Partnerbörse Arbeitsplatz – wo die Liebe hinfällt ...



Kennen Sie das auch? Liebe am Arbeitsplatz ist weit verbreitet und kann von einem harmlosen Büroflirt, über eine Affäre bis hin zur großen Liebe reichen. Laut einer Studie des westdeutschen Meinungsforschungsinstituts Ifak hat sich jeder zehnte Deutsche schon einmal im Büro verliebt. Anderen Statistiken zufolge hatte fast jeder fünfte schon mal eine Beziehung am Arbeitsplatz – bei  jeder Vierte davon kam sogar zu einer Ehe!

Sie haben es vorgemacht ...

Nicht nur „Normalos“ verlieben sich in einen Kollegen oder Vorgesetzten – prominente Beispiele zeigen, dass selbst Größen aus Wirtschaft und Politik der Versuchung am Arbeitsplatz erlegen sind. Zum Beispiel lernte Altkanzler Gerhard Schröder seine Ehefrau – die Journalistin Doris Schröder-Köpf – bei einem Interview kennen. Wohl das bekannteste Promi-Paar, das sich bei der Arbeit kennenlernte, sind „Brangelina“ – Angelina Jolie und Brad Pitt am Set des Films "Mr. & Mrs Smith". Der „Kaiser“ Franz Beckenbauer heiratete sogar zwei seiner Sekretärinnen. Bill Gates übermittelte der Microsoft-Programmiererin Melinda French seinen Heiratsantrag per E-Mail.

Und da war dann auch noch US-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle – die einst auch Kollegen waren. Wie man sieht, befindet man sich mit einer Beziehung am Arbeitsplatz in bester Gesellschaft – und dass dies auch im Öffentlichen Dienst bestens funktionieren kann, zeigen zum Beispiel die zahlreichen Lehrer-Ehepaare ...

Prickelnd und sehr beliebt – der Flirt im Büro

Wo viele Menschen arbeiten, sind die Chancen jemanden zu treffen, bei dem es prickelt, sehr hoch. Treffen sich heiße Blicke am Kopierer, wird in der Kantine ein Kaffee vom interessanten Kollegen spendiert oder finden sich plötzlich kleine zweideutige Botschaften in E-Mails, wird der Arbeitsalltag deutlich aufregender und die Energie steigt. Damit verbunden geht man lieber in die Arbeit und ist motivierter. Das wissen auch Chefs und Dienstherren – und gegen einen harmlosen Flirt haben sie meist nichts einzuwenden. Wird aus dem Flirt mehr, sollten die Verliebten ihre Liebesbezeugungen besser außerhalb der Dienstzeit genießen.

Nach dem Flirt kommt die Liebe – Beziehungen unter Kollegen

Wenn schon der Flurfunk im Büro meldet, dass Liebe in der Luft liegt, sollte sich das frisch verliebte Paar überlegen, wie sie mit den restlichen Kollegen damit umgehen. Das Beste ist mit Sicherheit, es nicht abzustreiten oder geheim zu halten, sondern offen und ehrlich die engsten  Kollegen zu informieren. Das beugt dem lästigen Klatsch und Tratsch vor – wir wissen ja alle, wie „Stille Post“ funktioniert und was dann am Ende herauskommt. Beim zärtlichen Miteinander ist im Beisein von Kollegen Zurückhaltung angesagt – ständige Kosenamen, Berührungen etc. können die Kollegen nerven und es kann zu blöden Kommentaren oder zu Neid kommen.

Kurz gesagt: Eine Beziehung am Arbeitsplatz sollte zurückhaltend gestaltet werden – Kuscheln und wildes Knutschen sind  im Dienst ebenso tabu wie Streitereien. Geht man in der Dienstzeit ganz normal – also wie mit anderen Kollegen auch – miteinander um, zeigt das den anderen Kollegen und dem Chef, dass professionell an die Situation herangegangen wird und die Beziehung nichts an der Arbeitseinstellung ändert.

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Ein Sonderfall, der gar nicht so selten ist – das Verhältnis mit dem Chef

Vorgesetzte verfügen über eine gewisse Macht und Ausstrahlung – also wenn das nicht sexy ist? Obwohl es eher dem Klischee folgt, dass jede Sekretärin etwas mit dem Chef hat, kommt dies schon mal vor. Sind wahre Gefühle im Spiel, lässt sich das auch auf Dauer nicht geheim halten – ein Arbeitsplatzwechsel oder eine Versetzung in eine andere Abteilung ist oft die beste Lösung.

Eine richtige Beziehung zwischen einem Mitarbeiter und einem Vorgesetzen geht in den seltensten Fällen auf Dauer gut, da die Objektivität kaum gewahrt werden kann. Und das Argument der Kollegen – und der damit verbundene Neid – ist oft nicht unberechtigt, dass die betreffende Person eine Sonderbehandlung genießt.

Warum verliebt man sich gerade am Arbeitsplatz so leicht?

Gerade in Bereichen, wo intensiv in kleinen Teams an Projekten gearbeitet wird, ist der zwischenmenschliche Umgang miteinander besonders stark und die Grenzen zwischen Job und Privatleben verschwimmen zusehends. Durch hohen Arbeitseinsatz beschränken sich private Kontakte oft auf den Arbeitsplatz – man sucht sich also den passenden Partner in dem Umfeld, wo man sich am meisten aufhält. Der enge Umgang miteinander bringt einen weiteren Vorteil – und zwar, dass man nicht die „Katze im Sack“ bekommt.

Man kennt die Marotten, Eigenheiten und Liebenswürdigkeiten des anderen bereits sehr gut. Somit weiß man bereits vor dem ersten gemeinsamen Frühstück, ob der neue Partner ein Frühaufsteher oder Morgenmuffel ist, wie er seinen Kaffee mag und was er überhaupt nicht leiden kann. Psychologen sehen darin eine Erklärung, warum Beziehungen am Arbeitsplatz oft besser funktionieren und länger halten als z. B. eine Urlaubs- oder Diskobekanntschaft.

Und wenn es doch nicht klappt und in die Brüche geht?

Arbeitet man als Paar sehr eng zusammen, besteht die Gefahr, dass Stress und Konflikte aus dem Job nach Dienstschluss mit in die Beziehung geführt werden. Auch rund um die Uhr zusammen zu sein kann zum Problem werden, wenn man sich nicht gegenseitig auch gewisse Freiräume zugesteht. Im schlimmsten Fall hat man sich dann abends nichts mehr zu erzählen oder es wird ständig nur über den Job gesprochen. Viele dieser Beziehungen halten dem nicht Stand und gehen aus diesen Gründen in die Brüche.

Sie sind sich nicht sicher, ob sich die andere Person für Sie interessiert? 

Nicht nur beim Flirt im Büro stellt sich oft die Frage: Was will er oder sie eigentlich von mir? Wie deutet man die Signale richtig, um zu wissen, ob eine Freundschaft, Affäre oder die große Liebe angesagt ist? Für die Damen gibt es „10 Anzeichen, dass ER mit dir flirtet“  – und das Gegenstück für die männlichen Leser: „10 Anzeichen, dass dein Schwarm auf dich steht“

Und noch die Gretchenfrage: Wie stehen Unternehmen zur Liebe am Arbeitsplatz?

Die meisten Unternehmen und Dienstherren stehen liebenden Mitarbeitern positiv gegenüber – solange gewisse Grenzen eingehalten werden. In Deutschland kann kein Arbeitgeber verbieten, dass sich Kollegen ineinander verlieben, wird man aber bei Intimitäten während der Arbeitszeit erwischt, droht eine Abmahnung und gegebenenfalls auch eine Kündigung.

Welche konkreten Konsequenzen Sie darüber hinaus erwarten können, erfahren Sie im nächsten Artikel dieser Serie rund um die Liebe am Arbeitsplatz.

Sie haben einen Flirt oder eine Beziehung am Arbeitsplatz und sind unsicher, wie Sie sich verhalten sollen? Unsere Checkliste hilft Ihnen eventuell weiter ...


Checkliste Liebe am Arbeitsplatz (PDF, 377 KB)

Lust auf Lesen? Unser Buchtipp ...


Nicole Maibaum, Job-Knigge für Verliebte, Eichborn Verlag, Sept. 2006, ISBN 978-3821859002

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