Zuschüsse und Förderungen – So sparen Sie beim Hausbau

Der Kauf einer Wohnung oder eines Hauses, sowie die umfangreiche Modernisierung ist für den Eigentümer in aller Regel ein finanzieller Kraftakt. Dennoch gibt es eine Vielzahl von meist staatlichen Fördermöglichkeiten, mit denen sich ein Teil der Kosten dämpfen lässt. Deshalb: informieren Sie sich und planen Sie vorausschauend.




Die klassische Wohnungsbauprämie

Bausparer bekommen eine staatliche Zulage von 8,8 Prozent auf ihre jährlichen Einzahlungen bis max. 512 Euro (Einzelpersonen) bzw. 1.024 Euro (Paare). Die Höchstprämie liegt im Jahr somit bei 45 bzw. 90 Euro. Es gibt eine Einkommensgrenze: Diese beträgt für Alleinstehende 25.600 Euro, für Paare 51.200 Euro. Beantragt wird die Wohnungsbauprämie mit Abschluss eines Bausparvertrags.


Das moderne Wohn-Riestern

Ebenfalls bei einem Bausparvertrag gibt es die Möglichkeit des staatlich geförderten Riester-Sparens. Wer einen Vertrag mit Riesterzertifizierung abschließt, erhält vom Staat jährlich 154 Euro Grundzulage. Dazu kommen gegebenenfalls 185 Euro für jedes vor 2008 und 300 Euro für jedes ab 2008 geborene Kind sowie Steuervergünstigungen. Um die volle Zulage zu erhalten, muss der Sparer jährlich vier Prozent seines Vorjahresbruttos einzahlen (max. 2.100 Euro). Außerdem muss das angesparte Kapital ausschließlich zum Erwerb einer selbstgenutzten Immobilie eingesetzt werden. Die Stiftung Warentest hat ermittelt, dass sich mit einer Riester-Finanzierung beim Kauf oder Bau eines Hauses leicht mehrere zehntausend Euro sparen lassen.


Unterstützung durch die KfW Bankengruppe

Die staatliche KfW-Bankengruppe (ehemals Kreditanstalt für Wiederaufbau) hat den Auftrag private Bauherren beim Bauen und Modernisieren von Wohnraum zu unterstützen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Thema Energiesparen. Dazu bietet die KfW eine Vielzahl von Programmen. Gefördert wird zum einen durch langfristige zinsvergünstigte Darlehen und Tilgungszuschüsse. Aber auch direkte Zuschüsse sind möglich. Der Bauherr beantragt bei seiner Hausbank die Darlehensvarianten, Investitionszuschüsse werden direkt bei der KfW Bank beantragt. Mehr Informationen erhalten Sie auf www.kfw.de


BAFA-Förderung bei erneuerbarer Energie

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ist vom Bundesumweltministerium dazu beauftrag Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien in Bestandsimmobilien zu fördern. Für den Einbau von Solarwärmeanlagen, Wärmepumpen und Pelletheizungen gibt es direkte Zuschüsse. Informationen und Förderanträge finden Sie auf www.bafa.de. Der Bauherr muss die Anträge direkt beim BAFA einreichen. Das Amt fördert außerdem eine Energieberatung vor Ort mit bis zu 400 Euro. Den Antrag dafür muss der Energieberater stellen. BAFA- und KfW-Förderungen sind teilweise kombinierbar.


Fördermöglichkeit: Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Mit dem EEG fördert die Bundesregierung die Nutzung erneuerbarer Energien zur Stromerzeugung. Wenn Sie mit einer Photovoltaik- oder Windenergieanlage selbst Strom erzeugen, erhalten Sie dafür eine Einspeisevergütung vom örtlichen Energieversorger. Dort müssen Sie auch den Förderantrag stellen. Wie hoch die Vergütung ausfällt, richtet sich nach der Leistung der Anlage und danach, ob man den Strom ins Netz einspeist oder selbst verbraucht. Mehr Informationen über die Fördermöglichkeiten nach dem EEG erhalten Sie bei Ihrem Energieversorger.


Günstige Tarife der Energieversorger

Die Energieversorger waren lange Zeit verpflichtet, Nutzern von Wärmepumpen einen speziellen, günstigeren Stromtarif anzubieten, denn wer eine Wärmepumpe betreibt, verbraucht in der Regel mehr Strom. Seit 2007 ist dies zwar hinfällig, einige Energieversorgungsunternehmen bieten Wärmepumpennutzer aber weiterhin vergünstigte Tarife. Auskunft darüber erhalten Sie beim örtlichen Energieversorger. Eine Vergleichsfunktion verschiedener Anbieter liefert das unabhängige Verbraucherportal www.verivox.de/waermepumpenstrom


Abzug beim Finanzamt

Auch der Fiskus bietet finanzielle Erleichterungen beim Bauen und Modernisieren. Bis zu 20 Prozent vom Arbeitslohn auf einer Handwerkerrechnung können von der Steuerschuld abgezogen werden, max. aber 1.200 Euro. Weitere Informationen bieten Steuerberater oder der Lohnsteuerhilfeverein.


Zuschüsse von Ländern und Gemeinden

Auch Länder und Gemeinden gewähren Zuschüsse zum Bauen und Sanieren von Immobilien. Auskunft darüber, welche regionalen Fördermöglichkeiten es gibt, erhalten Sie bei Banken und Bausparkassen. Auch eine Anfrage bei der Gemeindeverwaltung lohnt sich. www.foerderdata.de liefert einen Überblick über lokale und überregionale Fördertöpfe.

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