Den Brustkrebs besiegen! Rechtzeitig erkennen und erfolgreich behandeln

Frauen sind der Bedrohung durch Brustkrebs nicht mehr hilflos ausgeliefert. Die Heilungschancen der modernen Therapien liegen bei fast 90 Prozent. Immer mehr Frauen nehmen den Kampf mit dem Tumor auf - und gewinnen. Information und Vorsorge gehören zu den wichtigsten Waffen.



Die Sängerin Anastacia hat es im Abstand von zehn Jahren zweimal geschafft, den Brustkrebs zu besiegen: „Früherkennung hat zwei Mal mein Leben gerettet. Ich werde weiter kämpfen und meine Stimme erheben, wo ich kann.“ (Quelle: Anastacia auf Facebook) Prominente Brustkrebspatientinnen machen immer wieder Schlagzeilen. Das ist gut, weil im Licht der Öffentlichkeit auch die Chancen bekannt werden, die Angstkrankheit Nr. 1 zu überstehen. 

Brustkrebs ist immer noch die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Über 70.000 Mal im Jahr wird die bittere Diagnose „Mammakarzinom“ gestellt (Quelle: Deutsche Krebsgesellschaft). Derzeit erkrankt durchschnittlich eine von acht Frauen im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter, besonders ab dem 40. bis 50. Lebensjahr, um dann ab etwa 70 Jahren wieder abzusinken.


In anderen Nord- und Westeuropäischen Ländern sind die Zahlen ähnlich hoch, in Südeuropa etwas niedriger. Die Industrienationen liegen weltweit deutlich vorne: In den USA und Mitteleuropa erkranken sechs Mal so viele Frauen an Brustkrebs wie in Afrika und Asien. Mediziner werten diese Vergleichszahlen als Hinweis darauf, dass die Lebensumstände eine Rolle spielen. Einzelne Risikofaktoren können nicht dingfest gemacht werden, es zählt eher die Tendenz des Lebensstils: Frauen in den modernen westlichen Gesellschaften bekommen später und weniger Kinder und haben kürzere Stillzeiten.



Ist Brustkrebs gleich Brustkrebs?

Es gibt viele verschiedene Brustkrebsarten, je nach dem Zelltyp, aus dem der Krebs ursprünglich entsteht. Die beiden wichtigsten Brustkrebsarten entstehen aus den Zellen der Milchgänge (Ductuli = lat. Gang) und der Milchdrüsenlappen (Lobuli = lat. Läppchen) und werden „duktales“ und „lobuläres“ Mammakarzinom genannt.

Fast 90 % der Brustkrebsfälle sind duktale Karzinome und gehen aus den Zellen der Milchgänge aus.



Schicksal oder Entscheidung?

Auch wenn in jüngster Zeit viel über das „Brustkrebs-Gen“ zu lesen war: Erblich bedingt sind nur fünf bis maximal zehn Prozent der Erkrankungen (Deutsche Krebshilfe). Wie bei den meisten Krebsarten sind auch beim Brustkrebs die konkreten Ursachen nicht bekannt. Einige Gewohnheiten und Lebensumstände haben sich allerdings als Risikofaktoren erwiesen. Vornean stehen die üblichen Verdächtigen: Rauchen ist der wichtigste vermeidbare Risikofaktor. Daneben spielt die Ernährung eine Rolle, Übergewichtige bekommen häufiger Brustkrebs als schlanke Frauen. Experten erklären, dass im Fettgewebe Hormone gebildet werden, die den Östrogenspiegel ansteigen lassen. Das Fett scheint allgemein eine unheilvolle Rolle zu spielen: Eine Ernährung mit vielen tierischen Fetten dürfte das Risiko erhöhen. Das mag die sehr viel geringere Brustkrebshäufigkeit in asiatischen Ländern erklären.


Zu den Risikofaktoren zählen andauernde Situationen hormonellen Ungleichgewichts - insbesondere Hormontherapien, die wiederum mit der sogenannten mammographischen Dichte der Brustdrüse zu tun haben: Frauen mit viel Drüsen- und Bindegewebe in der Brust haben ein erhöhtes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Einfluss auf die Entstehung von Brustkrebs haben die Umstände von Menstruation und Wechseljahren, auch die Anzahl der Kinder, in welchem Alter sie geboren, ob und wie lange sie gestillt wurden. Jeder Grundlage entbehren dagegen laut deutscher Krebsgesellschaft die hartnäckigen Gerüchte, Schwangerschaftsabbrüche, enge BHs und Deodorants seien am Entstehen von Brustkrebs beteiligt.



Bewusstsein rettet Leben

Rechtzeitig erkannt und behandelt, sind die meisten Brustkrebs-Erkrankungen heilbar. Obwohl heute mehr Frauen die gefürchtete Diagnose erhalten, sinkt die Zahl der Sterbefälle kontinuierlich. Es stehen ausgezeichnete Therapien zur Verfügung und jede Frau hat die Möglichkeit, sich ohne Zeitdruck für die individuell beste Behandlung zu entscheiden. Lebensrettend wirkt sich aber vor allem das gestiegene Bewusstsein für den eigenen Körper aus. Einmal im Jahr können Frauen ab 30 die Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt wahrnehmen. Von Frauen zwischen 50 und 69 wünscht sich die Ehrenpräsidentin der Deutschen Krebshilfe Prof. Dagmar Schipanski noch mehr Zuspruch zum Mammographie-Screening: „Nur jede zweite Frau nutzt  die Chance dieser Untersuchung, damit liegen die Deutschen deutlich unter dem Durchschnitt in Europa.“


Unumstritten und völlig problemlos ist die Selbstuntersuchung zu Hause, die regelmäßiger Bestandteil der Körperpflege sein sollte. Als einzige Maßnahme der Früherkennung reicht die Tastuntersuchung und Inspektion mit dem bloßen Auge nicht aus, sie kann aber wichtige Hinweise liefern.


Fünf Gründe, sofort den Arzt aufzusuchen:

  • Knoten in der Brust
  • Veränderungen der Brustwarzen
  • Änderungen der Brustgröße
  • Hautauffälligkeiten
  • Schwellungen in der Achselhöhle
Neben der Tastuntersuchung sind weitere Untersuchungen notwendig, um sicher zwischen gut- und bösartigen Veränderungen der Brust zu unterscheiden. Angewandt werden meist:


  • Ultraschall (Sonographie)

  • Röntgen der Brust (Mammographie)

  • Feinnadelbiopsie (Entnahme von Gewebe mit einer dünnen Nadel und anschließende mikroskopische Untersuchung)


Endgültige Gewissheit bringt in der Regel nur die feingewebliche (histologische) Untersuchung.

Weitere wichtige Informationen dazu finden Sie in der Pflegewelt von AXA im umfangreichen Nachschlagewerk der Krankheitsbilder unter https://pflegewelt.axa.de/Krankheitsbilder/Brustkrebs


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Verständliche Fachartikel behandeln die Erkrankungen, die heute viele Menschen belasten.  Zum Thema Brustkrebs erfahren Sie alles über gutartige und bösartige Veränderungen, über Symptome, Früherkennung und Diagnose, über die besten Heilungschancen und die Lebensqualität während der Therapie und danach. Lesen Sie das Wichtigste unter https://pflegewelt.axa.de/Krankheitsbilder/Brustkrebs

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Mit Unterstützung besser leben

Die Krebs-Diagnose ist ein Schock, „Sturz aus der Wirklichkeit“ nennen es die Psychoonkologen. Die seelische Belastung ist enorm. Selbst nach einer erfolgreichen Therapie bleibt bei Brustkrebs oft die Angst: Im Gegensatz zu vielen anderen Krebserkrankungen muss auch nach längerer Zeit noch mit einem Rückfall gerechnet werden. Eine konsequente Nachsorge ist daher besonders wichtig. Dazu ein Tipp: Die Maßnahmen zur Krebsnachsorge werden vom Rentenversicherungsträger übernommen. Genauere Informationen finden Sie hier bei der Deutschen Rentenversicherung.

Die Nachsorge betrifft nicht nur die körperlichen Untersuchungen, sondern die gesamte Lebensqualität. Ein wichtiges Ziel ist es, Ängste und Unsicherheiten abzubauen. Es ist erwiesen, dass eine stabile Psyche das Immunsystem stärkt. Was kann man selbst dazu tun? Alle Experten sind sich einig: „Werden Sie aktiv und nehmen Sie Unterstützung dabei an!“ Selbsthilfegruppen sind eine wertvolle Hilfe. Der Austausch ermutigt und gemeinsam ist es leichter, zurück zu einer aktiven Lebensgestaltung zu gelangen. Eine der größten und erfahrensten Selbsthilfeorganisationen in Deutschland ist die Frauenselbsthilfe nach Krebs FSH, die schon 1976 gegründet wurde, www.frauenselbsthilfe.de.
 

Weitere Tipps gibt der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums unter http://www.krebsinformationsdienst.de/wegweiser/adressen/selbsthilfe.php.


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