Strom sparen – einfach und gut für die Geldbörse!

Ressourcenknappheit. Energiewende. Klimaschutz. Stromfresser. All diese Begriffe hört man immer öfter – aber was steckt da eigentlich dahinter? Was kann jeder persönlich für die Umwelt und für seine eigene Geldbörse tun?

Wie vieles andere, wird auch der Strom immer teuer. Wissen Sie eigentlich, wie viel Strom Sie verbrauchen und was er kostet? Schauen wir einfach mal in einen normalen, deutschen Haushalt – AXA zeigt Ihnen die größten Stromfresser und wie Sie gezielt – und oft schon mit kleinen Änderungen – einiges an Strom und damit bares Geld sparen können.




Wer produziert Strom – und mit welchen Methoden?

Deutschland produziert Strom am laufenden Band. 2012 wurden in Deutschland insgesamt 617,6 Milliarden kWh (Kilowattstunden) Strom erzeugt, davon wurden 16,8 Milliarden kWh exportiert. Mit fast 26% wurde aus Braunkohle der meiste Strom gewonnen. Dank der langsam anrollenden Energiewende lag der Anteil der erneuerbaren Energien bei 22% – diese Entwicklung ist enorm wichtig, denn Braunkohle – und andere Ressourcen, wie zum Beispiel Steinkohle, die mit 19,1% der Stromerzeugung auf dem dritten Platz steht – werden bald nicht mehr in ausreichendem Maße verfügbar sein. Die rückläufige Kernenergie liegt bei 16,1% der Gesamt-Stromproduktion, die aus Gaskraftwerken bei 11,3%.


Wie hoch ist der Stromverbrauch und wie hoch die Kosten?

Fast die Hälfte (46%) wird von industriellen Großbetrieben verbraucht. Die rund 40 Millionen Privathaushalte Deutschlands sind für 26% des Stromverbrauchs verantwortlich. Geht man von einem durchschnittlichen jährlichen Stromverbrauch von 3.500 kWh und durchschnittlichen Kosten von 28 Cent pro kWh aus, ergibt das jährliche Kosten für Strom von fast 1.000 Euro im Jahr. Da wäre es doch schön, wenn man an den hohen Gesamt-Stromkosten ein wenig einsparen könnte – denn 1.000 Euro im Jahr sind viel Geld ...


Die größten Stromfresser im Haushalt

Wird man gefragt, welche Haushaltsgeräte am meisten Strom verbrauchen, denkt man zuerst an den Herd oder die Waschmaschine – aber es ist ganz anders. Laut einer Studie der EnergieAgentur NRW steht an oberster Stelle der Stromfresser das private Büro zu Hause. Bürogeräte wie der PC, Drucker und auch das Telefon sind für ganze 12,9% des gesamten Stromverbrauchs im Haushalt verantwortlich! Danach kommt der Bereich TV/Audio mit satten 11,9%, gefolgt von der elektrischen Warmwasserbereitung auf Platz drei. Auf den Rängen vier bis zehn findet man den Kühlschrank (10,4%), die Beleuchtung (9,7%), das Kochen erst auf Platz sechs (mit 9%), den Wäschetrockner auf Platz sieben (6,6%), die Umwälzpumpe für die Heizung (6%), die Spülmaschine (5,1%) und erst auf dem zehnten Platz landet die Waschmaschine (4,9%).


Raum für Raum – so können Sie konkret Strom sparen

In der Küche: Sollten Sie einen alten Kühlschrank besitzen, ist es sinnvoll, diesen gegen ein neues, energieeffizientes Gerät auszutauschen. Diese Investition rechnet sich binnen kurzer Zeit. Darüber hinaus hilft es, den Kühlschrank nicht kühler als nötig zu stellen – denn jeder Grad kälter verbraucht mehr Strom. Lassen Sie die Kühlschranktüre nicht offen stehen und tauen Sie das Gefrierfach regelmäßig ab. Wenn Sie leidenschaftlich gerne kochen und sich dabei nicht aus Energiespargründen einschränken möchten, hilft auch hier ein neuer Herd mit Induktionskochflächen. Ansonsten können Sie zum Beispiel Wasser in einem Wasserkocher erhitzen – das kostet weniger Strom als am Herd. Nachdem auch der Geschirrspüler viel Strom verbraucht, sollten Sie ihn nicht halbleer betreiben. Schaffen Sie regelmäßig keine ganzen Ladungen, wäre eine Möglichkeit sich mehr Geschirr und Besteck anzuschaffen und zu  warten bis die Spülmaschine voll ist.  Ab und zu können Sie auch ein paar Teller und Gläser mit der Hand spülen – das geht schnell und spart ebenso Energie.

Im Wohnzimmer/Büro: In diesen Bereichen ist das Stromsparen ziemlich einfach. Der PC, der Fernseher, die Stereoanlage etc. verbrauchen auch im Stand-By-Modus Strom (das Gerät ist über die Fernbedienung ausgeschaltet, bleibt aber aktiv, um bei neuerlicher Betätigung der Fernbedienung gleich wieder zu starten). Besorgen Sie sich deshalb zum Beispiel Steckdosenleisten mit Schaltern zum Ausschalten oder stecken Sie die Geräte aus, wenn Sie sie nicht in Gebrauch haben. Gerade im Fernsehbereich hat sich die Technik auch in Bezug auf den Stromverbrauch in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt – neue LED-Fernseher verbrauchen nur noch einen Bruchteil des Stroms von alten Geräten. Eine Neuanschaffung macht sich auch hier bezahlt.

In den Schlafzimmern: Der größte Stromfresser ist hier die Beleuchtung. Obwohl die stromintensiven Glühlampen durch eine EU-Verordnung 2009 aus den Haushalten verbannt wurden, gibt es noch Potenzial zur Einsparung. Von den Alternativen zur Glühlampe ist die LED-Lampe derzeit die stromsparendste Variante. Also: Wenn Sie sparen möchten, dann setzen Sie auf den Austausch Ihrer Beleuchtung gegen LED-Lampen.

Im Bad: Nachdem die Warmwasserbereitung bei den Stromfressern ganz oben auf der Liste steht, sind auch hier Einsparungen möglich. Dabei hängt das aber zu einem großen Teil von Ihrer Wohnsituation ab – denn in Mietwohnungen ist es oft nicht möglich, den Durchlauferhitzer oder den Elektroboiler gegen eine energieeffiziente Gastherme oder Solaranlage zu ersetzen. Dann hilft nur eines: warmes Wasser bewusst konsumieren und nicht zu vergeuden – Duschen statt Baden, Wasserspar-Duschkopf einbauen und Durchflussbegrenzer an den Wasserhähnen montieren kann bis zu 80% Ersparnis bringen!

Im Keller: Um es kurz zu machen: Waschmaschine immer möglichst auslasten und die Wäsche aufhängen, anstatt mit dem Wäschetrockner zu trocknen – das ist doch einfach, oder? Wenn Sie das flauschige Gefühl von Wäsche aus dem Trockner nicht missen möchten, dann schleudern Sie die Wäsche vorher so gut wie möglich und nutzen den Trockner so kurz wie nötig. Und auch hier können neue, sparsame Geräte den Verbrauch um einiges senken. Alte Umwälzpumpen in Heizungen, die 24 Stunden am Tag arbeiten, verbrauchen enorm viel Strom. Moderne, geregelte Heizungspumpen sparen Strom und auch Heizkosten.


Behalten Sie die Kontrolle

Stromzähler werden in der Regel einmal eingebaut und nie wieder kontrolliert, ob sie auch richtig zählen. Wenn Sie Zweifel an der Richtigkeit haben, dann überprüfen Sie einfach den Verbrauch. Besorgen Sie sich ein Energiekostenmessgerät (sind bereits ab ca. 10 Euro im Fachhandel oder im Internet erhältlich) oder leihen Sie sich eines aus – einige Stromanbieter verleihen geprüfte Strommessgeräte sogar kostenlos (zum Beispiel www.greenpeace-energy.de). Schalten Sie alle Verbraucher im Haushalt ab, stecken Sie das Messgerät zum Beispiel bei der Waschmaschine oder dem Trockner zwischen Steckdose und Stromstecker und lesen Sie den Stromzähler ab. Lassen Sie die Maschine ein, zwei Runden laufen und vergleichen Sie danach den Verbrauch am Stromzähler und am Messgerät. Unterscheiden sich die Ergebnisse gravierend, sollten Sie sich an Ihren Stromversorger wenden. Wenn Sie noch einen Schritt weiter gehen möchten, besorgen Sie sich einen elektronischen Haushaltszähler, mit dem Sie den Verbrauch exakt nachverfolgen und gezielt verringern können.


Worauf sollten Sie beim Kauf von neuen Elektrogeräten achten?

Hierzu ein paar Tipps. Bereits seit einigen Jahren müssen z. B. Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschinen, Wäschetrockner, Geschirrspüler oder Lampen mit einem Energieetikett versehen sein – seit November 2011 auch TV-Geräte. Diese Aufkleber geben – im Rahmen einer Skala von A+++ = hervorragend bis G = sehr schlecht – Aufschluss über die Energieeffizienz des Gerätes. Darauf sollten Sie beim Kauf unbedingt achten. Auch auf weitere Labels sollten Sie Wert legen – zum Beispiel auf den blauen Engel (Umweltzeichen für Elektrowerkzeuge, Unterhaltungselektronik etc.) oder auf den Energy Star für Bürogeräte (Bildschirme etc.). Bei der Neuanschaffung lohnt sich ein Blick ins Internet – denn einige lokale Stromversorger, Städte und Gemeinden fördern die Anschaffung stromsparender Elektrogeräte! Eine Übersicht über Zuschüsse und Förderungen finden Sie hier.

Nachdem Neuanschaffungen auch den Wert des Inventars Ihrer Wohnung erhöhen, sollten Sie sich auch Gedanken über Ihre Hausratversicherung machen – und sich mit Ihrem Versicherungsprofi Ihren derzeitigen Vertrag genau unter die Lupe nehmen.

Vorteil AXA Das PLUS für Kunden von AXA

Ein neuer Fernseher, ein neuer Hightech-Kühlschrank oder neue Einrichtung – darüber freut man sich immer sehr und vergisst nur allzu leicht, dass diese Neuanschaffungen nicht nur Ihr Wohngefühl verbessern, sondern auch den Wert Ihres Hausrats verändern. Gerade bei Elektrogeräten ist eine ausreichende Versicherungs-Deckung für Überspannungsschäden besonders wichtig.
Auch Gegenstände außer Haus, also Dinge die Sie auf eine Reise mitnehmen, sind bei AXA für maximal sechs Monate bis 20.000 Euro abgesichert. Über den Hausrat-Baustein "Unterwegs" sogar zeitlich unbefristet!

Informieren Sie sich gleich hier über die Produkte der BOXflex Hausratversicherung von AXA:

Tipp: Damit Sie im Schadensfall Ihre liebgewordene Einrichtung auch zu 100% entschädigt bekommen, verzichtet AXA im Versicherungsfall auf die sogenannte Anrechnung einer Unterversicherung. Voraussetzung hierfür ist lediglich die richtige Angabe Ihrer Wohnfläche. Zudem bekommen Sie Ihren beschädigten Hausrat grundsätzlich zum Neuwert ersetzt und das je Versicherungsfall bis zu 1 Mio. Euro!

Nutzen Sie auch die Service-App Haus & Wohnen von AXA: Ihr Smartphone hilft Ihnen jetzt auch, Ihre Wohnung oder Ihr Haus sicherer zu machen und, wenn dann doch mal was passiert, finden Sie hilfreiche Funktionen und Hinweise vom Notruf bis zur mobilen Schadenmeldung.

Mehr über die Vorteile diese Service-App erfahren Sie in diesem Artikel.


Wer kann Sie kompetent rund um Strom und Energie beraten?

Über stromsparende Elektrogeräte können Sie sich im Fachhandel informieren. Eine tiefergehende Beratung über Einsparpotenzial, das über die Neuanschaffung von Waschmaschinen & Co hinausgeht, empfiehlt sich eine Beratung durch die Verbraucherzentrale Energieberatung – www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.
Sie sollten sich auch in regelmäßigen Abständen über die aktuellen Strompreise informieren (zum Beispiel bei Strompreisportalen im Internet) und gegebenenfalls mit Ihrem Anbieter Ihren Vertrag neu verhandeln oder den Anbieter wechseln – das kann viel Geld sparen ...
 
Denken Sie beim Stromsparen auch an die Umwelt – denn wer viel Strom verbraucht, schadet nicht nur seiner Geldbörse, sondern auch der Umwelt. Die Umwelt leidet nach wie vor unter der belastenden Erzeugung von Strom aus fossilen Brennstoffen und in Atomkraftwerken.



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