Feuer-Alarm – Rauchmelder können im Ernstfall Leben retten

Mit Checkliste zum Download

Alle zwei Minuten entwickelt sich irgendwo in Deutschland ein Brand, 80 Prozent davon in Privathaushalten. In den meisten Fällen ist nicht die oft erwähnte menschliche Fahrlässigkeit Schuld: Immer öfter legt technisches Versagen heimlich Feuer. Ist das Feuer erst mal ausgebrochen, gibt es in den meisten Fällen wenig Hoffnung, das Inventar und die Wertgegenstände zu retten. Doch all dies ist ersetzbar – das eigene Leben nicht!



Von den ungefähr 500 Personen, die jährlich bei Bränden ums Leben kommen, sterben ca. 70 Prozent im Schlaf. In 90 Prozent dieser Fälle erliegen die Menschen nicht den Brandverletzungen, sondern einer Rauchgasvergiftung. Daher ist es nicht nur wichtig, Rauchmelder in der Wohnung zu installieren – es ist mittlerweile in den meisten deutschen Bundesländern sogar gesetzliche Pflicht für alle Neu- und Umbauten!

„Gegen 0.30 Uhr breiteten sich Flammen in der Küche aus und griffen dann auf die gesamte Wohnung über.“ Hinter den kurzen Meldungen am Rande der anderen Nachrichten verbergen sich wahre Albträume. Täglich ist davon zu lesen: Etwa 200.000 Brände müssen die Feuerwehren jedes Jahr löschen, 80 Prozent davon entstehen in Privathaushalten. Wer „Glück im Unglück“ hat, kommt mit dem Verlust von Sachwerten davon. Die Ursachen verheerenden Feuers gehören leider zum Alltag.

Erst neulich geschah es im Bekanntenkreis: Die Dunstabzugshaube in der Küche hatte einige Wochen zuvor die Sicherung herausfliegen lassen. Dann schien wieder alles in Ordnung bis zu der Nacht, als der beißende Qualm eines Fettbrandes im Filter der Dunstabzugshaube die alleinstehende Siebzigerin gerade noch rechtzeitig weckte.
„Das kann mir nicht passieren!“, ist die häufige Reaktion. So schön es ist, sich sicher zu fühlen – so riskant kann es sein. Die meisten Brandopfer werden im Schlaf überrascht und im Gegensatz zur landläufigen Fehleinschätzung „Wenn es brennt, habe ich ausreichend Zeit, die Wohnung zu verlassen.“ bleiben nur etwa vier Minuten zur Flucht. (Quelle: Berliner Feuerwehr)




Bleiben Sie wachsam!

Der Komfort des modernen Lebens bringt auch neue Risiken mit sich. Morgens weckt das Radio automatisch, der programmierbare Herd bereitet das Essen auch in Abwesenheit seiner Besitzer zu. Wir sind von zahllosen elektrischen Geräten umgeben, die mittlerweile zu den wesentlichen Gefahrenquellen gehören. Technische Defekte zählen heute zu den häufigsten, vor allem aber zu den tückischsten Brandursachen, weil sie meist Schwelbrände auslösen, die erst spät entdeckt werden. Wer rechnet schon damit, dass der Antriebsriemen im Trockner reißt, die Trommel daraufhin still steht und die heiße Luft die Wäsche entzündet?


Also die Elektrik im Auge behalten – sechs wichtige Vorsichtsregeln

1. Lassen Sie Elektrogeräte nicht unbeaufsichtigt arbeiten, auch nicht im Stand by-Modus.
2. Benutzen Sie nur geprüfte Geräte (mit VDE, CE-, TÜV oder GS-Zeichen).
3. Beachten Sie die Sicherheitshinweise (wie z.B. Leistungsgrenzen von Mehrfachsteckdosen).
4. Nehmen Sie Warnsignale ernst: Ungewohnte Geräusche und Gerüche kündigen Defekte an, und wenn erst einmal die Sicherung Überlastung oder Kurzschluss meldet, besteht unmittelbare Gefahr.
5. Für Reparaturen ist ausschließlich der Fachbetrieb zuständig.
6. Ein neues Gerät ist immer günstiger als ein Schadenfall.


Oft vergessen – bis es brennt: Unterschätzte Gefahrenquellen

Nicht nur zur Weihnachtszeit melden Feuerwehren immer wieder die gleichen kleinen Unachtsamkeiten als Ursachen von Wohnungsbränden:

  • Brandherd Nr.1 ist die Küche, und dort das Fett: Immer wieder führen Löschversuche mit Wasser zu einer Fettexplosion und damit zu einer rasanten Ausbreitung des Feuers. Wenn es auf dem Herd zu qualmen oder zu brennen beginnt, gibt es nur eines: Topf oder Pfanne mit dem Deckel oder einer Löschdecke luftdicht abschließen.
  • Lichterkette setzt Wohnhaus in Brand.” Elektrische Weihnachtsbeleuchtung und andere Leuchtdekorationen aus der Steckdose sind keinesfalls ungefährlich. In einem Test des TÜV Rheinland wies beispielsweise jede zweite Lichterkette erhebliche Sicherheitsmängel auf. Auch elektrische Kerzen dürfen deshalb nicht unbeaufsichtigt brennen.
  • Ein harmloses Deospray kann sich in einen gefährlichen Sprengkörper verwandeln, denn selbst in entleertem Zustand besitzen Spraydosen unter Wärmeeinwirkung noch hochexplosives Potential. Unabhängig von ihrem Inhalt gehören sie also weder in die Nähe von Heizkörpern noch an sonnige Plätze.
Plus von AXA Das PLUS für Kunden von AXA

Auch im Fall eines Brandes bieten wir Ihnen eine Fülle von Leistungen. Zum Beispiel mit der BOXflex Hausratversicherung von AXA, die sogar bei “grober Fahrlässigkeit” Schäden ersetzt. Grobe Fahrlässigkeit kann schon eine offene Pfanne darstellen, die über längere Zeit unbeaufsichtigt auf dem Herd erhitzt wird. Dadurch kann plötzlich die Küche in Flammen stehen.

Ein weiterer Vorteil: Wird zum Beispiel durch einen Brand ein älteres Elektrogerät (Waschmaschine oder ähnliches) zerstört, und das entsprechende Gerät ist nicht mehr lieferbar, dann übernimmt die BOXflex Hausratversicherung von AXA die Mehrkosten für die Anschaffung eines vergleichbaren neuen Geräts – nicht nur den Zeitwert des alten. Bei Abschluß des Hausrat-Bausteines "Premium" übernimmt AXA sogar die Kosten für eine höhere Energie- oder Effizienzklasse.

AXA leistet auch im Bereich der BOXflex Wohngebäudeversicherung mehr: Brennt zum Beispiel die Heizungsanlage ab, und es muss eine neue installiert werden, wird auch hier die modernere Technik bezahlt.

Hier finden Sie mehr über die Leistungen der BOXflex Wohngebäudeversicherung von AXA und über die Leistungen der BOXflex Hausratversicherung von AXA.

Bei AXA genießen Sie zusätzlich noch den schadenservice360° Haus, der Ihnen besonders schnell und unbürokratisch weiterhilft und über wichtige Präventionsmaßnahmen informiert. 
  • So koordiniert AXA z.B. alle Dienstleister nach Terminabsprache mit Ihnen.
  • Sie müssen nicht in Vorleistung gehen, das regelt AXA für Sie
  • AXA arbeitet nur mit Dienstleistern zusammen, die dem hohen Qualitätsanspruch von AXA entsprechen
Mehr über den schadenservice360° Haus erfahren Sie hier. Entdecken Sie die Gefahren im eigenen Haus! Nutzen Sie unsere Präventionstipps im „virtuellen Haus“ zu Gefahrenstellen und Sicherheitsmaßnahmen. Informieren Sie sich und machen Sie Ihr Zuhause sicherer.  


Lebensretter im Haus

50.000-mal wahrscheinlicher als der Millionengewinn im Lotto ist ein Brand in den eigenen vier Wänden. Rauchmelder und Feuerlöscher im Haus sind daher keine übertriebenen Vorsichtsmaßnahmen, sondern sollten zum Standard der Lebensqualität gehören.

Nur sieben Prozent der deutschen Haushalte sind mit Rauchmeldern ausgestattet, in Großbritannien und Schweden sind es 75 bzw. 70 Prozent. In den USA sind Rauchmelder schon seit den 1970er Jahren Pflicht, und das mit Erfolg: Die Anzahl der Todesopfer bei Haus- und Wohnungsbränden hat sich um 40 Prozent verringert.

In Deutschland sind Rauchmelder mittlerweile auch zwingend vorgeschrieben. Nachdem die Gesetze zur Rauchmelderpflicht in den Bauordnungen der jeweiligen Bundesländer festgelegt sind, gibt es zurzeit noch keine einheitliche Regelung für ganz Deutschland. Die meisten Bundesländer haben allerdings die Wichtigkeit von Rauchmeldern schon erkannt und gehandelt. In den Bundesländern Bayern, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen müssen alle Neu- und Umbauten mit Rauchmeldern ausgestattet werden – für die Nachrüstung in bestehenden Wohnungen gelten unterschiedliche Fristen. In den restlichen Bundesländern (Sachen-Anhalt, Berlin, Brandenburg, Baden-Württemberg) werden gesetzliche Regelungen diskutiert, bzw. sind in Planung.

Wie es in Ihrem Bundesland mit der Nachrüstfrist aussieht, erfahren Sie zum Beispiel hier in der Rauchmelderpflicht.
Schon in Ihrem eigenen Interesse sollten Sie Ihre Wohnung (sofern Sie noch keine Rauchmelder haben) mit Rauchmeldern ausstatten. Schon für wenig Geld lässt sich ein zuverlässiges Gerät der Produktnorm DIN EN 14604 mit VdS-Prüfzeichen installieren. Informationen dazu geben die örtlichen Feuerwehren, aber auch z.B. die Stiftung Warentest unter www.test.de. Worauf Sie darüber hinaus noch beim Kauf, der Montage und beim Betrieb von Rauchmeldern achten sollten, haben wir für Sie in eine hilfreiche Checkliste gepackt.

Checkliste Rauchmelder (PDF, 249 KB)
Eine Selbstverständlichkeit sollte auch der handliche rote Lebensretter sein: 90 Prozent aller Brände könnten bei geringem Schaden rechtzeitig gelöscht werden, wenn der angemessene Feuerlöscher griffbereit und funktionstüchtig bereit steht. Achten Sie beim Kauf in jedem Fall auf die Qualitätsnorm DIN EN3. Weitere Informationen geben die Feuerwehren, gute Tipps finden Sie auch beim Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung unter www.ifs-kiel.de.

Weitere nützliche Infos:
Zu Rauchmeldern, wie z.B, zur Situation in Ihrem Bundesland, zur Funktionsweise, zur Installation und Kaufempfehlungen finden Sie unter: www.rauchmelder.de und www.rauchmelder-experten.de.

Der Sicherheitsexperte ABUS bietet für kleine Hausbrände eine intuitiv nutzbare Brandschutzlösung – Feuerlöschsprays – der Lebensretter aus der Sprühdose oder nutzen Sie weitere Brandschutzprodukte von unserem Partner Feuerlöscher-Welt.

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