Sagen Sie „Nein!“ zur Hausstauballergie

Die Hausstaubmilbe gehört zu den ständigen Begleitern des Menschen. Ihr Lebensraum sind Polster, Matratzen, Bettdecken und Kissen. Die ca. nur 0,1 bis 0,5 mm großen, weißen Tierchen ernähren sich von abgefallenen Hautschuppen. In einem Bett tummeln sich bis zu 10.000 Hausstaubmilben und sind verantwortlich für Allergien.




Niesattacken können ein Hinweis sein!

Hausstaubmilben, aber vor allem ihr Kot, die Eier und abgestorbene Milben verursachen bei Allergikern Beschwerden. Denn das sind neben Blütenpollen die meistverbreiteten Allergene, das heißt Allergieauslöser.


Das trügerische am Befall mit Hausstaubmilben: Es verläuft sang- und klanglos. Der Milbenkot trocknet aus, zerfällt und vermischt sich mit dem Hausstaub. Prinzipiell liegt die Zahl an Hausstaubmilben etwa bei 100 bis 500 Tieren pro Gramm Staub. Ein Teelöffel voll Schlafzimmerstaub enthält im Schnitt fast 1000 Milben und 250.000 winzigster Kotkügelchen. Wird beim Putzen und Bettenmachen dann die Bettdecke im Zimmer aufgeschüttelt und der feine Staub aufgewirbelt, reagieren empfindliche Menschen mit Niesattacken. Hinzu können eine verstopfte Nase, Husten, aber auch Juckreiz kommen.

Besonders gern halten sich die Milben an warmen Plätzen mit einer Luftfeuchtigkeit von 65 bis 85 Prozent auf, denn dort fühlen sie sich wohl. Anders gesagt: Milben teilen mit den Menschen das Bett. Deshalb kommt es vor allem nachts oder beim Aufstehen zu den Allergieanzeichen. Aber es gibt Abhilfe. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund hat einige Tipps parat, die die Verbreitung der Milben eindämmen und die allergischen Symptome mildern können:


Sonnenlicht ist Ihr Verbündeter

Hausstaubmilben reagieren empfindlich auf Sonnenlicht! Machen Sie sich das zu Nutze und lüften Sie an sonnigen Tagen Bettwäsche, Wolldecken, Teppiche und wenn möglich auch Matratzen im Freien aus. Mit Schütteln und Ausklopfen entfernen Sie außerdem alten Staub und Milbenkot. Kälte hat einen ähnlichen Effekt. Draußen lüften und anschließend Decken und Laken im Schnee ausklopfen – solche Kälteschocks mögen Milben gar nicht.


Machen Sie Milben das Leben schwer

  • Keine großen Staubfänger im Schlafzimmer, wie Bücherregale, Teppichboden, Pflanzen oder großflächige Gardinen
  • Keine Haustiere im Bett oder daneben
  • Nicht im Schlafzimmer aus- und anziehen. Die dabei verteilten Hautschuppen dienen Hausstaubmilben als willkommene Nahrung
  • Keine Stoff- oder Polstermöbel. Geeigneter sind Holz- und Ledermöbel, die Milben keinen Lebensraum bieten und die Sie feucht abwischen können. Außerdem ist es ratsam glatte Oberflächen öfters feucht abzuwischen, denn das verhindert starke Staubaufwirbelungen
  • Kuscheltiere der Kinder können auch von Hausstaubmilben besiedelt sein. Zum Vertreiben Teddy & Co. einfach eine Weile in die Tiefkühltruhe legen
  • Sorgen Sie für optimale Schlafbedingungen. Die Temperatur sollte zwischen 14 und 20 °C betragen, bei einer Luftfeuchtigkeit von maximal 50 Prozent. Lüften Sie die Schlafräume regelmäßig
Da Hausstaubmilben wegen der feuchteren Luft lieber im Flachland leben, bietet sich für starke Allergiker ein Urlaub in mindestens 1.200 Meter Höhe an.


Reinigen Sie den Boden gründlich

Da sich Milben meist sehr tief im Gewebe niederlassen und sich mit Krallen und Widerhaken auch gut festhalten können, hilft einfaches Staubsaugen bei Teppichen nicht sie komplett zu entfernen. Trotzdem sollte mindestens einmal in der Woche Staubsaugen Pflicht sein – am besten mit einem Staubsauger, der einen Feinstaubfilter hat. Das verringert wenigstens die Belastung. Auch glatte Böden haben ihre Tücken. Sie sind für Allergiker nur dann geeignet, wenn sie beinahe täglich gereinigt werden, denn hier wird der Staub leichter aufgewirbelt und verteilt.


Matratze öfter wechseln

Die Matratze ist der bevorzugte Wohnraum für Milden, da sie hier ein ideales feuchtwarmes Klima vorfinden. Deshalb ist es wichtig, Matratzen alle fünf bis sechs Jahre auszutauschen. Außerdem sollten sie regelmäßig abgesaugt und oft gelüftet werden. Es gibt auch milben- und allergendichte Überzüge, sogenannte Encasings, die Ihre Liegestätte schützen. Ein weiterer Tipp: Legen Sie die Matratze nicht auf eine geschlossene Fläche, sondern stets auf einen Lattenrost. Das erleichtert das Auslüften, denn die Faustregel besagt, je luftiger, desto unbequemer für die Milben.


Luft an die Bettbezüge bringen

Um Milben und ihre unsichtbaren Reste loszuwerden sollten Sie Bettwäsche, Bettbezüge und Decken regelmäßig bei mindestens 60 °C waschen. Ganz sicher gehen Sie mit dem Kochwaschgang. Ebenso wichtig: schütteln Sie das Bettzeug wenn möglich täglich am offenen Fenster aus oder lüften Sie Kissen und Decken an der frischen Luft. Nur das bringt das von den Milben bevorzugte Klima durcheinander. Außerdem sorgen antiallergene Zwischenbezüge für ein milbenfreieres Bettzeug.

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