten ausschließlich autorisierte Dienstleister – zum Beispiel der Abschleppdienst – und dies auch nur im für die Hilfeleistung erforderlichen Umfang. Alle Daten werden somit nur zum Zweck der Erbringung von Rettungs- und Hilfsmaßnahmen erhoben und verwendet.

Nehmen auch Sie diese neue Technologie in Anspruch – sie kann Ihr Leben und das Leben Ihrer Mitfahrer retten! AXA wünscht Ihnen allzeit eine sichere Fahrt.

Rechtliche Hinweise
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