Self-Tracking mit Gesundheits-Apps

Risiken und Chancen!


Das Verhältnis der Deutschen zu Self-Tracking und Gesundheits-Apps ist gespalten. Einerseits nutzen immer mehr Menschen diese Helferlein im Alltag, lassen sich regelmäßig den Blutdruck, die gelaufenen Schritte oder die Blutzuckerwerte messen. Andererseits haben viele Angst vor dem möglichen Missbrauch ihrer Daten und stehen dem Quantified Self - dem durchgemessenen Selbst - eher kritisch gegenüber. Ist diese Befürchtung berechtigt? Wofür lassen sich die praktischen Apps gut einsetzen? Können sie sogar lebensrettend sein?

Etwa vier von zehn Smartphone-Nutzer haben einer aktuellen Studie zufolge eine Gesundheits-App auf ihrem Handy installiert. Besonders Körper- und Leistungsbewusste lassen sich gern für diese Spielereien begeistern. Dazu gehören inzwischen vermehrt auch Wearables, tragbare Computersysteme, wie Daten-Uhren, -Brillen oder in Kleidern verarbeitete Sensoren. Schon heute nutzt der überwiegende Teil (etwa 75 Prozent) der Fitness-App-Fangemeinde die Angebote auf dem Mobiltelefon aktiv. Zahlreiche Marktstudien renommierter Institutionen – von McKinsey bis zu Boston Consulting - sprechen von steigenden Wachstumsprognosen: Heute werden schon 9 Mrd. US Dollar mit mobilen Gesundheitslösungen umgesetzt, 2018 sollen es bereits 20 Mrd. US Dollar sein

Großes Vertrauen genießen dabei übrigens allgemein Apps von Krankenversicherungen und -kassen. Laut einer aktuellen Studie von YouGov „Quantified Health“ würden rund drei von zehn der tausend befragten User (32 Prozent) grundsätzlich auch gesundheits- und fitnessbezogene Daten an ihre Krankenversicherung weitergeben. Vorausgesetzt, sie erhalten damit Vorteile wie Prämien oder geringere Beiträge. Jeder vierte (39 Prozent) Deutsche will das dagegen eher nicht.


Gadgets und Anwendungen – nur Spielerei?

Grund dafür ist eine große Unsicherheit, was mit den Daten tatsächlich passiert und wer den Zugriff darauf hat. Schließlich handelt es sich gerade bei Gesundheitsinformationen um sensible und sehr persönliche Informationen, die gut gesichert und nicht für jedermann einsehbar sein sollten. Das fordern auch Datenschützer. Ideal ist es da, sich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) jeder Anwendung wirklich gut durchzulesen. Geprüft werden sollte auch, wo die Server stehen, auf denen die Informationen gespeichert werden, und wie vertrauenswürdig der Anbieter ist. Denn in Ländern wie den USA zum Beispiel gelten andere, teils weit lockerere Datenschutzbestimmungen als hierzulande.

Doch viele Nutzer machen sich hier wenig Gedanken! Im Gegenteil, sie teilen die getrackten Ergebnisse ihres Körpers sogar freimütig in sozialen Netzwerken und übertragen damit den Inhabern dieser Plattformen die Rechte daran. Erst kürzlich hat Facebook erklärt, gesammelte User-Informationen an seine Werbekunden weiterzugeben, damit die ihre Botschaften gezielt an die passende Klientel richten können. Hier kann und sollte jeder sorgfältig und auch frei entscheiden, ob er das möchte oder nicht.




Möglichkeiten und Chancen des Self Tracking

Selbstoptimierung, Fitness, Leistungssteigerung, gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung, die Identifizierung guter und schlechter Gewohnheiten und vor allem Spaß und wenig Aufwand dabei, das ist für viele Gesundheitsbewusste der Grund für den Gebrauch von Apps.

Der Markt mit Gesundheits-Apps boomt bereits und wächst stetig. Weit mehr als 100.000 solcher Apps sollen in den App Stores zur Verfügung stehen. Gesundheitsdaten per App zu erfassen, ist für viele Menschen längst Alltag geworden. Inzwischen werden auch in Krankenhäusern und von Ärzten diverse Anwendungen auf dem Handy oder Tablet-PC für Krankheitsbilder, Leitlinien, Laborwertdiagnostik, zur Patienteninformation und als Nachschlagewerke verwendet. In Zukunft sollen Datenbanken die Zusammenarbeit unter Ärzten und die Kommunikation mit den Patienten weiter erleichtern oder sogar ärztliche Beratung via Internet möglich sein.

Die Befürworter des Self Trackings verbinden damit zahlreiche Hoffnungen:

  • Zivilisationskrankheiten zu besiegen wie Bluthochdruck, Asthma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Übergewicht
  • weitreichende Analysen über die Wirksamkeit von Medikamenten oder Therapien zu generieren
  • das Gesundheitswesen demokratischer zu gestalten
  • als Patient selbst bei der Diagnose aktiv mitzuwirken

Wertvolle und sinnvolle Helfer für Ihre Gesundheit

Ohne Frage gibt es eine ganze Reihe von sinnvollen und hilfreichen Fitness- und Gesundheits-Apps.

  • Eine Reihe Erste Hilfe-Apps beispielweise sind übersichtlich und verständlich aufbereitet
  • Weiter helfen Vorsorge-Apps bei der Planung, Erinnerung und Einhaltung von nötigen Terminen. Teilweise können Sie dazu wichtige Dokumente wie Untersuchungsergebnisse, Impf- oder Mutterpass einscannen und auf dem Mobiltelefon abspeichern
  • Zuckerkranke genießen mit ausgezeichneten Blutwerte-Apps für Diabetiker oder Broteinheiten-Apps mehr Freiheit und Flexibilität: Die Anwendungen helfen bei der Essensplanung und ersetzen das Mitführen von Tabellen und entsprechender Literatur
  • Kalorienzähler helfen beim Abnehmen
  • Nichtraucher-Apps coachen bei der Nikotinentwöhnung
  • Periodenkalender errechnen den Eisprung und den Zeitpunkt der monatlichen Blutung
  • Bei Allergien wie Heuschnupfen kann man sich Pollenflug-Vorhersagen herunterladen
  • Fitness-Hilfen wie Runtastic machen Ihre sportlichen Aktivitäten aufregender: Alle relevanten Sport- und Fitnessdaten wie, Trainingszeit, Tempo, Streckenlänge, Kalorienverbrauch , Puls können Sie mit Ihrem Smartphone erfassen und direkt in das Fitnessportal und soziale Netzwerk für Sportler übertragen
Die Möglichkeiten der Gesundheits-Anwendungen sind vielfältig und oft praktisch, viele machen Sinn und dazu meist auch noch jede Menge Spaß. Doch vor der Installation sollte man Vorsicht walten lassen und die jeweilige App gut unter die Lupe nehmen. Bei der Überprüfung der jeweiligen Anwendung auf Vertrauenswürdigkeit helfen Ihnen auch Fach- und Userforen und deren Bewertungen. Besonders vorsichtig aber sollten Sie mit Apps sein, die Ihnen schnelle Diagnosen zu Ihrem Gesundheitszustand versprechen, z.B. so genannte Hautkrebs-Apps. Dafür sollten Sie im Ernstfall immer noch einen Arzt aufsuchen.

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