Seniorengerechter Umbau: Selbstbestimmt leben und wohnen bis ins hohe Alter!

Schon in etwa 20 Jahren sollen in Deutschland rund 24 Millionen Menschen älter als 65 Jahre sein – 40 Prozent mehr als heute. Das ergab die Studie “Wohnen 65plus”, die 2013 von mehreren deutschen Verbänden in Auftrag gegeben wurde. Grund genug für Bauherren, Haus- oder Wohnungsbesitzer, sich Gedanken über eine seniorengerechte Ausstattung zu machen. Denn diese Art zu bauen wird neben der energetischen Gebäudesanierung ein prägendes Thema in den kommenden Jahrzehnten sein. Nur rund ein Prozent aller Wohnungen in Deutschland sind entsprechend gestaltet, ermittelte der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. schon 2009. Und nur etwa fünf Prozent der heutigen Senioren leben in einem barrierearmen Zuhause.



Dabei möchten die meisten Menschen am liebsten in ihren eigenen vier Wänden alt werden. Das bedeutet: Je mehr und schneller entsprechende Wohnungen zur Verfügung stehen, je früher man den seniorengerechten Umbau der eigenen vier Wände plant und umsetzt, desto besser! Was Sie dabei bedenken sollten? Wir haben Ihnen die wichtigsten Informationen zusammengetragen.




Was bedeutet altersgerecht bauen?

Experten aus Immobilien-, Banken- und Investitionsbranchen sehen einen großen Zukunftsmarkt in Wohnungen und Häusern speziell für Senioren. Am einfachsten ist altersgerechte Barrierefreiheit zunächst bei einem Neubau zu integrieren. Planen Sie gemeinsam mit Ihrem Architekten, wie Ihr Haus oder Ihre Wohnung aussehen müssen, damit Sie möglichst lange und gut ohne fremde Hilfe und selbstbestimmt dort leben können. Den entstehenden Komfort können Sie entweder jetzt schon genießen oder bei entsprechender Planung bereits beim Bau die Voraussetzungen für einen späteren seniorengerechten und günstigen Umbau schaffen. Dabei sollten Sie bedenken, dass Sie mit steigendem Alter nicht mehr so gut sehen und hören und Sie auch weniger mobil und beweglich sein werden.


Deshalb sollten alle Zugänge in die Wohn- und Nutzräume ohne Stufen oder Schwellen auskommen, die Räume selbst müssen ausreichend groß und alle Fenster, Türen und auch Möbel frei zugänglich sein. Zudem brauchen Küche und Bad eine gesonderte Ausstattung. So erhalten Sie die Praktikabilität im Alltag aufrecht und vermeiden unter anderem die Gefahr der im Alter so häufigen und gefährlichen Stürze. Alles Dinge, die Sie auch als Mieter beim Begehen einer Wohnung in Augenschein nehmen können.

Hier eine kleine Liste der Dinge, auf die Sie besonders achten sollten:



Küche

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Optimal sind 1,20 Meter Bewegungsfläche vor allen Geräten und Einbauten und möglichst kurze Wege – auch zum Esstisch.

Bad und WC

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Wichtig sind genügend Bewegungsspielraum und z.B. genügend Haltegriffe, ein flacher Waschtisch mit unterfahrbarem Becken, Mischarmaturen mit einem Hebel und eine bodengleiche Dusche oder seniorengerechte Badewanne als Ausstattung.

Stufen und Türschwellen

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...sollten aus dem gesamten Zugangs- und Wohnbereich verbannt werden oder mit Rampen versehen sein. Auch beim Zutritt zu Balkon oder Terrasse. Hier können Sie eventuell vorhandene Beläge entsprechend erhöhen.

Türen und Durchgänge

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...sollten idealerweise eine Breite von ca. 90 Zentimeter aufweisen.

Gänge und Flure

Treppen

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...sollten generell breit genug angelegt sein und zudem Platz für einen Treppenlift bieten.

Fenster

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...sind mit intelligenter Haustechnik, z.B. mit Fernbedienung und automatischer Öffnung, perfekt ausgestattet

Beleuchtung

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...ist vor allem im Außenbereich, im Flur und auf Treppen besonders wichtig: Alles sollte gut ausgeleuchtet sein. Achten Sie auf genügend zusätzliche Steckdosen und Elektroanschlüsse für mehr Licht im ganzen Wohnbereich.

(Zu)Wege und KFZ-Stellplätze

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...sollten altersgerecht gestaltet sein

Wenn sich bereits ein älterer, gehbehinderter Mensch in Ihrem Haushalt befindet, sind noch viele weitere Maßnahmen vom Einbau von Haltegriffen, Badewannen mit Fronteinstieg, Rampen, Geländern, Hebebühnen, bis zur Planung eines Behindertenaufzugs denkbar.


Vorteil AXA Das PLUS für Kunden von AXA

Denken Sie an eine zuverlässige Versicherung Ihrer neu gestalteten Räume

Sie haben viel Geld und Mühe in den altersgerechten Umbau Ihres Hauses investiert. Deshalb sollten Sie daran denken, den neu gestalteten Wohnraum gut zu versichern. Mit der Wohngebäudeversicherung von AXA sorgen Sie für den langen und dauerhaften Erhalt Ihres Zuhauses: AXA sichert Eigenheime, Ein- und Zweifamilienhäuser, umfassend und zuverlässig gegen die finanziellen Folgen von Feuer-, Sturm-, Leitungswasser- und Hagelschäden. Über den Baustein Sorglos sind in der Wohngebäudeversicherung von AXA auch Mehrkosten für den alters-/behindertengerechten Wiederaufbau mitversichert.

Unser Tipp: Prüfen Sie auch, ob Ihre Hausratversicherung die altersgerechte Innenausstattung mit einschließt oder ob sie gegebenenfalls angepasst werden muss. Abgesehen von Ärger und Aufregung kann es vor allem finanzielle Folgen haben, wenn Ihr Eigentum beschädigt werden sollte. Deshalb ist eine Hausratversicherung unverzichtbar. In der Hausratversicherung von AXA sind auch Ihre Einrichtungsgegenstände wie altersgerechten Sitzmöbel oder Betten bestens mit abgesichert: Im Versicherungsfall gleicht AXA Ihren finanziellen Verlust schnell und unkompliziert aus und ersetzt Ihr Eigentum zum Neuwert bei Schäden durch Brand, Einbruchdiebstahl und Raub, Vandalismus nach einem Einbruch, Leitungswasser, Sturm und Hagel.

schadenservice360° Haus von AXA
Im Schadenfall helfen wir Ihnen schnell und professionell und das Beste daran ist, dass Sie als Hausrat- oder Wohngebäudeversicherter von AXA, den schadenservice360° Haus kostenlos nutzen können. Hier finden Sie alle Informationen zu schadenservice360° Haus.

Nutzen Sie auch die kostenlose Service-App „Haus&Wohnen“ von AXA


Werden seniorengerechte Umbauten gefördert?

55 Prozent der Deutschen sind Wohneigentümer. Für diese Klientel gibt es diverse Möglichkeiten, sich für die seniorengerechte Gestaltung von Immobilien Hilfe zu holen. Das macht durchaus Sinn. Allein die bessere Vermietbarkeit und die günstigen Zinssätze, die zurzeit angeboten werden, sind gute Argumente. Berücksichtigt werden müssen auch  die steigenden Kosten für die stationäre Pflege von Jahr zu Jahr. Umso besser, wenn Sie rechtzeitig vorsorgen und möglichst lange in Ihren eigenen vier Wänden wohnen können.


Interessante Fördermöglichkeiten:

  • Das KfW-Programm „Altersgerecht umbauen“
    ...bietet Förderdarlehen mit günstigen Effektivzinsen bis zu einem Betrag von 50.000 Euro und für 100 Prozent der förderfähigen Leistungen mit Laufzeiten zwischen fünf und 30 Jahren für vermieteten oder selbst genutzten Wohnraum, wenn ein Fachbetrieb seniorengerecht umbaut. 21 Förderbausteine können individuell zusammengestellt und auch mit weiteren KfW-Programmen kombiniert werden. Selbst Mieter können diese Fördergelder beantragen, so der Vermieter zustimmt. Die Anträge stellen Sie über Ihre Hausbank.
  • Kommunen und Bundesländer
    ...vergeben oft finanzielle Mittel für eine behindertengerechte Umgestaltung des Wohnumfelds. Informationen über die einzelnen Leistungen bekommen Sie z.B. über lokale Bauämter, Behörden und Ministerien.
  • Pflegeversicherungen
    …gewähren in manchen Fällen und bei akuter Dringlichkeit Zuschüsse z.B. für Hilfsgeräte oder  Umbauten.
Teilweise können Sie behinderten- oder seniorengerechte Umbauten übrigens auch steuerlich absetzen. Fragen Sie einfach bei Ihrem Finanzamt oder Steuerberater nach, welche Bedingungen hier für eine anrechenbare außergewöhnliche Belastung erfüllt sein müssen.

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