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Businesswissen: Businessplan

Alles was Sie über Finanzierung und Rechtliches wissen müssen

Sie haben entschieden: Ihre berufliche Zukunft liegt in einem eigenen Unternehmen. Ein großer Schritt, der von vielen Überlegungen im Vorfeld geprägt ist. Doch der Entschluss ist erst der Anfang – jetzt geht es darum, wirklich zu starten und dabei vieles zu beachten, damit der Start und die weitere Unternehmerlaufbahn auch bestens funktionieren.



Im Jahr 2014 wurden rund 309.000 Unternehmen gegründet – demgegenüber stehen rund 348.000 Unternehmensschließungen. Die Gründe dafür sind unterschiedlichster Art – häufig vermutlich auch eine nicht ausreichend durchdachte Planung. Damit Ihnen dies nicht passiert und Ihr Unternehmen gewinnbringende Früchte trägt, erfahren Sie in diesem Teil unserer Artikelreihe zur Unternehmensgründung, worauf es bei der Erstellung eines Businessplans ankommt, welche Möglichkeiten der Finanzierung Ihres Vorhabens bestehen und wie Sie an eventuelle Förderungen kommen.



Sie haben den ersten Teil dieser Artikelreihe nicht gelesen? Wenn Sie sich für das Thema Unternehmensgründung interessieren, sollten Sie ihn als Basisinformation vorweg lesen – Sie finden ihn hier.



Rechtsform und Namen

Bevor Sie sich an den Businessplan machen, sollten Sie eine grundsätzliche Entscheidung treffen, von der Teile des Businessplans abhängen und auch der Firmenname. Sie müssen eine, für Ihre Zwecke und Ihr Vorhaben passende, Rechtsform wählen. Es gibt Personengesellschaften (Einzelunternehmen, GbR, KG, OHG etc.) und Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG). Der grundsätzliche Unterschied besteht darin, dass bei Personengesellschaften der oder die Gesellschafter auch mit dem persönlichen Vermögen haften, dafür aber kein Mindestkapital aufbringen müssen. Bei Kapitalgesellschaften haften die Gesellschafter bzw. Aktionäre nur in Höhe der Einlage (bei einer GmbH z.B. 25.000 Euro). Kleingewerbetreibende entscheiden sich meistens für ein Einzelunternehmen – bei gemeinsamer Gründung mehrerer Gesellschafter für eine GbR oder OHG. Mehr darüber finden Sie hier.

Von der gewählten Rechtsform hängen auch die Möglichkeiten in Bezug auf den Firmennamen ab. Einzelunternehmen, die nicht im Handelsregister eingetragen sind, müssen im Geschäftsverkehr mit Ihrem Namen auftreten. Nebenher sind Branchenzusätze oder Tätigkeitsbezeichnungen erlaubt (z. B. Michael Müller, Malermeister), müssen aber der Wahrheit entsprechen. Reine Phantasienamen (z. B. Farbenguru) sind nicht erlaubt. Bei einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) müssen ebenfalls die Gesellschafter mit Namen genannt sein. Oft wird zu den Namen der Zusatz GbR eingesetzt. Darüber hinaus dürfen Branchenzusätze, Tätigkeitsbezeichnungen und auch Phantasienamen verwendet werden. Mehr über Namen für Unternehmen und auch Informationen zum Namensschutz finden Sie hier.



Grundstein zur Gründung – der Businessplan

Der Name und die Rechtsform stehen jetzt fest – dann folgt nun einer der wichtigsten Schritte bei einer Unternehmensgründung: der Businessplan. Ohne Businessplan geht nur sehr wenig. Zum einen dient ein genau ausgearbeiteter Businessplan der eigenen Orientierung, ob das Unternehmen Erfolg haben kann – denn man muss alle Seiten des Unterfangens genau beleuchten und kann zu dem Schluss kommen, dass die Idee doch nicht so gut ist – zum anderen muss er bei Banken oder für Förderungen vorgelegt werden.

Inhalt dieses Plans ist grob gesagt der Weg von der Idee bis zur Umsetzung mit Ausarbeitung aller Faktoren, die für den Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens verantwortlich sein können. Aber keine Angst, sie stehen dabei nicht alleine da – es gibt viele Stellen, an die Sie sich wenden können und die Sie bei der Erstellung unterstützen. Die wichtigsten davon sind die Kammern, Gründerinitiativen, das Existenzgründerportal des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sowie die Beratungsangebote der KfW Bankengruppe.


Die wichtigsten formalen und inhaltlichen Kriterien eines Businessplans

In erster Linie muss der Businessplan aussagekräftig sein und alle Informationen enthalten, die für das Vorhaben relevant sind. Er sollte in verschiedene Kapitel unterteilt sein, dabei sollte ein „Executive Summary“ – also eine Zusammenfassung aller Inhalte auf ein bis zwei Seiten – als erstes Kapitel vorangestellt werden. Diese Zusammenfassung dient Lesern und Investoren (Banken oder Behörden) zur Orientierung und soll das Interesse zum Weiterlesen wecken.

Der gesamte Businessplan sollte leicht verständlich geschrieben, gut lesbar (keine zu kleine Schrift oder zu geringe Zeilenabstände), klar gegliedert und nicht länger als 30 Seiten sein. Auch die Optik zählt – er sollte professionell gestaltet und auch nicht zu bunt oder zu verspielt sein.

Folgende Inhalte müssen in einem aussagekräftigen Businessplan enthalten sein:

  • Beschreibung der Geschäftsidee (welches Produkt oder Dienstleistung bieten Sie an?)
  • Darstellung des Gründerprofils (welche Qualifikationen und Erfahrungen bringen Sie mit?)
  • Analyse des Marktpotenzials (Wer sollte Ihr Produkt kaufen oder Ihre Dienstleistung in Anspruch nehmen? Wie groß ist die Zielgruppe?)
  • Beschreibung der Marktsituation (Wer sind die Mitbewerber? Durch welchen USP können Sie sich von der Konkurrenz abheben? Wo liegen Ihre Stärken und Schwächen? Wie groß ist das Marktvolumen für Ihr Produkt oder die Dienstleistung? Wie ist die Preisstruktur?)
  • Standortanalyse (Wie ist die Kundenstruktur am ausgewählten Standort? Wie sieht die Miet- oder Kaufsituation für Ihre Räumlichkeiten aus? Parkplätze? Öffentliche Verkehrsmittel? Mitbewerber in unmittelbarer Nähe?
  • Lieferanten, Personal, Vertrieb (Wie, wo und durch wen beziehen Sie Ihre Waren? Benötigen Sie Personal – wenn ja, welches und wie viele Personen? Wie soll der Vertrieb aussehen – Außendienst, Internet, Ladengeschäft etc.?
  • Wie sieht Ihre Außendarstellung aus (Welche Werbe- und Kommunikationsmaßnahmen haben Sie geplant?
  • Die Wahl der Rechtsform und die Begründung für diese Wahl
  • Wie sehen Sie die Chancen und Risiken des Unternehmens?
  • Wie hoch ist der Kapitalbedarf und wie wird finanziert (Eigen- oder Fremdkapital? Umsatz-und Rentabilitätsvorschau für 3 Jahre, Liquiditätsplan) Wichtig: Planen Sie bei Ihrem Business- und Finanzierungsplan die Kosten für Versicherungen mit ein!
Dass die Erstellung eines Businessplans ein aufwändiges Unterfangen ist, steht außer Frage – aber je genauer und durchdachter dieser erstellt wird, desto einfacher werden die Gespräche mit Investoren und Sie haben einen „Fahrplan“ an der Hand, durch den Sie in den ersten Jahren Ihre Gedanken bei der Gründung mit dem tatsächlichen Verlauf vergleichen können.

Hier erhalten Sie weitere, sehr gut aufbereitete Informationen zum Thema Businessplan. Hier finden Sie eine Übersicht über vertiefende Beratungsstellen.

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Ein wichtiger Punkt: Die Finanzierung

Im Rahmen des Businessplans haben Sie erarbeitet, wie viel Kapital Sie in etwa zum Start Ihres Unternehmens benötigen. Jetzt geht es darum, mögliche Finanzquellen zu identifizieren. Überlegen Sie, wie viel Geld Sie aus Eigenmitteln aufbringen können – den Rest müssen Sie fremdfinanzieren. Die kostengünstigste Variante ist, von Freunden oder der Familie Geld zu leihen. Nachdem dies aber manche nicht in Anspruch nehmen möchten – oder auch dort zu wenig finanzieller Background vorhanden ist – bleibt oft nur ein Darlehen.

Besorgen Sie sich Unterlagen zur Finanzierung bei Banken, erkundigen Sie sich über die Fördermöglichkeiten des Bundes, der Bundesländer oder auch der EU. Diese bieten Förderdarlehen an, die meist günstigere Konditionen als Bankdarlehen haben und bei denen die Rückzahlung in der Regel erst nach einigen Jahren beginnt.



Hier ein paar Ressourcen zu Förderungen:

  • Die Förderdatenbank des Bundes: Sie informiert über alle Programme des Bundes, der Länder und der EU. Sie ist umfassend, einfach zu bedienen und bietet Hintergrundinformationen zu Finanzierung und Förderung: www.foerderdatenbank.de
  • Förderkredite der KFW: Die Förderbank KFW vergibt Kredite zu besonders günstigen Zinsen für Unternehmensgründer. Mit dieser Förderung werden in der Regel Betriebsmittel und Investitionen finanziert. Diese Fördermittel müssen jedoch über die Hausbank beantragt werden. Informationen: www.kfw.de
Bei einer Gründung aus der Arbeitslosigkeit heraus greift der Staat unter die Arme. Existenzgründer aus der Arbeitslosigkeit können, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen, einen Gründungszuschuss beantragen. Der Gründungszuschuss fördert Gründerinnen und Gründer in zwei Phasen über einen Zeitraum von 15 Monaten mit 300 Euro zusätzlich zur Höhe des Arbeitslosengelds. Genauere Informationen finden Sie bei der Bundesagentur für Arbeit.

Im Folgenden finden Sie alles, was Sie darüber hinaus zu Förderprogrammen wissen sollten.

Im dritten Teil dieser Serie werden wir dann genauer auf die eigentliche Gründung und die Ausrüstung bzw. das erforderliche Equipment eingehen.


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