Hören oder nicht hören: Über die Entwicklung der Sinne

Eltern kennen das: Die Ermahnung das Zimmer aufzuräumen kann fünfmal ausgesprochen – und ebenso oft überhört werden. Aber tatsächlich haben kleinere Kinder eine gute Entschuldigung: Sie können nicht anders!
 
Welche #ichkanndasschonalleine Momente Kinder schon bewältigen können, hängt auch davon ab, wie sie die Welt wahrnehmen, hören und sehen. Tatsächlich müssen Kinder erst lernen, ihre Sinne sicher zu gebrauchen, denn sie verarbeiten äußere Reize anders als Erwachsene. Das macht sich auch in Gefahrensituationen bemerkbar.
 
Erst mit ungefähr sechs Jahren ist der Hörsinn vollständig ausgereift. Kinder konzentrieren sich unbewusst auf das, was sie am meisten interessiert. Und das ist eben oft nicht das, was Mama oder Papa sagen. Das blenden sie einfach aus. Ohne böse Absicht. Zuhause, in geschützter Umgebung, macht es nur den Eltern das Leben schwer. Aber auf der Straße kann es schnell gefährlich werden, denn auch das Hupen eines Autos überhören Kinder leicht, wenn sie abgelenkt sind. Es reicht schon, dass auf der anderen Straßenseite ein Kindergartenfreund entlangläuft. Und selbst wenn Kinder das Hupen tatsächlich als Warnsignal wahrnehmen, reagieren sie deutlich langsamer als Erwachsene. Denn sie brauchen länger, um äußere Reize zu verarbeiten.

„Mama, wo bist du?“ ​

Auch das räumliche Hören, also die Fähigkeit zu erkennen, aus welcher Richtung ein Geräusch kommt, muss erst ausreifen. Weiß Ihr Kind wohin es kommen soll, wenn Sie von hinten nach ihm rufen oder ohne dass Sie zu sehen sind? Zumindest wurde ihm das nicht in die Wiege gelegt. Im Straßenverkehr bedeutet das, dass sich ein Kind im Kindergartenalter nicht auf sein Gehör verlassen und sich darüber orientieren kann. Es erkennt eben nicht am Geräusch, von wo ein Auto oder ein Motorrad angefahren kommt. Umso wichtiger ist es, Kindern auch auf der Straße Zeit zu lassen, die Verkehrssituation mit Augen und Ohren zu erfassen.

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#ichkanndassschonalleine – die Kampagne der AXA Kindersicherheitsinitiative

Es ist toll, wenn Kinder ihre Eigenständigkeit entdecken. Aber im Alltag kann das einen auch ganz schön fordern, weil man entscheiden muss: Traue ich das meinem Kind zu? Was kann passieren? Ist das Risiko vertretbar?

Die meisten Eltern sind sich einig, dass es weder gut ist, sein Kind in Watte zu packen, noch das Gegenteil. Aber wie findet man das richtige Maß? In unseren Interviews für den AXA Kindersicherheitsreport hat sich gezeigt, dass das ein großes Thema für Eltern ist. Mit unserer Kampagne wollen wir Eltern unterstützen, bewusst und selbstbewusst zu entscheiden. Wer kennt ein Kind schon besser als Mutter oder Vater? Wer seinen Nachwuchs im Alltag beobachtet, kann in der Regel gut einschätzen, was man ihm zutrauen kann ‒ mit gesundem Elternverstand sozusagen.

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