Schimmelalarm in deutschen Wohnungen



Das Thema ist vielen nicht neu, aber die alarmierenden Nachrichten sind es: Jeder sechste Deutsche lebt laut Studien wie der von immowelt.de in einer Wohnung mit Schimmelbefall. In 17 Prozent der Fälle ist mindestens ein Raum von Schimmel befallen, in 55 Prozent der Fälle ist das Badezimmer betroffen und in 38 Prozent der Fälle das Schlafzimmer. Und gerade hier verbringen wir im Schnitt die meiste Zeit des Tages bzw. der Nacht. Einer der Gründe dafür: Neue oder renovierte Häuser werden immer luftdichter gebaut. So wird der natürliche Luftaustausch verhindert. Die Folge: Eine erhöhte Feuchtigkeit in den Räumen öffnet dem Pilzbefall Tür und Tor. Was hilft? Richtiges Lüften und Heizen sind hier der Schlüssel für sorgenfreies Wohnen.

Schlechte Luft, muffiger Geruch oder Flecken an den Wänden – das sind erste Anzeichen für einen möglichen Schimmelpilzbefall in Wohnräumen. Manchmal ist der Pilz aber auch gar nicht zu sehen, er versteckt sich in den Wänden oder hinter zu dicht daran abgestellten Möbeln. Dennoch verteilt er unsichtbare Sporen zu seiner Vermehrung in der Raumluft – je heftiger der Befall, desto mehr. Diese Sporen sind im Normalfall überall zu finden – sie fliegen in der Umgebung umher – und sind in geringen Konzentrationen völlig unbedenklich.

Doch bei hohem Aufkommen und besonders innerhalb geschlossener Räume können zu viele Schimmelsporen in der Luft die Gesundheit beeinträchtigen: Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Schleimhautreizungen, Seh- oder Atemprobleme, Halskratzen, Augenbrennen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Gelenk- oder Magen-Darmbeschwerden und andere Symptome können auftreten. Es ist aber nicht immer leicht, den Zusammenhang solcher Beschwerden mit einem Pilzbefall herzustellen oder nachzuweisen.


Pilze lieben Feuchtigkeit

Schimmelpilze sind anspruchslos und brauchen nicht viel zum Gedeihen. In erster Linie lieben sie Feuchtigkeit. Wasser in Wänden – z.B. durch einen Wasserrohrbruch, einen Baufehler oder durch Kältebrücken verursacht – oder über längere Zeit zu feuchte Raumluft sind ideal für sein Wachstum.

Deshalb sollte man vor allem für trockene und ausreichend warme Luft in der Wohnung sorgen. Das ist übrigens ganz besonders wichtig in Neubauten, wo noch viel Feuchtigkeit in Wänden oder Estrich stecken kann. Die Luftfeuchtigkeit sollte idealerweise grundsätzlich unter 60 Prozent liegen. Da warme Luft gut den feinen Wasserdampf bindet, sind Temperaturen zwischen 19 und 20 Grad empfehlenswert. Auch im Winter.

Tipp: Achten Sie darauf, dass die verschiedenen Zimmer nicht mehr als 5 Grad Temperaturunterschied untereinander haben und halten Sie die Türen zu kühleren Räumen geschlossen. Die Feuchtigkeit schlägt sich sonst leicht als Kondenzwasser an den kühlen Wänden nieder, ein Paradies für Sporen und Pilze. Hilfreich sind hier Thermo- und Hygrometer im Zimmer, die genau über die entsprechenden Werte informieren.

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Ein Wasserschaden kann immer einmal auftreten und dann sehr unerfreuliche Folgen haben. Da ist es gut zu wissen, das man gut abgesichert ist. Hier bietet AXA Ihnen Unterstützung: Mit der BOXflex Hausratversicherung von AXA ist Ihr Hausrat gegen Schäden durch Leitungswasser gut versichert. Bei Schimmelbildung an Decken, Wänden und Fußböden, verursacht durch eine gebrochene Wasserleitung, sind Sie mit der BOXflex Wohngebäudeversicherung von AXA ebenfalls umfangreich abgesichert.

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Lüften, lüften, lüften – aber richtig!

Vor allem durchs Duschen, Baden, Kochen, Putzen, Blumen gießen oder den Trockner kommt erhöhte Feuchtigkeit in die Wohnung, und über den Atem und die Haut des Menschen – je nach Tätigkeit ein bis zwei Liter am Tag. Deshalb ist neben ausreichender Heizung regelmäßiges Lüften das Rezept Nummer eins gegen Feuchtigkeit und Schimmel.


So lüften Sie richtig: Mehrmals (drei bis fünf Mal) täglich – auch bei kaltem oder regnerischem Wetter – die Fenster und Türen ganz aufmachen. Am besten sorgen Sie richtig für Durchzug. Die Raumluft muss einmal komplett ausgetauscht werden. Das dauert etwa fünf bis zehn Minuten. (Sollten Sie mehrere Tage nicht im Haus sein, lassen Sie alle Zimmertüren geöffnet, damit sich die Luft nicht staut.)

Auf keinen Fall sollten Fenster über längere Zeit gekippt bleiben. So werden die Räume zum einen gar nicht vollständig gelüftet, zum anderen aber kühlen die Wände aus und sind dann für die unerwünschte Kondenzfeuchte empfänglich.


Was tun, wenn der Schimmel da ist?

Experten raten: Sofort entfernen! Am leichtesten und bei geringem Auftreten geht es mit 5%iger Sodalösung, 80%igem Alkohol oder dem guten alten Spiritus: Die betroffenen Stellen gründlich abwaschen. Dabei lüften und Augen- und Hautschutz tragen. Danach feucht wischen. Allergiker sollten diese Arbeit übrigens nicht selbst verrichten. Nun immer genügend heizen und lüften, lüften, lüften – aber richtig.

Ist der Befall stark, müssen eventuell weitere Maßnahmen wie Tapetenwechsel, neuer Putz oder sogar die Beseitigung von Bauschäden wie z.B. einer falschen Dämmung vorgenommen werden. Hier sind dann meist Fachleute gefragt. Das Beste aber ist wohl: Es gar nicht so weit kommen lassen!

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