So gehen Sie richtig mit einer Lebensmittelunverträglichkeit um



Bei einer Lebensmittelunverträglichkeit reagieren Menschen auf bestimmte Inhaltsstoffe von Lebensmitteln mit Beschwerden, ohne dass es sich dabei um eine Allergie handelt. Laktoseintoleranz, Fructoseintoleranz sowie Gluten-Unverträglichkeit gehören hierzulande zu den gängigsten Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Wenn Sie auch davon betroffen sind, lohnt es sich, einige Hinweis zu beachten, damit das Essen und Trinken für Sie trotzdem ein Genuss bleibt.


Laktoseintoleranz

In Deutschland gilt Laktoseintoleranz (Milchzucker-Unverträglichkeit) als die verbreitetste Lebensmittelunverträglichkeit. Sie macht sich mit Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall bemerkbar. Wenn Sie nicht gänzlich auf Milchprodukte verzichten wollen, empfiehlt es sich, die Menge an Laktose über den Tag verteilt zu sich zu nehmen, anstatt die ganze Tagesdosis auf einmal aufzubrauchen. Dabei sollten Sie vorsichtig Ihre individuelle Grenze austesten. Bei manchen Betroffenen lindert es die Beschwerden bereits, wenn sie laktosereduzierte Produkte konsumieren.
Beim Einkaufen von Milchprodukten besteht die Möglichkeit, auf laktosefreie Produkte zurückzugreifen. Doch auch wenn „laktosefrei“ auf der Verpackung steht, ist ein Restgehalt zulässig. Bei starker Unverträglichkeit können Sie daher auch auf Soja-Produkte umsteigen. Vegane Produkte sind grundsätzlich auch laktosefrei. Vorsicht ist vor allem bei Fertiggerichten geboten, bei denen häufig Milchzucker hinzugefügt wird – selbst bei Gerichten, bei denen man es nicht erwarten würde, wie zum Beispiel Fleischwaren.
Falls sich der Verzehr von Laktose bei einem Restaurantbesuch oder bei einem Essen bei Freunden nicht vermeiden lässt, sollten Sie eine Laktase-Tablette kurz vor dem Essen einnehmen. Diese enthält das Enzym Laktase, das Ihren Körper bei der Verdauung von Milchprodukten unterstützt.
Da Milchprodukte oft reich an Calcium sind, kann ein Verzicht zu Calciummangel führen. Um dem vorzubeugen, können Sie beim Einkauf auf andere wichtige Calciumlieferanten zurückgreifen, wie zum Beispiel Brokkoli, Grünkohl, Kiwi oder Apfelsinen.


Fructoseintoleranz

Fructose – auf Deutsch Fruchtzucker – ist in sehr vielen Lebensmitteln wie Obst oder Honig enthalten. Wenn Sie unter Fructoseintoleranz leiden, sollten Sie sich zunächst einen Überblick über fructosehaltige Lebensmittel verschaffen und deren Verzehr reduzieren, um Beschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit oder Durchfall zu verringern.
Ihre  individuelle Verträglichkeitsgrenze können Sie mithilfe eines Ernährungstagebuchs herausfinden. Das steigert Ihr Bewusstsein dafür, was Sie gut oder eher schlecht vertragen. Grundsätzlich sollten Sie über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten essen. Das verschafft Ihrem Körper mehr Zeit, um die Fructose zu verarbeiten. Vorsicht ist geboten bei sorbithaltigen Lebensmitteln. Sorbit ist Inhaltsstoff vieler industriell hergestellter Lebensmittel und hemmt zusätzlich die Aufnahmefähigkeit von Fructose.


Gluten-Unverträglichkeit (Zöliakie)

Auch bei dem Verzehr von Gluten, dem sogenannten Klebereiweiß, haben Menschen mit einer Unverträglichkeit Schwierigkeiten, diese zu verarbeiten. Das Resultat sind Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall und sogar Gewichtsverlust. Zudem können Nährstoffe nicht mehr angemessen über die Nahrung aufgenommen werden, da sich die Darmschleimhaut bei dem Verzehr von glutenhaltigen Lebensmitteln entzündet und verändert. Durch diese körperlichen Auswirkungen wird Gluten-Unverträglichkeit als Autoimmunerkrankung klassifiziert.
Die Beschwerden können nur durch einen konsequenten Verzicht auf Gluten in der Ernährung gelindert werden. Für die betroffenen Menschen bedeutet das häufig eine komplette Ernährungsumstellung, bei der Getreidesorten wie Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel und Hafer tabu sind, ebenso wie Lebensmittel, in denen Getreide verarbeitet ist wie Brot, Nudeln, Pizza, Müsli oder Bier.

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