Es gibt Hoffnung auf gesundes Altern - ist Alzheimer das Angstthema des Jahrhunderts?

Serie Demenz - Teil 1

„Schon gilt Demenz als neue Epidemie und man vergisst darüber fast, dass es sie schon immer gab. Demenzen sind keine neuen Erkrankungen – selbst wenn durch die steigende Lebenserwartung mehr Menschen mit der Diagnose einer Demenz rechnen müssen.“, sagt Prof. Dr. Hans Förstl, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der TU München. Das Alter ist unbestritten der größte Risikofaktor, die Hochrechnungen von Alzheimer-Erkrankungen sehen auf den ersten Blick düster aus. Aber Deutschlands wohl bekanntester Alzheimer-Forscher, der Molekularbiologe Prof. Dr. Konrad Beyreuther, macht deutlich: „Der Traum vom Altern ohne Alzheimer hat eine wissenschaftliche Basis.“



Vorteil AXA Das PLUS für Kunden von AXA

Wissen hilft.
  • Um Betroffene und ihre Familien und Kinder zu unterstützen, arbeitet AXA mit der Alzheimer Forschung Initiative e.V. zusammen. Davon profitieren Sie jetzt in der Pflegewelt von AXA. Als eingetragener gemeinnütziger Verein sammelt die Alzheimer Forschung Initiative e.V. seit 1995 Spendengelder und ist heute der größte private Förderer der Alzheimer Forschung in Deutschland. Bisher konnten bereits 95 Forschungsprojekte mit mehr als fünf Millionen Euro finanziert werden.
  • Gemeinsam engagieren sich die Alzheimer Forschung Initiative e.V. und AXA dafür, über die Alzheimer-Krankheit aufzuklären und Betroffene und ihre Familien mit Informationen und praktischen Tipps zu unterstützen. So finden Sie in der Pflegewelt von AXA das Wichtigste über die Alzheimer Krankheit, über Formen & Ursachen, Risiken & Symptome, Diagnostik, Therapie und Pflege.
  • Mit dem Angebot AFI-Kids möchten wir besonders Kindern die Folgen einer Alzheimer Erkrankung bei den Großeltern verständlich machen.


Ist Alzheimer Schicksal?

Alle Menschen lagern im Laufe ihres Lebens mehr oder weniger Alzheimer-Plaques im Gehirn an. Bei fast allen Menschen verändern sich die geistigen Fähigkeiten im Laufe des Lebens. „Wir alle können diese Krankheit entwickeln“, sagt. Prof. Dr. Förstl. Aber wir können auch aktiv dazu beitragen, in geistiger Gesundheit zu altern. Die vier Säulen einer vorbeugenden Lebensführung sind:

  • gesunde Ernährung,
  • regelmäßige Bewegung,
  • geistige Aktivität
  • und soziale Kontakte.
Zu den Chancen der selbstbestimmten Prävention kommen die Möglichkeiten der modernen Medizin: Die Risikofaktoren für Alzheimer werden immer besser erforscht: Depression, Bluthochdruck, erhöhte Blutfette und Diabetes mellitus können frühzeitig behandelt werden.


Was kann man tun, um geistig gesund zu bleiben?

Lebenslanges Lernen gilt als Prävention: „Es lohnt sich neugierig zu sein und sich zu plagen“, sagt Prof. Beyreuther. Es ist wichtig, die eigenen geistigen Interessen zu entdecken und zu kultivieren.“ Prof. Förstl rät allerdings zu spaßbetontem Gehirntraining: „Gut ist alles, was die geistige Leistung auf angenehme, interessante und lustvolle Art anregt.” Es ist wichtig, möglichst früh zu beginnen. Andererseits ist es kaum jemals zu spät: Oft wurden Interessen im Laufe eines Lebens verschüttet und können wieder aktiviert werden. Ältere Menschen haben heute völlig neue Bildungs- und Unterhaltungsangebote, die genutzt werden können.


Und was, wenn die ersten Vorboten kommen?

Angst und Verdrängung sind keine guten Ratgeber. Prof. Beyreuther: „Je früher die Diagnose gestellt wird, desto größer sind die Chancen für eine Beeinflussung des Krankheitsverlaufs.” Mit den Mitteln moderner Medizin und guter Betreuung lässt sich das Fortschreiten der Erkrankung deutlich aufhalten. Zudem wird nur bei jedem zweiten Demenzkranken Alzheimer diagnostiziert. Und nicht jeder, der dement wirkt, ist tatsächlich krank. Auch eine schlecht eingestellte Diabetes, eine Depression oder auch ein Flüssigkeitsmangel können zu demenzartigen Symptomen führen. Experten warnen deshalb eindringlich vor „Dr. Google“ und Selbsttests im Internet. Fundierte Information ist das Allerwichtigste für Betroffene und Angehörige.

„Warum hat Oma meinen Geburtstag vergessen? Wenn Kinder verstehen, hilft das der ganzen Familie.

Praktische Hilfestellungen im Miteinander zu Hause können den Alltag pflegender Angehöriger erleichtern. Wie zum Beispiel erklärt man Kindern, warum Oma oder Opa plötzlich so anders geworden sind? Ein Schwerpunkt der Kooperation von AXA mit der Alzheimer Forschung Initiative e.V. ist deshalb ein spezielles Informationsangebot für Kinder: AFI KIDS erklären, wie das Gehirn funktioniert und machen die Folgen einer Alzheimer-Erkrankung verständlich. Aufklärungsseiten im Comic-Stil beantworten viele Fragen und geben Eltern einen hilfreichen bunten Leitfaden für das Gespräch mit Kindern. Auch Malvorlagen, Buchvorschläge und kostenlose Lektüren für Eltern und Kinder sind hier auf der Pflegewelt von AXA zu finden.




Müssen wir uns vor den Zukunftsprognosen fürchten?

Die Forschung sucht intensiv nach Medikamenten und einem Impfstoff gegen das Vergessen. Prof. Förstl: „Die Hoffnung ist nicht unrealistisch, dass die Medizin uns in absehbarer Zeit Möglichkeiten bieten wird, um die Entwicklung der Demenzen hinauszuschieben oder vielleicht sogar ganz zu verhindern. Es ist durchaus denkbar, dass es eines Tages eine Impfung gegen die Alzheimer-Krankheit geben könnte.“ Es werden sich aber vor allem auch die gesellschaftlichen Bedingungen verändern: „Da Demenz immer häufiger von immer mehr Menschen erlebt wird, wird sie ihr Stigma vollkommen verlieren. Damit werden auch die Angst vor der Demenz und ihre Tragik verschwinden, die heute zum großen Teil aus der schwierigen sozialen Situation mancher direkt und indirekt Betroffener entstehen. Denn die Hirnveränderungen und ihre psychischen Folgen als solche müssen keineswegs zu Unglück und Schmerz führen, die heute noch vielfach damit verbunden sind.“


Gibt es noch eine Lebensqualität mit Alzheimer?

Mit der Diagnose Alzheimer ist das Leben noch nicht vorbei. Menschen mit Alzheimer erleben oft noch viele erfüllte Jahre – und sind ihren Angehörigen dabei oft besonders nah. Viele Menschen setzen sich mittlerweile mit Empathie mit der Demenz auseinander und so werden immer neue Möglichkeiten entwickelt, die Lebensqualität von Patienten zu steigern. Eine Neuheit sind spezielle Filme für demenzkranke Menschen, die aus Alltagsituationen, Kindheitserinnerungen und schönen Ereignissen schöpfen. Angeregt durch sehr persönliche Erfahrungen mit ihrer Großmutter hat die ehemalige TV-Redakteurin Sophie Rosentreter mit Unterstützung eines Gerontologen, einer Ergotherapeutin und einem Musiktherapeuten zwei Filme fertig gestellt. Informationen gibt es unter www.ilsesweitewelt.de.

Pflegewelt von AXA: Helfen zu helfen

Mit Einführung der neuen Pflegevorsorge hat AXA auch mit der Pflegewelt das Informationsangebot erweitert. Der Informationsbedarf ist hoch und auf dem Online-Portal www.axa-pflegewelt.de gibt es hilfreiche Tipps zu präventiven Maßnahmen, wichtigen rechtlichen Aspekten und möglichen Wohnformen.

Pflegende Angehörige können sich über verschiedene Arten der Pflege, Pflegeschulungen wichtige Anlaufstellen oder Selbsthilfegruppen zum Austausch mit anderen Betroffenen informieren. Zudem beinhaltet die Pflegewelt allgemeinverständliche Darstellungen der Pflegereform, der Pflegepflichtversicherung ein Pflegelexikon sowie Informationen zu den verschiedenen Arten der Pflegezusatzversicherung.

Auch das sehr schwierige Thema Tod und Sterbebegleitung wird behandelt. Wie Hospize und ambulante Pflegekräfte in einem solchen Fall helfen können, zeigt dieser neue Film auf dem Pflegeportal.

Die Pflegewelt von AXA auf Facebook
Profitieren Sie von einem aktiven Austausch mit anderen Interessierten und den „Pflegeweltmachern“. Sagen Sie uns, was wir noch besser machen können.


Rechtliche Hinweise
Die Artikelinhalte werden Ihnen von AXA als unverbindliche Serviceinformationen zur Verfügung gestellt. Diese Informationen erheben kein Recht auf Vollständigkeit oder Gültigkeit. Bitte beachten Sie dazu unsere Nutzungsbedingungen.