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Businesswissen: Nötige Anschaffungen

Büromöbel, Software, Ladeneinrichtung - Lesen Sie, was wirklich sein muss

Alle Formalitäten sind erledigt, der Name, die Rechtsform und der Businessplan steht – nun kann es also endlich mit der eigenen Firma losgehen! Halt! Egal, in welchem Bereich die selbständige Zukunft liegt – ein paar Geräte, ein wenig Einrichtung, Ausstattung und Ausrüstung benötigt jeder. Die gilt es jetzt noch anzuschaffen, bevor richtig losgelegt werden kann. Aber wer soll das bezahlen?



In den ersten beiden Teilen dieser Serie haben wir Ihnen vermittelt, auf welche Gesichtspunkte es bei der Entscheidung, sich selbständig zu machen ankommt, wie die rechtlichen Rahmenbedingungen aussehen, was ein Businessplan beinhalten sollte und welche Finanzierungsmöglichkeiten es gibt. In diesem, letzten Teil, erfahren Sie wichtiges zum Thema Kredit und Leasing, wir informieren Sie, welche anderen Möglichkeiten es gibt, an Finanzmittel zu kommen und wie die steuerlichen Aspekte dabei aussehen. 



Der erste Schritt: Was wird überhaupt an Ausrüstung und Ausstattung benötigt?

Darüber sollte man bei der Unternehmensgründung besonders sorgfältig nachdenken – egal, ob man mit Eigenkapital oder Fremdkapital finanziert. Wer sich gerade in der Anfangsphase hierbei übernimmt und zu viel Unnötiges oder zu Teures anschafft, kann ganz schnell in finanzielle Schwierigkeiten kommen. Aber dennoch – abhängig von der Branche – kommt wohl niemand bei der Gründung ohne gewisse Anschaffungen aus. Die Ausrüstung und Ausstattungen müssen ihren Zweck erfüllen, sodass reibungslose Arbeitsabläufe gewährleistet sind. Die Höhe der Investitionen sind dabei unterschiedlich. Hierzu zwei Beispiele: Eine Unternehmensgründung im Transportbereich erfordert einiges an Kapitaleinsatz – mehrere LKW und Fahrzeuge müssen angeschafft werden, darüber hinaus die IT-mäßige Infrastruktur zur Steuerung der Transporte und vieles mehr. Sollte die angestrebte Selbständigkeit jedoch zum Beispiel als Übersetzer angestrebt werden, reicht wahrscheinlich ein PC, ein Schreibtisch, ein Stuhl und ein Drucker aus – die anfänglichen Kosten sind somit gering und überschaubar. Als Devise kann hier gelten: Immer so wenig wie möglich – aber so viel wie nötig investieren. Das genaue Volumen kann nur jeder individuell für sich abschätzen.



Eigenkapital oder Fremdkapital?

Sie wissen jetzt, in welchem ungefähren Rahmen sich die nötigen Investitionen bewegen. Ein wenig Startkapital sollte zumindest vorhanden sein, denn eine reine Fremdfinanzierung kann riskant sein – da das finanzierte Geld auch wieder zurückgezahlt werden muss. Eine allgemeingültige Regel über die Höhe des Eigenkapital-Anteils gibt es nicht – unter 20% des Gesamtkapitals sollte er jedoch nicht liegen. Je höher der Eigenkapital-Anteil ist, desto besser ist auch oft die Verhandlungsposition mit Banken und Sparkassen, wenn es um Fremdfinanzierungen geht – denn der Einsatz von eigenem Geld zeigt, dass man hinter seinem Vorhaben steht und das erweckt Vertrauen bei den Finanzierungspartnern. Zum Eigenkapital zählt auch Beteiligungskapital von anderen Personen oder Unternehmen, die sich an dem Vorhaben beteiligen. Wenn der Weg des Beteiligungskapitals für Sie interessant sein sollte, dann finden Sie tiefergehende Informationen auf dem Existenzgründungsportal des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Auch über die neueste Form von Kapitalbeschaffung – die Crowdfinanzierung – und andere Finanzierungsformen bietet diese Seite hilfreiche Informationen.


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Grundsatzfrage: Kredit oder Leasing?

Ob Mikrokredite, Förderkredite, Kredite von Privat oder auch klassische Bankkredite – bei all diesen Formen der Fremdfinanzierung erhalten Sie Geld, dass Sie dafür einsetzen, Geräte, Ausstattung, Ausrüstung etc. zu kaufen, die dann Ihnen gehört. Das geliehene Geld wird dann – mit unterschiedlicher Zinsbelastung – wieder zurückbezahlt.

Beim Leasing hingegen ist man sozusagen nur „Mieter“. Hierbei werden gewisse Gegenstände, wie zum Beispiel Autos, Maschinen, Büroeinrichtung, IT-Infrastruktur, dem Leasingnehmer vom Leasinggeber gegen eine bestimmte Gebühr für einen festgelegten Zeitraum überlassen. Einer der interessantesten Aspekte am Leasing ist, dass die Gegenstände nicht gekauft werden, sie bleiben im Besitz des Leasinggebers – das schont die Liquidität und Sie müssen bei der Unternehmensgründung weniger Kapital aufbringen. Natürlich fallen auch hier Zinsen an – es lohnt sich also, auch beim Leasing zu rechnen und zu vergleichen.



Besonderheiten und Vorteile von Leasing.

Im Jahr 2014 wurden in Deutschland rund 1,7 Millionen neue Leasingverträge mit einem Volumen von 50,2 Mrd. Euro­­ geschlossen – rund zwei Drittel davon für Fahrzeuge. Diese Zahlen sprechen für die Attraktivität von Leasing. Wie schon angesprochen, wird beim Leasing kein Kapital gebunden, es sind monatliche Zahlungen zu leisten. Man hat dadurch Planungssicherheit, die monatlichen Kosten können unmittelbar als Betriebsausgaben von der Steuer abgesetzt werden und mindern den Gewinn sofort – beim Kauf hingegen werden Wirtschaftsgüter über 1.000 Euro erst verteilt über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben, sofort absetzbar sind bei finanzierten Gütern nur die Kreditzinsen.


Ein weiterer Vorteil des Leasings gegenüber dem Kauf ist, dass man durch die Gestaltung der Laufzeiten immer up-to-date ist – das bedeutet, ist ein Auto oder Gerät ein paar Jahre alt und der Leasingvertrag läuft aus, kann man sofort auf ein neueres Modell umsteigen, ohne sich um den Verkauf des alten Geräts oder Fahrzeug kümmern zu müssen. Bei diesem Punkt ist es wichtig, den Leasingvertrag genau zu lesen, denn es gibt im Wesentlichen zwei Formen von Leasingverträgen. Zum einen den Vollamortisationsvertrag – mit diesem Vertrag erhält der Leasinggeber während der Leasingdauer die vollen Kosten des Leasingobjektes in Form der Raten und die Möglichkeit des Kaufes nach Vertragsende ist möglich. Bei sogenannten Teilamortisationsverträgen decken die gezahlten Raten nicht die gesamten Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Objektes. Nach Vertragsende kann der Gegenstand an einen Dritten verkauft, vom Leasinggeber zurückgenommen oder auch vom Leasingnehmer erworben werden. Auch Leasingverträge mit Anzahlungen sind möglich. Diese Anzahlungen mindern die monatlichen Leasingzahlungen.



Und noch ein paar Tipps, durch die Sie bei Investitionen Steuern sparen können.

Der Investitionsabzugsbetrag
Mit dem sogenannten Investitionsabzugsbetrag (früher: Ansparabschreibung) kann ein Existenzgründer zukünftige Investitionen steuerlich geltend machen. Das bedeutet, man kann Geld für zukünftige Anschaffungen zurücklegen, indem eine Gewinn mindernde Rücklage die Steuerlast reduziert.

Homeoffice
Wenn Sie von zu Hause in Ihre Selbständigkeit starten möchten, dann können Sie Ausgaben für die Büroausstattung – zum Beispiel Vorhänge, Lampen und Tapeten vollständig von der Steuer absetzen und darüber hinaus noch typische Betriebsmittel wie Schreibgeräte, Schreibtisch oder Regale. Beim PC besteht die Nachweispflicht, dass Sie ihn schwerpunktmäßig beruflich nutzen. Anteilig können Sie Miete, Nebenkosten etc. von der Steuer absetzen, die sich nicht allein auf das Arbeitszimmer, sondern auf den gesamten Wohnraum beziehen. Die absetzbare Höhe richtet sich nach dem Verhältnis der Fläche des Büros zur gesamten Wohnfläche.

Welche Wege Sie auch immer für den gelungenen Start in die Selbständigkeit einschlagen – AXA wünscht Ihnen viel Erfolg bei der Realisierung Ihres Traums ....


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