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Businesswissen: Existenzgründung

Sind Sie der geborene Gründer?

Er kann aus einer plötzlichen Idee entspringen, von langer Hand vorbereitet sein oder aus Unzufriedenheit mit dem Arbeitgeber aufkommen: der Gedanke, sich selbständig zu machen. Dieser Schritt kann das ganze Leben verändern und bringt häufig mit sich, die Sicherheit eines festen Angestelltenverhältnisses gegen die nicht ganz so sichere Zukunft eines Selbstständigen einzutauschen. Im Gegenzug bietet die Entscheidung, ein Unternehmen zu gründen, jedoch die Möglichkeit, sich selbst oder eine Idee zu verwirklichen. Damit sind neue Freiheiten verbunden und ebenso die Chance, das Vielfache eines normalen Angestellten zu verdienen.



Im Jahr 2014 erfolgten in Deutschland fast 309.000 Existenzgründungen – davon wurden 77,4% der Unternehmen als Einzelunternehmen gegründet, der Anteil an Kleingewerbegründungen lag bei 51,9%. Gerade Frauen sind in diesem Bereich sehr aktiv – bei einer Selbständigen-Quote berufstätiger Frauen in Deutschland von nur etwa 7,5%, lag der Frauenanteil an den Gesamtgründungen 2014 bei 28,5%. Dass die meisten Gründungen nicht aus einer Not heraus entstanden, sondern mit einer festen Absicht, als Unternehmer etwas zu bewegen, zeigt, dass nur ca. 11% aller Gründungen aus der Arbeitslosigkeit heraus erfolgten. Der größte Anteil an Gründern – in Bezug auf den Berufsabschluss – liegt mit 60% aller Gründungen bei Personen, die als höchste Berufsqualifikation eine Lehre oder Berufsfachschule abgeschlossen haben, der Anteil von Personen mit Universitätsabschluss liegt bei 20%. Das zeigt, dass die Gründung eines Unternehmens für Personen unterschiedlichster Qualifikationen und Ausbildung eine interessante Variante für das eigene Berufsleben darstellt.

Wie der Weg in das Unternehmertum aussieht, worauf man achten muss, welche Schritte richtig und wichtig sind und vieles mehr, erfahren Sie in unserer mehrteiligen Artikelserie.



Die grundsätzliche Frage: Bin ich überhaupt für die Selbständigkeit geeignet?

Ganz zu Beginn sollten bei der Entscheidung für die Gründung eines Kleinunternehmens die Beweggründe stehen. Ist es ein lange gehegter Herzenswunsch, dann stehen die Chancen sehr gut, die anstrengende Anfangsphase zu überstehen und Erfolg zu haben. Kommen Sie jedoch zum Schluss, dass dies nur eine Notlösung darstellt, dann sollten Sie nochmal tief in sich gehen und überlegen, ob es nicht andere Alternativen gibt. Hier finden Sie eine hilfreiche Checkliste (PDF, 64 KB) hierzu. 

Ein weiterer Punkt, den es bei der Entscheidung zu beachten gilt, ist die Frage, ob man überhaupt ein Unternehmertyp ist. Nicht jeder kann mit dem Druck umgehen, für sich und für eventuelle Angestellte alleine verantwortlich zu sein. Die fachliche Kompetenz, Erfahrungen in der Branche und ein wenig kaufmännisches Knowhow sollten natürlich auch vorhanden sein. Kommt man zu dem Schluss, dass eine Unternehmensgründung passend ist, dann ist die erste wichtige Entscheidung auf dem Weg in die Selbständigkeit bereits gefallen.


In welche Richtung soll es gehen?

Danach geht es um die Ausarbeitung einer konkreten Geschäftsidee. Diese sollte natürlich – wie schon beschrieben – auf die Kompetenzen abgestimmt und passend sein. Sehr wichtig ist, genau zu überlegen, welche Art von Produkten oder Dienstleistungen man anbietet, dabei die Bedürfnisse möglicher Kunden analysiert und sich das Umfeld in Bezug auf Mitbewerber genau ansieht. Am besten ist es natürlich, wenn man eine Nische findet, die von der Konkurrenz noch nicht besetzt ist und man dadurch ein Alleinstellungsmerkmal hat.

Auch die geographische Lage spielt eine große Rolle – es beispielsweise in einem ohnehin kaufkraftschwachen Gebiet mit gehobener Gastronomie, einer Boutique mit Markenkleidung, einem Delikatessenladen oder einem Fachgeschäft für exklusive Weine zu versuchen, wird wahrscheinlich nicht von Erfolg gekrönt sein. Oder sich als Friseur in einem Stadtteil mit überdurchschnittlicher Friseurdichte niederzulassen, kann auch ein Risiko sein, außer man bietet herausstechende Leistungen in diesem Bereich (Naturkosmetik, besondere Schnitt-Techniken oder ähnliches) an. All diese Überlegungen fließen in weiterer Folge in den Businessplan ein, den Sie zur Gründung unter anderem erstellen müssen. Mehr über die bürokratischen Anforderungen, Formalitäten, Zulassungen, Genehmigungen etc. lesen Sie im zweiten Teil dieser Serie. Nutzen Sie die hilfreiche Checkliste zur Gründungsplanung.


Natürlich spielt auch der Aspekt des Gründungskapitals eine Rolle. Abhängig von der Branche und den benötigten Arbeitsmitteln kann das eine große Investition darstellen – in Deutschland starten die meisten jedoch mit geringen Mitteln in die Selbständigkeit, fast die Hälfte aller Gründungen beginnt mit einem Einsatz an Sach- und Finanzmittel von weniger als 5.000 Euro. Mehr zum Thema Ausstattung, Ausrüstung etc. erfahren Sie demnächst im dritten Teil dieser Serie.


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Eine gute Absicherung ist für Selbständige ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Schließlich können schon vermeintlich kleine Schäden große wirtschaftliche Folgen haben.

Da jede Branche ihre ganz speziellen Risiken hat, bietet AXA mit dem Profi-Schutz Unternehmen die Möglichkeit, das eigene Versicherungspaket aus verschiedenen Produkten zusammenzustellen und folgende Bereiche bedarfsgerecht abzusichern: Haftpflicht, Inhalt, Gebäude, Ertragsausfall, Mietausfall und Rechtsschutz.

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Erst mal versuchen?

Eine Möglichkeit, den Weg in die Selbständigkeit langsamer und mit weniger Risiko anzugehen, besteht darin, als nebenberuflicher Kleinunternehmer einzusteigen. Dies bedeutet, das Angestelltenverhältnis zunächst weiterzuführen – oder gegebenenfalls die Stundenzahl zu reduzieren – und nebenbei die eigene Geschäftsidee zu verwirklichen. Der Vorteil dabei ist, dass der finanzielle Rückhalt aus der Anstellung erhalten bleibt – nachteilig könnte sich die Doppelbelastung auswirken und der Umstand, dass man sich nicht zu 100% dem Neuen widmet und dadurch das Unternehmen womöglich nicht so funktioniert, wie man es sich vorgestellt hat. Wenn Sie diese Möglichkeit ins Auge fassen, sollten Sie im Vorfeld unbedingt mit Ihrem Arbeitgeber klären, ob er damit einverstanden ist. Mehr darüber erfahren Sie hier.


Beratung – Hilfe von Profis

Wenn Sie für sich alle relevanten Punkte erarbeitet haben, dann sollten Sie sich Rat von Profis holen. Spezielle Beratungsstellen helfen Ihnen dabei, Ihre Idee zu analysieren und zu konkretisieren und stehen Ihnen bei den Formalitäten im Zuge der Gründung zur Seite. Erste Antworten auf viele Fragen finden Sie auf dem Existenzgründerportal des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie oder bei der Bundesagentur für Arbeit. Die IHKs und Handwerkskammern in den Ländern und die kommunalen Wirtschaftsförderer bieten ebenfalls umfassende Beratungsangebote. Speziell für Gründerinnen: Informationen, Service und Beratung für Frauen, die sich selbständig machen oder eine Firma übernehmen möchten finden Sie hier.


Erste Informationen zum Thema Entscheidungsfindung zur Unternehmensgründung haben Sie heute von uns erhalten – was Sie zum Thema Rechtsformen, Namensfindung, Businessplan und Finanzierung etc. wissen sollten, erfahren Sie dann im zweiten Teil dieser Serie.



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