Stein auf Stein und schnell gebaut: Massivfertighaus

In Deutschland wurden im Jahr 2013 etwa 20.000 Ein- und Zweifamilienhäuser als Fertighäuser gebaut – davon nur vier Prozent in Massivbauweise. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Marktforschungsunternehmens Interconnection Consulting. Dabei haben moderne massive Fertighäuser viele Vorteile - sowohl in ihrer Qualität als auch im Design und den meisten ist ihre Bauweise gar nicht erst anzusehen. Denn die Fertigbauteile werden in der Regel speziell für jedes Bauvorhaben produziert und lassen sich deshalb flexibel an die Wünschen der Bauherren anpassen.




Ein Haus an einem Tag

Fertigbau schlägt Massivbau – auf jeden Fall, was die Bauzeit anbelangt: Der Rohbau eines Fertighauses steht in rund einer Woche, manchmal laufen die Bauarbeiten auch noch deutlich schneller. Ein Stein für Stein gemauertes Haus ist oft erst nach ein paar Monaten bereit für den weiteren Ausbau. Bei der Produktion der Wandelemente eines Fertighauses im Werk, werden oft sogar schon Fenster und Türen eingebaut. Auch Leerrohre für Elektroleitungen und Aussparungen für Sanitärinstallationen sind bereits ausgespart. Die übliche Trocknungszeit des Rohbaus entfällt ebenfalls, denn die wird den Wandelementen schon im Werk mit speziellen Trockenanlagen entzogen.


Kein Unterschied beim Wohnkomfort

Bei entsprechender Qualität bieten Fertighäuser den gleichen Wohnkomfort wie herkömmliche Massivbauten. Dazu gehören ein guter Schall- und Brandschutz sowie aufgrund der massiven Wände eine relativ große Wärmespeichermasse und damit ein angenehmes Raumklima.

Bei den meisten Massivfertigbauteilen ist Leichtbeton der Baustoff der Wahl. Das ist Beton, dem Gesteinskörnchen mit hoher Porosität zugemischt werden, etwa Bims oder Blähton. Auch zum Beispiel Poroton (Ytong) gehört zur Gruppe der Leichtbetone. Dabei ist Leichtbeton ökologischer. So wird zum Beispiel Blähton ausschließlich aus natürlichem Ton hergestellt, der sich bei hohen Temperaturen zu kleinen Kügelchen formt. Dieses Material ist dann extrem wärme- und schalldämmend, aber zugleich atmungsaktiv.

Auch erfüllen Verbundwände aus Leichtbeton meist ohne eine zusätzlich angebrachte Dämmschicht bereits die Vorgaben der aktuellen Energieeinsparverordnung. Darüber hinaus genügen sie den höchsten Brandschutzanforderungen. Liapor-Verbundwandelemente sind Wände, die aus Blähton mit einer zusätzlich integrierten Wärmedämmschicht aus Blähglas bestehen.

Ein weiterer Vorteil der vorgefertigten Wandelemente zeigt sich beim Innenausbau: Die Elemente sind schalungsglatt und müssen nicht verputzt werden.



Fertighaus aus Ziegeln

Die Vorteile des Fertigbaus mit einem klassischen Ziegelhaus kombiniert ein Haus mit vorgefertigten Elementen aus Ziegelmauerwerk. Sie werden mit einer Dämmschicht, zum Beispiel aus Polystyrol-Hartschaum, zusätzlich wärmeisoliert und anschließend verputzt. Dennert Massivhaus treibt das Prinzip der Vorfertigung dabei auf die Spitze. Die Firma baut Außen- und Innenwände bereits im Werk zu kompletten Modulen zusammen. Auf Wunsch können sogar die Einbauküche und Sanitärelemente vorab installiert werden. So steht der Rohbau manchmal schon nach einem Tag …


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