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Moderne Suppenkasper

Interview mit den Gründern von Little Lunch - Denis und Daniel Gibisch



Selbständig sein – da ist schnell der alte Kalauer von „selbst“ und „ständig“ dabei. Aber trotz großer Verantwortung und hohem Risiko wagen in Deutschland jährlich fast eine halbe Million Menschen den Schritt in die Selbständigkeit und wollen ihr eigener Chef sein. Mit unterschiedlichen Geschäftsideen beweisen sie so neben Mut auch Kreativität und Durchhaltevermögen.


Zwei, die ebenfalls den Weg hin zum eigenen Business eingeschlagen haben, sind die Brüder Denis Gibisch (34) und Daniel Gibisch (31) aus Augsburg mit ihrem Online-Suppen-Versand Little Lunch. Sie selbst bezeichnen sich dabei als ehemalige Schlechtesser und Bürohocker. Seit einem Jahr aber sind sie moderne Suppenkasper! Dabei entstand die Initialzündung zu Little Lunch ganz einfach aus dem Alltag eines Angestellten heraus, der sich in jeder Mittagspause dieselbe Frage stellt: Was soll ich heute bloß essen? Und Junkfood wollten die beiden nicht.



Was war die Initialzündung für Little Lunch?

Daniel Gibisch: „Wir haben nach einer Lösung für genau dieses Problem gesucht. Wir wollten hungrigen Angestellten eine gesunde, schnelle und vor allem leckere Alternative zu Döner, Pizza und Co. bieten!“



Mit diesem Ansatz haben die zwei Gibischs recherchiert, analysiert und immer wieder durchgerechnet. Da jeder Deutsche im Schnitt 100 Teller Suppe im Jahr isst, war die Entscheidung auf einmal ganz klar. Die Tütensuppe 2.0 sollte es sein!

Im Herbst 2014 haben sich die Brüder dann selbständig gemacht. Dabei hatten beide gute Jobs als Web-Entwickler und im Logistik-Einkauf. Aber das reichte ihnen nicht mehr. Denn die Vorstellung vom eigenen Geschäft hatte durchaus seinen Reiz, auch da die Eltern der zwei schon immer selbständig gewesen waren.


Warum wolltet Ihr Euch gleich selbständig machen?

Denis Gibisch: “Mich interessiert das große Ganze und nicht nur einzelne Teile eines Projekts oder einer Geschäftsidee. Ich will, dass meine Leistung 1 zu 1 in meinen Erfolg übergeht.“

Wie den Little Lunch-Brüdern ging es 2014 insgesamt rund 309.000 Gründern und Gründerinnen in Deutschland. Sie stehen für Fortschritt, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Entscheidend aber ist auch, sich von der Konkurrenz abzusetzen und etwas ganz besonderes zu bieten. Die Gibisch-Brüder haben sich bei ihrer Gründung Hilfe von dem befreundeten Sternekoch Gerhard Frauenschuh geholt und setzen außerdem komplett auf Bio und Nachhaltigkeit - das macht keiner so konsequent wie die beiden Augsburger.


Was unterscheidet Little Lunch von den Wettbewerbern?

Daniel Gibisch: „Die Konkurrenz ist groß, hat vermutlich mehr Marketingbudget zur Verfügung und genießt schon eine gewisse Bekanntheit und das Vertrauen der Zielgruppe. Wenn man dann als Startup genau das gleiche bietet wie die ganzen großen Firmen, hat man nicht wirklich eine Chance...“



Inzwischen ist Little Lunch den Kinderschuhen schon etwas entwachsen. Das Unternehmen machte 20.000 Euro Umsatz in drei Monaten und ist weiter auf Wachstumskurs. Zuletzt waren die Brüder auch in der Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ bei VOX erfolgreich auf der Suche nach Investoren.

Nun können Sie neue Geschmacksrichtungen ihrer Suppen entwickeln und produzieren. Und sich vielleicht schon bald Angestellte leisten, denn bislang sind Denis und Daniel Gibisch ihre einzigen Mitarbeiter mit 16-Stunden-Arbeitstagen. So haben es die beiden geschafft die Kosten möglichst gering zu halten und bis zum vollständigen Konzept kaum Geld auszugeben. Doch gerade Rezeptentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit gestaltete sich teilweise schwierig, genauso wie die teilweise zermürbende Herstellersuche.



Die Gibisch-Brüder haben mit ihrer Tütensuppe 2.0 genau den Kundengeschmack getroffen. Nicht nur was den Gaumen anbelangt, auch der Online-Versand hat sich bewährt. Ein erfolgreiches und stressiges Jahr liegt hinter ihnen, in dem sie viel gelernt haben.




Habt Ihr Tipps für andere Gründer?

  • Eine gute Idee
  • Das richtige Team
    Daniel Gibisch: „Um Kosten zu sparen ist es wichtig, so viele Bereiche wie möglich im eigenen Unternehmen abbilden zu können. Gerade am Anfang, wenn man noch wenig Umsatz generiert, können die Fixkosten nämlich ganz schön fies sein.“
  • Ein gutes Netzwerk
    Denis Gibisch: „Außerdem sollte man sich von Anfang an ein gutes Netzwerk an Mentoren, Geldgebern und anderen Startups schaffen. Also möglichst viele Startup Treffen, Veranstaltungen, Wettbewerbe besuchen. Das ist zwar ziemlich zeitaufwändig, aber die guten Kontakte sind die Mühe absolut wert. Und im „schlechtesten“ Fall konnte man sich zumindest mit andern Gründern in der gleichen Notlage austauschen.“
  • Eine große Portion Glück!


Für die Gibischs war die Idee sich selbständig zu machen auf jeden Fall genau die richtige Entscheidung!

Mehr von den erfolgreichen Suppenkaspern gibt es auf: www.littlelunch.de



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