Diabetes-Patientin Elfriede Freigang-Höpfner unterwegs mit dem Fahrrad

Leben mit Diabetes Typ 2 / Elfriede Freigang-Höpfner

„Ich fühle mich nicht krank – ich habe meinen Weg gefunden!“

Die Diagnose trifft sie wie ein Schock. Im Sommer 2019 geht Elfriede Freigang-Höpfner zum regelmäßigen Gesundheitscheck. „Bis dahin war immer alles in Ordnung“, erinnert sich die 63-jährige. Diesmal leider nicht. „Nach der Untersuchung sagte mein Arzt: 'Sie haben Diabetes Typ 2.'''

Diabetes-Patientin Elfriede bei der Gartenarbeit

Das musste sie erst einmal verkraften. Elfriede Freigang-Höpfner ist eine tatkräftige Frau. Sie arbeitet als Lehrerin, unterrichtet Mathematik und Religion und fühlte sich bisher fit. Als der Arzt sie fragt: "Haben Sie sich krank gefühlt?" antwortet sie sofort: „Nein, überhaupt nicht, ich habe nichts bemerkt, alles war wie immer.“

Volkskrankheit Diabetes

So ist es leider bei vielen. Diabetes Typ 2, auch Alters-Diabetes genannt, tut meist nicht weh. Wer erkrankt, spürt es nicht. Oder erst, wenn der Zucker im Blut bereits Organe geschädigt hat: Adern, Augen, Herz.

Ärzte entdecken diese Form der Diabetes oft nur zufällig. Bei Elfriede Freigang-Höpfner deckte der große Bluttest die versteckte Krankheit auf. Plötzlich war sie Mitglied eines der größten Clubs Deutschlands: Sie war „zuckerkrank“ – wie ihre Mutter und wie etwa sieben Millionen andere Menschen.

Sie alle haben Diabetes Typ 2. Ihre Zahl steigt. Prognosen gehen für 2040 von zwölf Millionen Erkrankten aus. Diese Form der Diabetes trifft überwiegend Menschen ab 40 Jahren aufwärts. Aber auch Kinder und Jugendliche. Oft sind sie genetisch vorbelastet. Nicht selten wiegen sie zu viel, bewegen sich zu wenig und ernähren sich falsch. Medizinisch ausgedrückt: Kalorienaufnahme und -verbrauch sind nicht im Gleichgewicht.

Auch ihr Arzt riet Elfriede Freigang-Höpfner sofort: „Ich sollte mein Gewicht reduzieren, besser auf meine Ernährung achten und mich mehr bewegen.“ Ihr Glück: Sie leidet unter einer leichten Form des Diabetes. Sie braucht kein zusätzliches Insulin, muss keine Tabletten nehmen oder sich Spritzen setzen.

Nach der Diagnose war ihr klar: Der Arzt konnte ihr Tipps geben, tätig werden musste sie selbst. Nur wie? „Meine Erkrankung war eine große Unbekannte für mich.“


Gemeinsam mit AXA gegen die Zuckerkrankheit

In dieser schwierigen Situation bekam sie Post von ihrem Privaten Krankenversicherer AXA. Sie informierte Elfriede Freigang-Höpfner über den gesundheitsservice360°: „Unser Gesundheitscoaching zeigt Ihnen, wie Sie mit Ihrem Diabetes besser umgehen können. Begleitet werden Sie dabei von einem persönlichen Gesundheitscoach.“ Elfriede Freigang-Höpfner war sofort dabei. „Ich hatte die Einstellung: 'Ich pack’s an'.“

Dann das erste Telefonat mit ihrem Gesundheitscoach von AXA: „Ich konnte mir meine Schwerpunkte aussuchen und habe mich für Ernährung und Aufklärung entschieden“, weiß sie noch. „Ich wollte ja verstehen, was mit meinem Körper passiert.“

Dabei waren die kompakten Lehrvideos ein entscheidender Schlüssel. „Wenn man die Zusammenhänge versteht, weiß man auch, warum man etwas tut.“ Besonders wichtig ist für sie aber der Faktor Mensch: ihre Gesundheitsberaterin Frau Schmitt. „Es tut mir sehr gut, dass da jemand ist, den ich regelmäßig um Rat fragen kann, jemand, der sich für mich interessiert und der mich immer wieder motiviert – auch wenn es einmal nicht so gut läuft.“

Ganz zu schweigen von den vielen nützlichen Tipps. „Das fängt mit kleinen Dingen an. Frau Schmitt riet mir, Hartweizen-Nudeln durch Dinkel-Pasta zu ersetzen. Die schmecken genauso gut, helfen mir aber, den enthaltenen Zucker gleichmäßiger zu verdauen.“ Elfriede Freigang-Höpfner schätzt auch die Regelmäßigkeit ihrer Termine: „Ich kann mich auf unser nächstes Treffen vorbereiten und alle Fragen stellen, die sich angesammelt haben.“

Die beiden Frauen haben eine ganz besondere Beziehung entwickelt: „Ich weiß, dass sich Frau Schmitt wirklich für meine medizinischen Werte interessiert. Und ihre Ratschläge passen einfach zu meinem persönlichen Lebensstil.“

Den musste sie allerdings etwas verändern. Mit Diabetes Typ 2 konnte sie ihr altes Leben nicht weiterleben. Wer diese Krankheit hat, muss etwas korrigieren, sich neue Ziele setzen und braucht Disziplin. Ein schweres Unterfangen, das nur mit guten Partnern gelingen kann. „Das Schöne ist, dass mich auch mein Mann immer unterstützt. Mein Diabetes gehört eben zu unserem gemeinsamen Leben.“

Mit Rhythmus und Spaß ins neue Leben

Elfriede Freigang-Höpfner bewegte sich mehr und ernährte sich etwas anders. Sie überforderte sich nicht, behielt aber ihre Hobbys im Visier: „Ich habe das intensiviert, was mir schon immer Spaß gemacht hat – Radfahren, Gartenarbeit und Schwimmen. Auch wenn ich nicht die Schnellste im Becken bin, darauf kommt es nicht an. Ich drehe einfach meine Runden.“

Ihr Auto übergab sie schon vor einiger Zeit dem Sohn. Seitdem erledigt sie fast alles mit dem Fahrrad – auch den Schulweg. „Dabei hilft mir ein fester Rhythmus – ich bin ein Gewohnheitsmensch. Ob Bewegung oder Ernährung, wenn ich meinem Rhythmus habe, ist alles gut.“

Nach diesem Motto arbeitete Elfriede Freigang-Höpfner auch an ihren Ernährungsgewohnheiten: „Früher habe ich beim Korrigieren der Klausuren zu viel Schokolade genascht, weil ich mit meinen Schülern gebangt habe. Dagegen hilft nur, während der Arbeit alle Süßigkeiten wegzupacken.“


Natürlich isst sie weiterhin Schokolade & Co., aber viel kontrollierter. Zum Beispiel erst nach dem Korrigieren der Klausuren, als kleine Belohnung. Oder sie achtet darauf, am Tag vor und nach dem Kaffeeklatsch weniger Süßes zu sich zu nehmen. Konsequenz bedeutet für sie nicht den totalen Verzicht: „Ich gönne mir gern mal etwas – aber wenn, dann immer mit Genuss. Danach schwimme ich eben eine Runde mehr oder lege eine Extraschicht im Garten ein.“

Ihr Körper hat erfreulich auf ihre neue Lebensweise reagiert. Elfriede Freigang-Höpfner wiegt sieben Kilo weniger und fühlt sich deutlich fitter. Sie genießt ihr neues, gesundheitsbewusstes Leben: „Es ist ein schönes Gefühl, wenn eine Hose, die mir schon seit einigen Jahren nicht mehr gepasst hat, wieder gut sitzt.“

Gleichzeitig ist ihr aber wichtig, sich nicht zu sehr unter Druck zu setzen: „Natürlich könnte ich noch schlanker sein, aber ich muss nicht – auch nicht aus medizinischer Sicht.“ Ihr Ziel ist es, den Diabetes ohne Medikamente im Griff zu halten – niedrigen Blutzucker zu haben, ohne auf allzu vieles zu verzichten.

Das gelingt ihr. Wenn Elfriede Freigang-Höpfner zur Routine-Kontrolle geht und ihr Arzt sagt „alles in Ordnung, machen Sie weiter so“, dann weiß sie, dass sie die richtige Balance für ihr Leben erreicht hat: „Ich fühle mich nicht krank – ich habe meinen Weg gefunden.“

Diabetes - trotz Zuckerkrankheit ein normales Leben führen

3 Fakten über Diabetes

7 Mio.

Menschen in Deutschland haben Diabetes.

Quelle: Nationale-Diabetes-Survey. Robert Koch-Institut, 2021

1,3 Mio.

Menschen leben schätzungsweise, ohne von ihrer Diabeteserkrankung zu wissen.

Quelle: Diabinfo.de, 2021

560.000

Menschen etwa erkranken jährlich an Diabetes. Das ist in etwa die Einwohnerzahl von Dortmund.

Quelle: Diabinfo.de, 2021

So hilft der gesundheitsservice 360°

  1. Persönliche Betreuung

    durch Diabetes- und Ernährungsberater; diese beantworten Fragen rund um Diagnose, Therapie oder Maßnahmen

  2. Individuelle Bedürfnisse

    und Lebensumstände der Teilnehmer werden vom Programm berücksichtigt

  3. Hilfe beim Aufbau von Gewohnheiten,

    die die Gesundheit fördern (z.B. Ernährung und Bewegung)

  4. Fixe und aufeinander aufbauende Termine,

    in der Regel einmal monatlich

  5. Ziel:

    Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität und Minimierung von Folgekrankheiten

Telemedizinische Unterstützung

  1. Coaching per Telefon durch speziell ausgebildete Mitarbeiter

  2. Blutzuckermessgerät sowie Waage und Schrittzähler für Menschen mit Adipositas werden zur Verfügung gestellt

  3. Messdaten werden mit dem Coach besprochen und ausgewertet

  4. Zahlreiche Tools für Motivation, Information und Kommunikation stehen auf einem Portal zur Verfügung