Work-Life-Balance - Teil 1

Wie gut bringen Sie Arbeit und Entspannung unter einen Hut?

Mal Hand aufs Herz – wo liegen Ihre Gewichtungen im Leben? Gehen Sie in der Rolle des Familienmenschen voll und ganz auf? Leben Sie für Ihren Sport? Oder steht die Karriere im Vordergrund?
Überall, wo Prioritäten gesetzt werden, ergeben sich auf der anderen Seite Defizite. Wäre es nicht schön, ein ausgewogenes Leben mit Karriere und Familie zu führen?



Wie Sie Ihr Leben ins Gleichgewicht bringen, erfolgreich und glücklich sein können und gesundheitlichen Risiken gezielt entgegenwirken, möchten wir Ihnen im Rahmen dieser 3-teiligen Serie etwas näher bringen. Im ersten Teil erfahren Sie Wissenswertes zu den Hintergründen der Work-Life-Balance, den Burnout-Symptomen, d.h. dem individuellen Erleben von Überforderung und ersten Möglichkeiten zur Verbesserung.




Einseitigkeit – das gesamte Leben leidet darunter

Ein erster, wichtiger Bestandteil eines ausgewogenen Lebens ist, weder den Beruf, noch die Freizeit in den Vordergrund zu stellen. Wenn der Beruf an erster Stelle angesiedelt ist, wird auch entsprechend viel Zeit für die Karriere aufgewendet. Freunde und Familie kommen zu kurz – daraus ergibt sich eine innere Unzufriedenheit und psychischer Stress.

Doch auch das Gegenteil ist nicht erstrebenswert, denn wenn man sein gesamtes Leben nur auf den privaten Bereich konzentriert, kann es beruflich nicht steil bergauf gehen und der Frust schlägt sich im Arbeitsbereich nieder. Eigentlich logisch. Aus diesem Grunde ist ein „entweder … oder“ nicht erstrebenswert – die Lösung kann nur ein ergänzendes Neben- und Miteinander sein.


Die Mischung macht’s!

Eine 50:50 Aufteilung zwischen Freizeit und Arbeitszeit ist eine Utopie. Es kommt nicht darauf an, beide Bereiche gleichwertig zu behandeln, sondern individuell eine Gewichtung zu finden, mit der man sich persönlich am wohlsten fühlt. Hierbei können – von Person zu Person unterschiedliche – Ausprägungen zu einem glücklichen Leben führen. Manchen reicht weniger Privatleben aus, manche brauchen einen höheren Anteil an Freizeit und Familie. Eine goldene Regel gibt es nicht, dies muss jeder für sich selbst herausfinden.


Die Zufriedenheit steht auf fünf Säulen

Um eine erfüllende Work-Life-Balance zu erlangen, reicht es nicht aus, nur die Bereiche Arbeit und Privatleben zu analysieren – hier gilt es, fünf Faktoren zu berücksichtigen. Dazu der bekannte deutsche Psychologe Werner Gross: „Die gesunde Identität einer Person beruht auf fünf Säulen:

  • Arbeit
  • Partnerschaft und Familie
  • Körper und Gesundheit
  • soziale Beziehungen
  • und gesellschaftliches Engagement sowie Sinnsystem (beispielsweise eine Religion oder eine Philosophie)
Diese fünf Säulen sollten in etwa gleichwertig besetzt sein.

Machen Sie doch einen kleinen Selbsttest, dann wissen Sie wo Sie stehen! Bewerten Sie die einzelnen Säulen in einer Wichtigkeitsskala von 1 bis 10 (wobei 1 „total unwichtig“ darstellt und 10 für „höchste Priorität“ steht). Sollte ein Bereich (zum Beispiel die Arbeit) sich in der Skala weit weg von den anderen Werten befinden, könnte dies ein Zeichen sein. Dann sollten Sie an diesem Bereich arbeiten und diesen entweder wichtiger nehmen oder eben ein wenig in den Hintergrund stellen.

In den Worten Gross’ gesprochen: „die anderen Säulen wieder in den Vordergrund holen, sich bewusst für eine Entschleunigung entscheiden und Werte neu überdenken“.


Raus aus der Tretmühle!

Steht bei Ihnen das Thema Arbeit an erster Stelle und Sie merken, dass Ihr restliches Leben auf der Strecke bleibt, dann sollten Sie sich folgende Punkte zu Herzen nehmen:

  • Achten Sie auf eine gesunde Balance zwischen Arbeit und Freizeit
  • Setzen Sie sich erreichbare Ziele und gönnen Sie sich ab und zu eine Auszeit
  • Vernachlässigen Sie Ihre Freunde und Familie nicht
  • Machen Sie regelmäßig Pausen und bewegen Sie sich – am besten an der frischen Luft
  • Vereinbaren Sie Termine mit sich selbst, in denen Sie Dinge machen, die Ihnen Spaß machen
Im Grunde sollte all dies selbstverständlich sein, doch im alltäglichen Stress verliert man das nur zu schnell aus den Augen …


Der Körper gibt Signale

Wenn Sie der berufliche Alltag bereits so vereinnahmt hat, dass Sie gesundheitlich darunter leiden, dann sollten Sie radikal etwas verändern. Heutzutage werden bereits elf Prozent aller Fehltage durch psychische Leiden verursacht – so weit sollte es bei Ihnen erst gar nicht kommen …

Wenn Sie bereits unter Erschöpfungszuständen oder gar Depressionen leiden, sollten Sie schnellstmöglich einen Gang herunter schalten und die selbst gesteckten Lebensziele überdenken. Typische Karrierekrankheiten sind unter anderem Arbeitssucht, Angstzustände und vor allem das immer weiter verbreitete Burnout-Syndrom. Burnout ist ein geistiger, körperlicher und seelischer Erschöpfungszustand, der sich über ein paar Wochen, bisweilen auch über Jahre hinziehen kann.


Ausgebrannt und leer – Burnout

Sie ziehen sich immer häufiger von Freunden, Kollegen und Familie zurück? Leiden unter Schlaf- oder Konzentrationsstörungen, sind ständig lustlos und gereizt, fühlen sich motivations- und antriebslos? ACHTUNG! Das können erste Hinweise auf einen sich anbahnenden Burnout sein. Das Burnout-Syndrom kommt nicht plötzlich, sondern schleicht sich langsam an und zeigt sich unter anderem durch die oben genannten Symptome – bis irgendwann gar nichts mehr geht.

Burnout kann entstehen, wenn zum Beispiel der (selbst auferlegte) Leistungsdruck über längere Zeit zu hoch ist, Konflikte am Arbeitsplatz zunehmen, aus Angst zu versagen oder vor Arbeitslosigkeit und vielen anderen Gründen.

Wenn Sie den Verdacht haben, an Burnout zu leiden, sollte der erste Weg zum Arzt führen – warten Sie nicht zu lange. Die Klärung, ob sich hinter dem Überforderungserleben des Burnouts die Diagnose einer Depression oder einer anderen psychiatrischen Erkrankung verbirgt, ist eine fachärztliche Aufgabe. Aus dieser Klärung ergibt sich dann, ob Maßnahmen der Entspannung, Sport etc. ausreichend sind für die Überwindung des Überforderungserlebens, oder ob eine Indikation für eine ärztliche oder psychologische Psychotherapie vorliegt.

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99 Tipps für weniger Stress und mehr Lebensqualität

Die Bertelsmann-Stiftung weist in ihrem Gesundheitsmonitor daraufhin, dass die Anforderungen von Arbeitswelt und die individuelle Lebensorientierung von Beschäftigten oft noch nicht zusammenpassen. Erwartungen und Erfordernisse von Menschen und Unternehmen müssen daher aus beruflicher, familiärer und individueller Sicht zusammengebracht werden. Voraussetzung für einen Erfolg ist die passende Infrastruktur, aber auch die eigenen Initiativen in Work-Life-Balance einzubringen.

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Was Sie konkret gegen Burnout tun können und Strategien, die zu einer besseren Work-Life-Balance führen, erfahren Sie im Teil 2 dieser Artikel-Reihe. Im dritten Teil geht es um Anregungen, Tipps und Tricks, dies nachhaltig in den Alltag zu integrieren.


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