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Nutzung der Riesterförderung in der bAV: Eine attraktive Alternative 

Nutzung der Riesterförderung in der bAV

Die Nutzung der Riesterförderung über Zulagen und Steuervorteile wird für Ihre Mitarbeiter in der bAV (als Alternative oder als Ergänzung zur steuer- und sozialabgabenfreien Förderung) attraktiver, da der entscheidende bisherige Nachteil der „Doppelverbeitragung“ von Beitrag und Leistung mit Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen entfällt. Die Eigenbeiträge werden aus dem Nettogehalt des Mitarbeiters (nach Steuern und Sozialabgaben) finanziert, die Versorgungsleistungen sind künftig sozialabgabenfrei (die Leistungen bleiben unverändert voll steuerpflichtig). Zusätzlich profitiert Ihr Mitarbeiter von weiteren Vorteilen.

Was müssen Sie dazu sonst noch wissen?

  • Die Abwicklung erfolgt über die Direktversicherung*. Sie sind Versicherungsnehmer der Versorgung und Beitragszahler, der Arbeitnehmer die versicherte Person und Zulagenberechtigter. Der Arbeitnehmer muss mittels Zulagenantrag eigenständig die Zulagen beantragen. Abweichend zur herkömmlichen Direktversicherung mit Förderung nach § 3 Nr. 63 EStG wird der Beitrag bei der Riester-bAV aus dem Nettogehalt gezahlt. Dies muss im Lohnbuchhaltungsprogramm entsprechend berücksichtigt werden.
  • Bei einem Vergleich der Förderwege kann die Riesterförderung für Ihre Mitarbeiter ggf. attraktiver sein als die „steuer- u. sozialabgabenfreie Förderung“  (z.B. bei geringem Einkommen oder Kindern). 
  • Die Abwicklung der Riesterförderung über die bAV kann gegenüber einem privaten Riestervertrag zusätzliche Vorteile für Ihre Mitarbeiter bringen, wie z.B. 
    • bessere Leistungen (durch Kollektivvertrag mit dem Arbeitgeber),
    • Möglichkeit einer 100%igen Kapitalauszahlung (anstatt 30% wie bei einem privaten Riester-Vertrag), 
    • erweitertes Bezugsrecht im Todesfall**.

*und Pensionskasse/Pensionsfonds
**In der bAV kann auch der überlebende Lebensgefährte, mit dem die versicherte Person zum Zeitpunkt ihres Todes in einer auf Dauer angelegten häuslichen Gemeinschaft gelebt hat, für den Todesfall begünstigt werden (bei Privat-Riester nur der „eingetragene Lebenspartner“)

Die Details der Riesterförderung im Kurzüberblick

Abrechnung über das Nettogehalt des Arbeitnehmers
(der Arbeitgeber ist Beitragszahler)
Fließt direkt in den Vertrag
Fließt direkt in den Vertrag
Auszahlung zusätzlicher Steuerersparnis über Einkommenssteuererklärung*/**
Mindesteigenbeitrag (zum Erhalt der vollen Zulagen)
Grundzulage**
Kinderzulage je Kind**
Maximalbeitrag
4% vom Bruttogehalt abzgl. Zulagen
175 EUR p.a.
(bis 2017: 154 EUR p.a.)
185 EUR p.a.
(geb. vor 2008)

300 EUR p.a.
(geb. ab 2008)
2.100 EUR p.a.
(für zusätzliche Steuerersparnis aus Sonderausgabenabzug)
  • Für Zulagenberechtigte, die zu Beginn des ersten Beitragsjahres noch keine 25 Jahre alt sind, zahlt der Staat zusätzlich eine einmalige Startzulage von 200 €.
  • Bei Unterschreitung des Mindesteigenbeitrages werden alle Zulagen anteilig gekürzt.
  • Der Ehegatte Ihres Mitarbeiters kann nicht über Sie als Arbeitgeber vorsorgen (sofern er nicht ebenfalls bei Ihnen angestellt ist).
  • Ehegatten ohne Einkommen können als mittelbar Förderfähige einen zusätzlichen Riester-Vertrag über eine Privatvorsorge abschließen (hier gelten Sonderregelungen).

* Günstigerprüfung durch Finanzamt. Zunächst wird der Steuervorteil berechnet. Dann werden die auf den Vertrag / die Verträge entfallenden Zulagen abgezogen. Dabei wird immer davon ausgegangen, dass die Zulagen auch beantragt wurden! Die Zulagen gehen direkt in den Vertrag. Ist der Steuervorteil größer als die Summe der Zulagen, so wird die Differenz erstattet. Ist er kleiner, so entsteht kein Anspruch.
** Beantragung durch den Arbeitnehmer

Sieben wichtige Fragen, die Sie sich stellen könnten

Ja, möchte Ihr Mitarbeiter die Riesterförderung im Rahmen der bAV in Anspruch nehmen, so sind Sie verpflichtet ihm ein entsprechendes Angebot zur Verfügung zu stellen. Über die Wahl des Anbieters entscheiden Sie als Arbeitgeber.

Nein, die Riesterförderung kann nur in Verbindung mit einem Neuvertrag genutzt werden.

Dieser Vertrag muss dann ggf. angepasst werden, weil die Riesterförderung insgesamt von der Förderhöhe begrenzt ist. Der Gesamtbeitrag bAV + privat darf die Grenze von 2.100 EUR p.a. nicht überschreiten.

Ja, wir gehen davon aus, dass die gängigen Lohnbuchhaltungsprogramme an die Nutzung der Riesterförderung in der bAV entsprechend angepasst werden.

Grundsätzlich kann die Riesterförderung ergänzend zur steuer- u. sozialabgabenfreien Förderung genutzt werden. Da aber häufig nur ein begrenzter Einkommensrahmen für zusätzliche Vorsorge zur Verfügung steht und Sie ggf. einen zusätzlichen Arbeitgeber-Zuschuss u./o. vermögenswirksame Leistungen (VL) zahlen, wird in diesen Fällen ein Vergleich zur Ermittlung der besten Förderung notwendig sein. AXA unterstützt hier ab 2018 mit entsprechenden Vergleichsberechnungen!

Nein, die „Riester-Förderung“ kann additiv genutzt werden.

Da der Mindeseigenbeitrag inkl. Zulage(n) z.B. aufgrund von Gehaltserhöhungen, Wegfall evtl. Kinderzulagen schwanken kann, entsteht für Sie ein zusätzlicher Anpassungbedarf bei der Abrechnung des Eigenbeitrags vom Nettogehalt des Mitarbeiters im Lohnsystem.

Ihr persönlicher Ansprechpartner steht Ihnen gerne für alle Fragen rund um das „Betriebsrentenstärkungsgesetz 2018“ und die Möglichkeiten der betrieblichen Altersversorgung zur Verfügung und unterstützt Sie bei der Umsetzung in Ihrem Unternehmen.

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