Kleine Abenteuer machen mutig und schulen fürs Leben

#ichkanndasschonalleine - Wie Kinder lernen, mit Gefahren umzugehen


„Pass auf, das ist doch gefährlich!“. Schnell vergisst man im Alltag mit Kindern, dass sie die Welt mit anderen Augen sehen als wir Erwachsene. Tatsächlich müssen sie Vieles erst lernen und ihre Fähigkeiten entwickeln. Sehen, Hören, Gleichgewicht und Körpergefühl brauchen Zeit, um zu reifen. Erst viele Übungsstunden und Pflaster später sind Kinder in der Lage, Gefahren nicht nur zu erkennen, sondern auch vorbeugend zu handeln. Dabei ist es manchmal gar nicht so einfach, Kindern die eigenen Erfahrungen zuzugestehen.

Schließlich ist in der elterlichen DNA doch der Instinkt fest verankert, das eigene Kind zu beschützen. Was Kinder brauchen um den Umgang mit (kalkulierten) Risiken zu lernen, ist das Vertrauen ihrer Eltern, Zeit und Freiräume im alltäglichen Spiel. Die Motivation sich zu verbessern, auszutesten was sie können und neue Dinge auszuprobieren, haben sie von ganz alleine. 

Zwischen null und fünf Jahren kann man Kindern sprichwörtlich bei ihrer Entwicklung, beim Wachsen und Lernen zusehen. Nie wieder sind wir Menschen motorisch und neurophysiologisch so aktiv wie in dieser Zeit. Dabei lernen Kinder beim Tun und Selbermachen: Was ein Sandkasten ist und welche Möglichkeiten er bietet, erkennen sie nur, wenn sie in ihm sitzen, den Sand durch die Finger rinnen lassen und ihre Zehen im kühlen Boden verbuddeln. Weder Bücher noch Filme können diese Sinneserfahrungen ersetzen.



Erst mit acht Jahren erkennen Kinder Gefahren vorausschauend

Auf welchem Spielplatz hört man nicht „Halt dich bloß gut fest!“, „Pass auf, gleich fällst du!“ oder wenigstens „Na los, trau dich!“?  Es sind Standardsätze am Klettergerüst und mal ehrlich, welcher Vater und welche Mutter kann sich schon davon freisprechen? Aber sind sie wirklich hilfreich? Die meisten Kinder haben ein Gefühl dafür, was sie sich zutrauen können. Die warnenden oder ermutigenden Worte lenken Kinder von diesem „Bauchgefühl“ und vom eigenen Tempo beim Entdecken der Welt eher ab. 

Wer keinen mutigen Schritt tun kann, ohne gewarnt zu werden, dem wird es schwer fallen, Vertrauen in seine „innere Stimme“ aufzubauen. Wem stattdessen Vertrauen geschenkt und im alltäglichen Spiel Zeit und Raum für kleine Abenteuer eingeräumt wird, hat hingegen die besten Voraussetzungen, sich jeden Tag ein bisschen sicherer durch die Welt zu bewegen.


Schon im Säuglingsalter entwickeln Menschen ein intuitives Bewusstsein. So krabbeln Babys nicht von sich aus über die Kante der obersten Treppenstufe hinaus. Ihre Intuition hält sie davon ab, zumindest solange es keinen stärkeren Reiz gibt, der sie die Treppe hinunter lockt. Etwa im vierten Lebensjahr setzt dann eine Umbruchphase ein. Über Erfahrungen, Lernen und Hinweise der Eltern bauen Kinder sukzessive ein Gefahrenbewusstsein auf. Aber es dauert noch einige Jahre bis es vollkommen ausgereift ist.

Mit acht Jahren lernen Kinder allmählich, Gefahren vorausschauend zu erkennen. Zum Beispiel weiß das Kind dann, dass der Topf heiß sein kann und überlegt, ob es ihn anfasst. Erst mit neun oder zehn Jahren ist es in der Lage mit der Situation umzugehen und bewusst vorzubeugen, in dem es zum Beispiel Handschuhe anzieht, um sich nicht die Finger zu verbrennen.

Manchmal ist es gar nicht so einfach, Kinder eigene Erfahrungen machen zu lassen. Wir haben mit Eltern und Erziehern über #ichkanndasschonalleine Momente gesprochen.

Auch die kindlichen Sinne müssen reifen

All das funktioniert natürlich nur im Rahmen der körperlichen und kognitiven Fähigkeiten von Kindern. Sie sind eben keine kleinen Erwachsenen. Sowohl ihre Reaktionsfähigkeit als auch ihre Sinne müssen erst ausreifen und dabei hat jedes Kind seinen eigenen Fahrplan. Relevant wird das vor allem im Straßenverkehr. Dort kommt es eben genau darauf an: Zu erkennen, ob ein Auto fährt oder steht, zu hören, aus welcher Richtung es kommt, eine Hupe als Warnsignal wahrzunehmen und darauf zu reagieren. Dieselbe Verkehrssituation können Erwachsene völlig anders wahrnehmen als Kinder. Während sie das Auto schon vor der Kurve hören und auch den schnellen Radfahrer mit einkalkulieren, hört ein Kind vielleicht gerade gebannt dem Mann zu, der auf dem Bürgersteig mit seinem Hund redet.

Die Hupe geht in der Menge der Geräusche unter. Und den Fahrradfahrer übersieht es im Augenwinkel, denn sein Gesichtsfeld ist um bis zu einem Drittel kleiner. Was Erwachsene mit geschultem Auge als gefährlich erkennen – das Auto mit unaufmerksamem Fahrer –  nehmen Kinder vielleicht sogar als freundlich und ungefährlich wahr: Viele erkennen lächelnde Gesichter in Autos, die sie mit Scheinwerfer-Augen freundlich anblicken. Und wer einen so freundlich anblickt, lädt doch ein, über die Straße zu gehen, oder?


Aber nicht nur das was Erwachsene und Kinder sehen oder hören unterscheidet sich. Um einen Reiz zu verarbeiten und in eine Handlung umsetzen, benötigen Kinder deutlich länger. Daher macht die Regel Sinn, an der Bürgersteigkante immer erstmal stehen zu bleiben, um die Verkehrssituation mit Augen und Ohren in Ruhe zu erfassen.


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#ichkanndasschonalleine ‒ die Kampagne der AXA Kindersicherheitsinitiative


Schritt für Schritt immer mehr ohne die schützende Hand der Eltern zu tun und auch mal kleine Wagnisse einzugehen, macht Kinder selbstbewusst und stolz. Eltern fordert der Satz „Ich kann das schon alleine!“ heraus. Denn sie müssen entscheiden: Was lasse ich zu und wann greife ich ein? Was darf mein Kind ausprobieren und ab wann wird es zu gefährlich?

Dieser Herausforderung widmet die AXA Kindersicherheitsinitiative eine Kampagne unter dem Hashtag #ichkanndasschonalleine mit Blogposts aus dem Familienalltag und wissenswerten Beiträgen rund um die kindliche Entwicklung und die Entwicklung von Risikokompetenz. Denn wir möchten Eltern dabei unterstützen, bewusst und selbstbewusst Entscheidungen zu treffen, damit ihre Kinder sicher aufwachsen.

Hier geht es zur Kampagne.


„Ich kann das schon alleine!“

Bis Kinder in der Lage sind, sich ohne Begleitung sicher im Straßenverkehr zu bewegen, haben sie schon unzählige größere und kleinere Herausforderungen ohne Hilfe gemeistert. Viele Kinder fordern ihre Selbständigkeit schon ein, noch bevor sie „Ich kann das schon alleine!“ aussprechen können. Alleine stehen, Laufen, Treppen steigen, auf Stühle klettern, Messer und Schere benutzen, Laufrad fahren – es gibt unzählige dieser Momente im Kinderleben. Sie zeugen von Selbstbewusstsein und Entdeckergeist, Mut, manchmal auch Übermut. Eltern müssen in diesen Momenten entscheiden zwischen Loslassen oder Beschützen, zwischen Machen lassen oder Eingreifen. Aber wie findet man das richtige Maß? Entwicklungstabellen und Ratgeber helfen an dieser Stelle wenig weiter.

Denn jedes Kind tickt anders, jedes Kind hat eigene Talente und seine eigene Erfahrungswelt. Aber wer mal seine eigenen Ängste und Erfahrungen aus dem Spiel lässt, sein Kind beobachtet und es beim Entdecken der Welt begleitet, kann gut einschätzen, was ihm zuzutrauen ist und was zu weit geht. Ein Draufgänger wird häufiger ausgebremst werden müssen als ein Kind, das viel beobachtet und sich ohnehin jeden mutigen Schritt genau überlegt.


Wer sich starke Kinder wünscht, die neue Situationen sicher und selbstbewusst meistern, muss in diesen „Ich kann das schon alleine“ Momenten vor allem eins: lernen zu vertrauen und auszuhalten. Solche Momente kosten auch Zeit. Oft dann, wenn sie einem eigentlich im Nacken sitzt. Und es ist eben nicht immer leicht, einfach nur zuzusehen und die Kontrolle aus den Händen zu geben. Da hilft es, einen geschützten Rahmen abzustecken, in dem sich das Kind frei bewegen und Erfahrungen sammeln darf. Ein Rahmen, der Kind und Eltern Sicherheit gibt. Aber es gehört auch das Recht dazu, kleine Wagnisse einzugehen und sich mal einen blauen Fleck zu holen.

Denn Kinder wollen die Welt für sich erobern. Werden sie darin unterstützt, gewinnen sie an Sicherheit. Erfolge machen selbstbewusst. Aus Mißerfolgen lernen sie. Die gesunde Mischung aus beidem macht stark für die Herausforderungen des Lebens. Und letztlich bedeutet jeder neue Entwicklungsschritt auch, dass sich der Nachwuchs ein Stückchen mehr von den Eltern und ihrem schützenden Sicherheitsnetz entfernt. Das auszuhalten ist vielleicht sogar das Schwierigste. Aber ein vor Stolz strahlendes Kind entschädigt auch dafür, oder?


Engagiert für Kindersicherheit

Mit Tipps und Informationen auf Facebook hilft die AXA Kindersicherheitsinitiative Eltern, Risiken im Alltag zu erkennen und richtig zu bewerten. Denn etwa 60 Prozent der Unfälle von Kindern in Deutschland wären vermeidbar. Und nicht immer sind die Dinge, die die größten Sorgen verursachen, tatsächlich auch die wesentlichen Gefahren.

Das haben wir in unserer Studienreihe, den AXA Kindersicherheitsreports, herausgefunden. Wer die relevanten Risiken kennt und weiß, wie er vorbeugen kann, lebt entspannter – und es bleibt mehr Energie für die schönen Dinge im Alltag mit Kindern. Dafür setzen wir uns als einer der größten Versicherer in Deutschland ein!



Gefahren erkennen. Und Unfälle vermeiden. 

Unsere fünf Kindersicherheits-Checklisten zum selbstständigen Ausmalen informieren über die wichtigsten Gefahrenquellen im Haus, im Garten, auf der Straße, beim Umgang mit Feuer und beim Schwimmen. So können Sie sich und Ihr Kind aktiv und spielerisch sensibilisieren.

Sorgen Sie vor!

In einer Familie herrschen Lebendigkeit und das normale Familienchaos. Hierbei wollen Sie allen Kindern den größtmöglichen Schutz bieten. Zur Absicherung vor den finanziellen Folgen von schweren Krankheiten oder Unfällen, empfehlen wir die Kinder-ESV.

Tipp: Investieren Sie einen geringen Teil des Kindergeldes zur Absicherung gegen die Folgen von schweren Krankheiten und Unfällen.

Gerade wenn Kinder im Haushalt leben, darf eine private Haftpflichtversicherung nicht fehlen. Es ist ein gutes Gefühl, wenn man rundum abgesichert ist.
  • Mitversicherung schuldunfähiger Kinder
  • zusätzlicher Baustein: Internetschutz (wichtig insbesondere bei Teenagern im Haushalt!)
  • Mitversicherung von Personenschäden


Weitere Infos zur Kampagne, Gewinnspiel und Malwettbewerb gibt es ab Mitte August auf Facebookseite der AXA Kindersicherheitsinitiative. Vorbeischauen lohnt sich!

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