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Arztbesuch
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Sie sind akut erkrankt?

Hier finden Sie Antworten zu Fragen rund um den Arztbesuch

Grippaler Infekt, Halsentzündung, Magen-Darm-Probleme, Rückenschmerzen – es gibt viele Anlässe für einen Arztbesuch. Hier lesen Sie, was Sie als Privatpatient bei Ihrer Arztwahl berücksichtigen sollten und welche Dinge darüber hinaus für Sie wichtig sind, auch im Hinblick auf die Erstattung.

Wer privat versichert ist, hat gegenüber dem Arzt einen anderen Status als früher. Denn anstelle der gesetzlichen Krankenversicherung sind Sie selbst Vertragspartner des Arztes. Grundlage der ärztlichen Behandlung ist der Behandlungsvertrag zwischen Ihnen und dem Arzt. Immer wenn Sie einen Arzttermin vereinbaren, die Praxis betreten oder die Sprechstunde aufsuchen, haben Sie mit Ihrem Arzt stillschweigend einen Behandlungsvertrag abgeschlossen.

Als Privatpatient haben Sie die freie Arztwahl unter den niedergelassenen und zugelassenen Ärzten. Freie Arztwahl bedeutet für Sie, dass Sie nicht zwischen Privatarzt und Kassenarzt unterscheiden müssen. Was ändert sich darüber hinaus für Sie als Privatpatient? Hier finden Sie die wichtigsten Unterschiede zur Gesetzlichen Krankenversicherung.

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Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat gesetzlich den Auftrag, ihren Versicherten einen weit­gehenden Schutz im Krankheitsfall zu gewähren. Die Versorgung soll ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein, also das notwendige Maß nicht überschreiten. Den Leistungskatalog legt grundsätzlich der Gesetzgeber fest. Für die Inanspruch­nahme einiger Leistungen werden vom Patienten Zuzahlungen verlangt.

In der GKV wird das Sachleistungsprinzip zugrunde gelegt. Der Arzt rechnet mit der kassenärztlichen Vereinigung ab; zwischen Arzt und Patient besteht kein Vertrags­verhältnis. Deswegen erhält der Patient auch in der Regel keinen Einblick in die Abrechnung. Ausnahme: Zuzahlungen bei Behandlungen (z.B. Zahnersatz, Massagen etc.).

In der Privaten Krankenversicherung (PKV) wählt der Kunde einen bestimmten Tarif aus und legt somit das Niveau und den Umfang seiner Absicherung selber fest. In der PKV wird das Kostenerstattungsprinzip zugrunde gelegt. Der PKV-Versicherte schließt, wenn er sich in die Behandlung eines Arztes begibt, mit diesem einen indi­viduellen Behandlungsvertrag. Es besteht keine vertrag­liche Bindung zwischen dem Arzt und dem PKV-Unternehmen. Der Patient kann die Rechnung beim Arzt bezah­len, sie anschließend dem Versicherer vorlegen und erhält nachträglich die Kosten­erstattung. Oder er legt die Rechnung dem Versicherer vor, erhält von diesem die durch seinen Versicherungsvertrag vorgesehene Erstattung und bezahlt im Anschluss den Arzt.

In der Privaten Krankenversicherung profitieren Versicherte von der besten medizinischen Versorgung. Im Gegensatz zur Gesetzlichen Krankenversicherung, in der Versicherte auch Leistungskürzungen hinnehmen müssen, sind die Leistungen in der Privaten Krankenversicherung ein Leben lang garantiert. Um diese Garantie gewährleisten zu können, schreibt der Gesetzgeber den PKV-Unternehmen vor, ihre Tarife so zu kalkulieren, dass sie nicht nur die heutigen, sondern auch die zukünftig zu erwartenden Gesundheitskosten abdecken. Dabei kann man natürlich immer nur von dem aktuellen Stand der Preise für medizinische Behandlungen und der medizinischen Entwicklung ausgehen. Deswegen schreibt der Gesetzgeber vor, dass jedes PKV-Unternehmen jährlich seine Beiträge überprüfen muss. Der verantwortliche Aktuar und ein unabhängiger Treuhänder überprüfen die Beitragskalkulation. Und schließlich wacht auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht über die Richtigkeit der Kalkulation.

Die Wahl des Arztes

Oft macht es Sinn, bei einer akuten Erkrankung zunächst den Hausarzt aufzusuchen. Dies ist in der Regel ein praktischer Arzt bzw. ein Arzt für Allgemeinmedizin. Zu ihm hat man meist schon ein längerfristiges Vertrauensverhältnis und er kennt Sie und Ihre Vorgeschichte. Oftmals liegen ihm bereits Untersuchungsergebnisse vor, um Ihnen eine weitergehende fachärztliche Behandlung anzuraten. Gerade, wenn Sie sich nicht sicher sind, welcher Facharzt der richtige Ansprechpartner für Sie ist, kann Ihr Hausarzt weiterhelfen. Er kann Ihnen den richtigen Facharzt empfehlen!

Daher ist ein guter Hausarzt, der mit Rat und Tat zur Seite steht von großem Vorteil! Natürlich können Sie aber auch auf dem direkten Weg zum Facharzt gehen, denn Sie haben freie Arztwahl.   
Sollten Sie noch auf der Suche nach einem geeigneten Hausarzt oder Facharzt sein, dann stehen Ihnen unsere erfahrenen Berater am Gesundheitstelefon unter: 0221 148-41444 gerne zur Verfügung. Oder schauen Sie hier nach, ob es in Ihrer Nähe schon einen Partnerarzt von AXA gibt:

Bitte achten Sie darauf, welchen Tarif Sie bei AXA abgeschlossen haben.

Für Versicherte im Tarif EL Bonus (-N, -U), EL 400 (-N) oder EL (-N) sind bei der Wahl des Arztes Besonderheiten zu beachten:

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Mit der Entscheidung für den Tarif EL Bonus-U haben Sie sich für das Primärarztprinzip entschieden. Dabei gibt es Besonderheiten zu beachten, die die Erstattungshöhe beeinflussen können.
 
Das Primärarzt-Prinzip sieht vor, dass immer zuerst ein Primärarzt konsultiert wird. Stellt dieser fest, dass eine Folgebehandlung durch einen Facharzt medizinisch notwendig ist, überweist er an einen Arzt der entsprechenden Fachrichtung. Wird der Facharzt ohne Überweisung eines Primärarztes konsultiert, sind die Kosten der fachärztlichen Behandlung nicht zu 100 % erstattungsfähig. Sind Sie im Tarif EL Bonus-U versichert, sollte die Erstbehandlung deswegen immer durch einen Primärarzt erfolgen. Bei folgenden Ärzten handelt es sich um Primärärzte:

- Ärzte für Allgemeinmedizin
- Fachärzte für Gynäkologie
- Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin (Kinderärzte)
- Praktische Ärzte
- Fachärzte für Augenheilkunde (Augenärzte)
- Not- und Bereitschaftsärzte

Bitte beachten Sie:
Sie haben den Tarif EL Bonus-U und einen Internisten als Hausarzt? Dann ist es wichtig zu wissen, dass ein Internist ein Facharzt für Innere Medizin und kein Primärarzt im Sinne des Primärart-Prinzips ist. Es kommt in diesem Zusammenhang häufiger zu Missverständnissen, da das Primärarzt-Prinzip vielfach auch als Hausarzt-Prinzip verstanden wird. Wenn Sie also einen Internisten (Facharzt für Innere Medizin) als Hausarzt haben, werden die Kosten Facharztbehandlung eingestuft und sind nicht zu 100% erstattungsfähig.

Es gibt eine Ausnahme: Sollten Sie seit 3 Jahren vor Versicherungsbeginn einen Internisten als persönlichen Hausarzt haben, erkennt  AXA diesen auch als Primärarzt an. Hierfür gelten folgende Voraussetzungen:
- Sie haben den Internisten bereits bei Vertragsabschluss im Antrag als Hausarzt angegeben.
 
- Ihr Internist hat Sie in den letzten 3 Jahren vor Versicherungsbeginn allgemeinmedizinisch, d.h. als Hausarzt behandelt und zwar für Erkrankungen, für die normalerweise ein Hausarzt/Primärarzt aufgesucht wird.
 
- Anhand eines Berichtes Ihres Internisten wird der entsprechende Behandlungsverlauf der letzten 3 Jahre bestätigt.

Werden diese Voraussetzungen erfüllt, erkennen wir den genannten Internisten als Primärarzt an. Hinsichtlich der tariflichen Leistungen wird er einem praktischen Arzt gleichgestellt. Eine Überweisung für eine Erstbehandlung wird für diesen bestimmten Internisten nicht mehr benötigt. Die Leistungen können dann zu 100%  erstattet werden. Sie haben einen Internisten als Hausarzt und dies aber nicht im Antrag angegeben, dann können Sie uns den folgenden Fragebogen und die dazugehörige Schweigepflichtentbindungserklärung ausgefüllt zuschicken. Wir prüfen dann, ob wir Ihren Internisten als Hausarzt anerkennen können.


Vielleicht wussten Sie gar nicht, dass Ihr Hausarzt auch gleichzeitig Facharzt für innere Medizin ist und haben es deswegen auch nicht im Antrag angegeben. In diesem Fall bieten wir Ihnen an, dass wir im Nachhinein prüfen, ob die oben genannten Bedingungen erfüllt sind. Hierzu füllen Sie bitte in dem folgenden Fragebogen zunächst selber die Schweigepflichtentbindungserklärung aus. Danach schicken Sie bitte den gesamten Fragebogen an Ihren Arzt mit der Bitte ihn ausgefüllt an uns zurückzuschicken. Wir prüfen dann, ob wir Ihren Internisten als Primärarzt anerkennen können.

Hier geht es zum Fragebogen für den Primärarzt (PDF 556 KB).

Formalitäten in der Arztpraxis

Versichertenkarte / Formalitäten bei der Anmeldung

Auch als Privatpatient werden Sie in der Praxis um Ihre Versichertenkarte gebeten. Sie enthält Ihre Adresse, Ihr Geburtsdatum und Ihre Versicherungsnummer. Informationen zu Ihrem Tarif sind daraus für ambulante Behandlungen nicht ersichtlich, sie dient nur als eine Art Ausweis. Genauer gesagt heißt das, Ihr Arzt weiß nicht, welchen Tarif Sie abgeschlossen haben und ob z. B. die Behandlung durch Heilpraktiker, Psychotherapeuten oder alternative Heilmethoden in Ihrem Tarif enthalten sind. Auch über einen evtl. vereinbarten Selbstbehalt oder das Primärarztprinzip geben die Kartendaten keine Auskunft.

Viele Ärzte rechnen über ein externes Unternehmen ab, z. B. über eine Privatärztliche Verrechnungsstelle (PVS). Für diesen Abrechnungsmodus benötigt der Arzt Ihr Einverständnis, da persönliche und medizinische Daten an Dritte übermittelt werden. Deswegen holt die Arztpraxis, meist direkt bei der Anmeldung durch die Arzthelfer/innen, bei Ihnen die entsprechende Erlaubnis ein. Dies ist eine übliche Vorgehensweise, bei der Sie eine schriftliche Vorlage unterzeichnen.

Am besten schauen Sie sich einmal die Leistungsbeschreibung für Ihren Tarif an. Die genaue Bezeichnung Ihres versicherten Tarifs entnehmen Sie bitte dem Versicherungsschein.

Hier haben wir die Leistungsbeschreibungen zu einigen wichtigen Tarifen für Sie direkt hinterlegt. Sollte Ihr Tarif hier nicht aufgelistet sein, so finden Sie die Informationen zu Ihrem Tarif in den Unterlagen, die wir Ihnen zusammen mit der Versicherungspolice geschickt haben.

Bei einer stationären Krankenhausbehandlung hat Ihre Versichertenkarte eine weiterführende Funktion. Lesen Sie hier mehr dazu.

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Aus der Karte ist für das Krankenhaus folgendes ersichtlich:

• Ihr Versicherungsumfang für stationäre Pflegekosten
• ggf. versicherte Wahlleistungen für die Unterbringung im 1- oder 2-Bettzimmer

Was es bei stationären Behandlungen zu beachten gibt, können Sie im Kapitel Krankenhaus nachlesen.

Gibt es Behandlungsalternativen?

Bei vielen Krankheitsbildern und -Verläufen gibt es unterschiedliche Behandlungsansätze. Sollte Unsicherheit bestehen, ob die vorgeschlagene Methode für Sie die richtige ist? Dann sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. Er wird Ihnen die Vor- und Nachteile der angeratenen Behandlung erklären, damit Sie sich sicher fühlen mit der Entscheidung für eine Behandlung. Nicht selten gibt es verschiedene Behandlungsoptionen.

Als Privatpatient sind Sie der Vertragspartner des Arztes. Sie erhalten die Rechnung und bezahlen diese. Sie können mit Ihrem Arzt weitere Behandlungsoptionen und die geeigneten nächsten Schritte besprechen. In der Gesetzlichen Krankenversicherung ist der Ablauf ein anderer. Hier erhält der Arzt seine Vergütung durch die Kassenärztlichen Vereinigungen der gesetzlichen Kassen und ist deren weitreichenderen Regularien unterworfen.

Alternative Behandlungsmethoden
Neben den von der Schulmedizin überwiegend anerkannten Behandlungsmethoden und Arzneimitteln zahlt die AXA auch für alternative Methoden und Arzneimittel. Voraussetzung ist, diese haben sich in der Praxis als ebenso erfolgversprechend bewährt oder es stehen keine schulmedizinischen Methoden zur Verfügung.

Typische alternative Behandlungsmethoden sind beispielsweise Akupunktur der traditionellen chinesischen Medizin oder Homöopathie. Die Wirksamkeit der Behandlungsmethoden ist nicht immer zweifelsfrei erwiesen. Eine Behandlungsmethode kann für ein bestimmtes Krankheitsbild als wirksam anerkannt sein, für ein anderes jedoch konnte keine ausreichende Wirksamkeit nachgewiesen werden. Sie können sich daher vor Beginn einer Behandlung immer bei uns erkundigen, ob und in welchem Umfang die in Frage kommende Behandlung erstattungsfähig ist. Gerne sind unsere Berater am Service-Telefon für Sie da: 0221 148-41002.

Je nach versichertem Tarif ist bei der Erstattung entscheidend, durch wen die Behandlung erfolgt. Es gibt Tarife, die alternative Heilbehandlung durch anerkannte Heilpraktiker anerkennen und erstatten. In anderen Tarifen ist vorgesehen, dass alternative Heilbehandlungen nur durch Ärzte mit entsprechender Zusatzqualifikation und daraus resultierender Zusatzbezeichnung  erstattet werden.

In Ihren Vertragsunterlagen finden Sie dazu entsprechende Angaben. Gerne können Sie sich dazu auch direkt an uns wenden: 0221 148-41002.

Tipp Am besten schauen Sie sich einmal die Leistungsbeschreibung für Ihren Tarif an.  Welchen Tarif Sie abgeschlossen haben, entnehmen Sie bitte dem Versicherungsschein.

Hier haben wir die Leistungsbeschreibungen zu einigen wichtigen Tarifen für Sie direkt hinterlegt. Sollte Ihr Tarif hier nicht aufgelistet sein, so finden Sie die Informationen zu Ihrem Tarif in den Unterlagen, die wir Ihnen zusammen mit der Versicherungspolice geschickt haben.

Leistungsbeschreibung EL Bonus-U (PDF, 21 KB)
Leistungsbeschreibung Vital300-U, Vital900-U (PDF, 21KB)

Tarife für Ärzte:
Leistungsbeschreibung VA2-U (PDF, 20 KB)
Leistungsbeschreibung VA6-U, VA6-900-U (PDF, 24 KB)
Leistungsbeschreibung VZ600-U (PDF, 23 KB)

Verordnung des Arztes

Medikamente/Arzneimittel

Verschreibt Ihnen Ihr Arzt ein Medikament, so stellt er Ihnen ein privatärztliches Rezept aus. Dies bedeutet, dass Sie die Medikamente vorab beim Kauf in der Apotheke bezahlen. Anschließend erstattet Ihnen AXA die Kosten für Arzneimittel, wenn Sie medizinisch notwendig und verordnet sind.

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Dabei ist es unerheblich, ob die Medikamente rezeptpflichtig oder freiverkäuflich in einer Apotheke bezogen werden können. Entscheidend ist die medizinische Notwendigkeit des Präparates. Damit wir die medizinische Notwendigkeit des Medikamentes prüfen können, benötigen wir die genaue Krankheitsbezeichnung. Deswegen reichen Sie uns bitte Rezepte mit der dazugehörigen Rechnung ein oder lassen Sie die entsprechende(n) Diagnose(n) auf dem Rezept vermerken.

Zur Orientierung:
Nährmittel, Stärkungsmittel, Abführmittel, Badezusätze, Desinfektionsmittel, Kosmetika, empfängnisverhütende Mittel und ähnliches zählen nicht zu den Arzneimitteln, die medizinisch notwendig und somit erstattungsfähig sind. Die Abgrenzung ist nicht immer einfach. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie unsere Berater am Service-Telefon konkret nach der Erstattungsfähigkeit: 0221 148 41002.

Der Arzt ist völlig frei in seiner Entscheidung, welches Medikament er Ihnen verordnet. Sie können bei einer Medikamentenverordnung gemeinsam mit dem Arzt überlegen, ob es Alternativen zu teuren patentgeschützten Arzneimitteln gibt. Ist nämlich der Patentschutz eines Arzneimittels abgelaufen, kommen preisgünstigere Generika auf den Markt, die dem Original in Wirksamkeit und Sicherheit entsprechen. So können Sie als Privatversicherter selbst einiges bewirken, damit Ihre Beiträge langfristig bezahlbar bleiben. Und wenn Sie aufgrund eines Selbstbehaltes die Medikamente selbst zahlen, macht sich der Kauf von Generika sofort positiv in Ihrer Brieftasche bemerkbar.
 
Informationen zu Verschreibungen und zum Bezug von Medikamenten (PDF, 1,7 MB)

Hilfsmittel

Hilfsmittel sind beispielsweise Bandagen, Inhalationsgeräte, Gehhilfen oder ähnliches.

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Verschreibt Ihnen Ihr behandelnder Arzt ein Hilfsmittel, sollte er bitte auf der Verordnung/dem Rezept die entsprechende(n) Diagnose(n) vermerken.  Für den Bezug des verordneten Hilfsmittels bieten wir Ihnen einen besonderen Service: AXA kooperiert mit bundesweit tätigen Anbietern, die bei Bedarf eine Vor-Ort-Betreuung und -Beratung durchführen. Ihre Hilfsmittel werden Ihnen direkt und frei Haus geliefert. Bei der Beschaffung durch AXA profitieren Sie von günstigen Konditionen. Dabei müssen Sie nicht einmal mehr in Vorleistung treten. Nutzen Sie diesen umfangreichen Service. Dadurch werden Ihnen die erforderlichen Hilfsmittel zu 100% erstattet.

Informationen rund um das Thema Hilfsmittel-Management (PDF, 123 KB)

Heilmittel

Heilmittel sind Anwendungen und Behandlungen wie beispielsweise Krankengymnastik, Massagen, Lymphdrainage, manuelle Therapie etc. Diese werden von Ärzten verordnet und von speziell ausgebildeten Therapeuten durchgeführt.

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Dies sind z.B. Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten, etc.
Heilmittel sind – wie alle anderen medizinischen Maßnahmen auch –  erstattungsfähig, wenn sie medizinisch notwendig sind. Es reicht nicht aus, dass eine Maßnahme angeraten wird, weil sie einem „gut tut“. Verschreibt Ihnen Ihr behandelnder Arzt Heilmittel, sollte er bitte auf dem Rezept die entsprechende(n) Diagnose(n) und Maßnahme(n) vermerken. Auf diese Weise können wir die medizinische Notwendigkeit überprüfen. Wichtig für Sie: Wenn Sie sicher gehen wollen, dass eine Maßnahme erstattungsfähig ist, sprechen Sie Ihren Arzt einfach auf die medizinische Notwendigkeit an!
Auf der Rückseite der Verordnung vermerken die Therapeuten häufig, wann welche Behandlung erfolgt ist. In jedem Fall sollten die Behandlungstage aber auf der Rechnung vermerkt sein.

Tipp
Wissenswertes, bevor Sie z.B. zum Krankengymnast, Masseur etc. gehen

Ist ein Heilmittel medizinisch notwendig, sind bei der Erstattung zwei weitere Dinge von Bedeutung:
- die sogenannten Heilmittelliste
- die in Ihrem Tarif vorgesehene maximale Erstattung
 
Anders als Ärzte und Zahnärzte sind Heilmittelanbieter nicht an eine amtlich verbindliche Gebührenordnung gebunden. Daher können sie grundsätzlich die Preise für ihre Leistungen selber festlegen, beziehungsweise mit Ihnen als Patient vereinbaren. Damit Sie vor Behandlungsbeginn und für das Gespräch mit dem Therapeuten wissen, welche Preise wir anerkennen, haben wir eine sogenannte Heilmittelliste erstellt. In dieser sind die üblichen Heilmittel mit entsprechenden Höchstpreisen aufgeführt. Dabei handelt es sich um Preise, die marktüblich und angemessen sind. Nehmen Sie die Heilmittelliste mit zu Ihrem Heilmittelanbieter oder greifen Sie direkt darauf zu.

Heilmittelpreisliste (PDF, 48 KB)

Tarifliche Erstattung
Die maximale Erstattung hängt vom versicherten Tarif ab.


Am besten schauen Sie sich einmal die Leistungsbeschreibung für Ihren Tarif an. Welchen Tarif Sie abgeschlossen haben, entnehmen Sie bitte dem Versicherungsschein.
Hier haben wir die Leistungsbeschreibungen zu einigen wichtigen Tarifen für Sie direkt hinterlegt. Sollte Ihr Tarif hier nicht aufgelistet sein, so finden Sie die Informationen zu Ihrem Tarif in den Unterlagen, die wir Ihnen zusammen mit der Versicherungspolice geschickt haben.

Leistungsbeschreibung EL Bonus-U (PDF 21 KB)
Leistungsbeschreibung Vital300-U, Vital900-U (PDF 21 KB)

Tarife für Ärzte:
Leistungsbeschreibung VA2-U (PDF, 20 KB)
Leistungsbeschreibung VA6-U, VA6-900-U (PDF, 24 KB)
Leistungsbeschreibung VZ600-U (PDF, 22 KB)

Sehhilfen

Unter Sehhilfen versteht man Brillen und Kontaktlinsen.

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Sie sind – wie alle anderen medizinischen Maßnahmen auch – erstattungsfähig, wenn sie medizinisch notwendig sind. Das heißt auch für Sehhilfen benötigen Sie eine ärztliche Verordnung/ein Rezept, auf dem die Diagnose bzw. der Grad der Fehlsichtigkeit vermerkt sein muss.

Bei Brillen und Kontaktlinsen enthalten die Tarife jeweils genaue Regelungen, bis zu welchem Höchstbetrag und in welchen Intervallen die Kosten übernommen werden.

Am besten schauen Sie sich einmal die Leistungsbeschreibung für Ihren Tarif an. Welchen Tarif Sie abgeschlossen haben, entnehmen Sie bitte  dem Versicherungsschein. Hier haben wir die Leistungsbeschreibungen zu einigen wichtigen Tarifen für Sie direkt hinterlegt. Sollte Ihr Tarif hier nicht aufgelistet sein, so finden Sie die Informationen zu Ihrem Tarif in den Unterlagen, die wir Ihnen zusammen mit der Versicherungspolice geschickt haben.

Ein wichtiger Hinweis für Sie: Ein beim Optiker durchgeführter Sehtest ersetzt keinen Besuch beim Augenarzt.
Leistungsbeschreibung EL Bonus-U (PDF 21 KB)
Leistungsbeschreibung Vital300-U, Vital900-U (PDF 21 KB)

Tarife für Ärzte:
Leistungsbeschreibung VA2-U (PDF, 20 KB)
Leistungsbeschreibung VA6-U, VA6-900-U (PDF, 24 KB)
Leistungsbeschreibung VZ600-U (PDF, 22 KB)

Abrechnung Ihres Arztes

Worauf ist bei einer Rechnung von Ihrem Arzt zu achten?

Sie sind als Rechnungsempfänger auch derjenige, der die Rechnung begleichen muss.Sie sollten die Rechnung, die Sie für Ihre medizinische Behandlung erhalten immer überprüfen, bevor Sie sie bezahlen. Das ist kein Misstrauen gegenüber Ihrem Arzt. Vielmehr das Wissen, dass ein Arzt seine Rechnungen heute nicht sofort nach der Behandlung selber schreiben kann.

Viele Ärzte übergeben die Rechnungsstellung und alles, was damit im Zusammenhang steht, an sogenannte  Privatärztliche Verrechnungsstellen (PVS) oder ähnlich spezialisierte Dienstleistungsunternehmen ab. Andere schreiben die Rechnungen noch selber bzw. mit Hilfe ihrer Angestellten in der Praxis; das geschieht aber auch nicht sofort, sondern Tage oder Wochen später. Wo gearbeitet wird, passieren auch manchmal Fehler. Achten Sie insbesondere darauf, dass die richtige Diagnose auf der Rechnung vermerkt ist. Sie verstehen die Diagnose nicht? Fragen Sie Ihren Arzt oder rufen Sie unsere Berater am Service-Telefon an: 0221 148-41002. Eine falsche Diagnose kann später z. B. bei einer Höherversicherung sowie beim Abschluss einer Berufsunfähigkeits- oder Lebensversicherung zu  Missverständnissen führen. Ist dies der Fall, bitten Sie den Arzt um eine korrigierte Rechnung.

Sie haben darüber hinaus Fragen zu Ihrer Rechnung?

Bitte wenden Sie sich immer erst an Ihren Arzt und lassen Sie sich die Rechnung erklären. Das gilt auch, wenn die Rechnung über eine Verrechnungsstelle kam. Sollten danach noch Unsicherheiten bestehen, haben Sie die Möglichkeit unseren Rechnungs-Check zu nutzen. Hier können Sie Ihre Rechnung noch bevor Sie Ihren Arzt bezahlen, überprüfen.
Hier erfahren Sie mehr zum Rechnungs-Check (PDF 2 MB) 

Wie rechnet der Arzt ab?

Die Rechnungen Ihres Arztes richten sich immer nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Dort sind Höchstgrenzen für die Vergütung festgelegt. Jede private Krankenversicherung beachtet diese Grenzen bei der Erstattung. Ärzte dürfen die in der GOÄ festgelegten Beträge mit einem bestimmten Faktor multiplizieren. Mit welchem Faktor ist abhängig von der Art der Leistung. Dabei wird zwischen ärztlichen, technischen und Laborleistungen unterschieden:

  • Ärztliche Leistungen sind die persönlichen Leistungen des Arztes; sie können vom einfachen bis zum 2,3fachen Satz berechnet werden. Bei besonders schwierigen Leistungen oder Krankheitsfällen darf dieser Faktor auch höher sein (bis Faktor 3,5). Dies muss der behandelnde Arzt selbstverständlich nachvollziehbar begründen.
  • Technische Leistungen sind solche mit einem hohen Sachkostenanteil oder solche, die der Arzt nicht selber erbringt (z.B. Röntgenuntersuchungen u.ä.); sie können vom einfachen bis zum 1,8fachen Satz berechnet werden.
  • Laborleistungen können zwischen dem einfachen und 1,15fachen Satz berechnet werden.

Tipp

Wenn Ihr Arzt zu einem höheren Faktor als 3,5fach abrechnen will, muss er Ihnen vor Behandlungsbeginn eine entsprechende Honorarvereinbarung vorlegen. Ist Ihnen nicht verständlich, warum der Arzt ein höheres Honorar abrechnen möchte? Dann lassen Sie sich das höhere Honorar vor Unterzeichnung von ihm begründen. Es ist Ihr gutes Recht zu verstehen, welche Behandlung Ihr Arzt für Sie vorsieht und seine Rechnung sollte später für Sie nachvollziehbar sein.

Sollte Sie dennoch unsicher sein, in welcher Höhe Ihr Versicherungsschutz diese höheren Kosten abdeckt, sind unsere Berater am Service-Telefon gerne für Sie da: 0221 148-41002.

Einreichen von Rechnungen bei AXA

Rechnungen zur Erstattung einreichen

Sie können Ihre Arztrechnungen per Post oder Fax an uns senden. Bitte geben Sie dabei Ihre Versicherungsnummer an und reichen uns nur Originalrechnungen ein.

Oder, wenn Sie in unserem ePortal Meine Gesundheit registriert sind, können Sie Ihre Rechnungen an uns auch zeitsparend und portofrei online übermitteln. Über Meine Gesundheit haben Sie zudem jederzeit Einsicht in den aktuellen Bearbeitungsstand und erhalten auch Ihre Leistungsabrechnung direkt über das ePortal und die App.  Weitere Informationen zum ePortal und der App Meine Gesundheit finden Sie unter 

Wie bearbeitet AXA die eingereichten Rechnungen?

Wir prüfen die eingereichten Rechnungen auf Basis des versicherten Tarifes. Das heißt auch, dass die Leistungen innerhalb des Versicherungszeitraumes erbracht und in Übereinstimmung mit den gebührenrechtlichen Vorschriften abgerechnet wurden. Entsprechend erstatten wir Ihnen die Aufwendungen in tariflicher Höhe.

Fehlen Belege oder Angaben wie z. B. die genaue Diagnose, die ärztliche Verordnung oder Anlagen zur Rechnung, so bitten wir Sie, diese nachzureichen. Wir benötigen diese Unterlagen um prüfen zu können, ob eingereichte Rechnungen erstattungsfähig sind. In der Privaten Krankenversicherung ist im Rahmen einer ambulanten Behandlung der Versicherte der Vertragspartner eines Arztes, nicht die Krankenversicherung – daher können wir nicht direkt mit dem Arzt in Kontakt treten. Wir versuchen selbstverständlich immer, die Bearbeitungsdauer so gering wie möglich zu halten, damit Sie nicht in Vorleistung treten müssen. Falls das jedoch in Einzelfällen nötig wird, bitten wir um Ihr Verständnis.

Was finde ich auf der Leistungsabrechnung von AXA?

Wir wollen stets dafür sorgen, dass die Leistungsabrechnungen für Sie transparent sind. Auf Ihrer Leistungsabrechnung weisen wir alle Rechnungsbeträge, alle Leistungsbeträge und die etwaigen Differenzen – z. B. aufgrund von Selbstbeteiligung oder einer vereinbarten maximalen Erstattung – detailliert aus.

Übrigens: Sie können Ihre Versicherungsangelegenheiten über unser geschütztes ePortal  und die App Meine Gesundheit online verwalten. Übermitteln Sie uns Ihre Rechnungen online, erhalten Sie auch unsere Leistungsabrechnungen direkt über das ePortal und die App.

Als Hilfestellung stellen wir Ihnen eine Musterleistungsabrechnung mit erklärenden Texten zur Verfügung. Damit möchten wir Ihnen zukünftig das Lesen und Verstehen Ihrer persönlichen Leistungsabrechnung erleichtern.
Musterleistungsabrechnung (PDF 293 KB)

Konnten wir Ihre Fragen rund um eine akute Erkrankung und den Besuch beim Arzt beantworten? Sollte dies nicht der Fall sein und es sind wichtige Fragen offen geblieben, dann rufen Sie uns einfach an: 0221 148-41002. Wir sind gerne für Sie da!

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