Das Leben gestalten – auch wenn Pflege notwendig ist

Private Pflegeversicherung, für Beamte ein wichtiges Thema


Solange man mit beiden Beinen fest und gesund im Berufsleben steht, denkt man kaum darüber nach, was sich durch eine Pflegebedürftigkeit alles ändern würde. Ist auch für Beamte die Absicherung generell sehr gut, können sie sich insbesondere im ambulanten Pflegebereich nicht zu 100% auf die Leistungen des Staats verlassen. Denn wenn tatsächlich ambulante Pflege notwendig wird, kann das auch für Beamte sehr kostspielig werden. Viele Faktoren zeigen, dass es notwendig und wichtig ist, über dieses Thema eingehend nachzudenken und zu handeln.

Durch die ständig steigende Lebenserwartung erhöht sich auch die Zahl der pflegebedürftigen Menschen. Eine Prognose des Statistischen Bundesamtes untermauert dies: Waren im Jahr 2005 noch 2,1 Mio Menschen in Deutschland auf Pflege angewiesen, wird diese Zahl bis zum Jahr 2030 auf rund 3,4 Mio ansteigen. Das bedeutet eine Zunahme von rund einem Drittel. Derzeit gibt es in Deutschland knapp über 13.000 Pflegeheime und ca. 12.750 ambulante Pflegedienste, die immer mehr Menschen zu pflegen haben. Wer soll das alles bezahlen? Kurz gesagt: zu einem Teil jeder selbst – auch Beamte...


Ein großes Thema: Woher kommt das liebe Geld?

Mit Inkrafttreten des Pflegeversicherungsgesetzes wurde eine Absicherung gegen das Risiko der Pflegebedürftigkeit seit dem 1.1.1995 für alle Bürger zur Pflicht. Seither wird bei gesetzlich Versicherten ein bestimmter Prozentsatz vom Lohn an die Pflegeversicherung abgeführt. Privatversicherte sind seitdem gesetzlich verpflichtet, eine private Pflegeversicherung abzuschließen.

Auch Beamte sind verpflichtet, eine – die Beihilfe ergänzende – Pflegepflichtversicherung abzuschließen. Aber auch bei Beihilfeberechtigten sind mit Beihilfe und Pflegepflichtversicherung nicht alle anfallenden Kosten abgedeckt. Besonders im Bereich der ambulanten Pflege bestehen Versorgungslücken. Der Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung – gerade für die ambulante Pflege - ist daher auch für Beamte absolut erforderlich.

Wenn Beamte pflegebedürftig werden, hängen bestimmte bzw. höhere Pflegeleistungen auch davon ab, welchen Familienstand und welche Einkünfte der Pflegebedürftige zu diesem Zeitpunkt hat. Somit können Beamte heute noch nicht wissen, mit welchen Leistungen Sie genau im Pflegefall zu rechnen haben. Außerdem können Beihilfeleistungen gekürzt werden, z.B. wenn es immer mehr ältere Menschen gibt, die pflegebedürftig werden.

Beachten sollte man auch, dass es ja nicht damit getan ist, dass ein Pflegedienst einige Male am Tag vorbei schaut. Denn z.B. Hilfe im Haushalt, Hilfe bei der Gartenpflege, Reparaturen, Besorgungen und vieles mehr - dafür kommt weder die Beihilfe noch die Pflegepflichtversicherung auf.  


Unterschiedliche Konzepte in der Pflege

Grundsätzlich kann man im Pflegebereich zwischen stationärer Pflege und der ambulanten Pflege unterscheiden. Die stationäre Pflege erfolgt durch spezielles Pflegepersonal in Pflegeheimen oder betreutem Wohnen. Bei der ambulanten Pflege werden die Bedürftigen oft von Angehörigen oder von ambulanten Pflegediensten zu Hause betreut.  

Die meisten Menschen wünschen sich, solange es geht, ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen und in den eigenen vier Wänden zu leben. Daher ist der ambulante Pflegedienst eine wichtige Säule im Pflegesystem. Er unterstützt Pflegebedürftige und ihre Angehörigen bei der Pflege und Betreuung zu Hause. Die Mitarbeiter des Pflegedienstes kommen zu den Betroffenen nach Hause und helfen bei der täglichen Pflege, der hauswirtschaftlichen Versorgung und häuslichen Betreuung. Die ambulante Pflege ermöglicht den Betroffenen, trotz Pflegebedürftigkeit in ihrer vertrauten Umgebung zu bleiben. Ausgeweitet werden kann dieses Angebot zum Beispiel noch durch die Versorgung mit „Essen auf Rädern“.

Gibt es zum Beispiel keine Angehörigen, die sich um die zu pflegende Person kümmern können oder möchten, kann bei Menschen, die nicht rund um die Uhr betreut werden müssen, ein ambulanter Pflegedienst für die ambulante Pflege ausreichend sein. Sind die Beeinträchtigungen zu stark – und damit verbunden der Pflegebedarf sehr hoch – muss entweder eine 24h-Pflege in Anspruch genommen werden, die dann auch bei der zu pflegenden Person wohnt oder der Umzug in ein Pflegeheim steht bevor.


Gerade bei der ambulanten 24h-Pflege sind die anfallenden Kosten sehr hoch, wie zum Beispiel für den Umbau des Wohnraums. In den meisten Fällen reicht der vorhandene Wohnraum mit einem Pfleger oder einer Pflegerin nicht aus. Es muss Platz geschaffen werden mit einem eigenen Bereich für die Pflegekraft. Eventuell muss die Wohnung auch in Bezug auf Barrierefreiheit umgebaut werden. So müssen Schwellen entfernt, Wände und Durchgänge versetzt oder die Küche und das Bad umgebaut werden und vieles mehr. Die Anschaffung eines Treppenlifters kann notwendig werden.

Tipp: Die KfW-Förderbank unterstützt alle, die ihr Zuhause vorausschauend und komfortabel umbauen wollen.

Nicht zu vergessen sind der Lohn und die Sozialabgaben für die Pflegekraft: Seit dem 1. Januar 2015 gilt der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 € pro Stunde. Bei 30 Tagen im Monat entstehen da Kosten in Höhe von durchschnittlich 2.000 €. Hinzu kommen freie Kost und Logis und Fahrtkosten. Die Kosten für die 24-Stunden Betreuung müssen die Pflegebedürftigen bzw. ihre Angehörigen zum großen Teil selber finanzieren. Für die ambulante Pflege gibt es, je nach Pflegegrad, Geldleistungen von 316 bis 901 Euro.



Grundsätze der Pflege – ambulant vs. stationär

In Deutschland gilt „Vorsorge und Wiederherstellung der Gesundheit vor Pflege” und „ambulante Pflege vor stationärer Pflege”. Somit hat die häusliche Pflege Vorrang vor einer stationären Unterbringung. Daher legt das Gesetz den Schwerpunkt auf Leistungen, welche die Bedingungen für die häusliche Pflege verbessern und die Pflegenden entlasten. Die Höhe der häuslichen Pflegeleistungen richtet sich nach dem jeweiligen Pflegegrad. Darüber hinaus leistet die Pflegeversicherung auch für Pflegehilfsmittel, gewährt Zuschüsse zum pflegebedingten Umbau der Wohnung und bietet unentgeltliche Pflegekurse für Angehörige und ehrenamtliche Pflegepersonen an.

Diese Zuschüsse decken jedoch nur einen Teil der anfallenden Kosten ab – der Rest muss selbst bezahlt werden. Vor allem, wenn die Wohnung umgebaut werden muss, können die Ersparnisse schnell aufgebraucht sein. Das ist besonders bitter – schließlich hat man ja nicht jahrelang dafür gespart, sondern wollte sich gerade in der Rente mal eine große Reise oder etwas anderes leisten, das man sich schon lange gewünscht hat ...


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Auch für Beamte ist die Eigenvorsorge für den Pflegefall wichtig. In der Pflegewelt von AXA werden die wichtigen Themen der Pflege in informativen und praxisnahen Filmen behandelt. Warum eine Pflegezusatzversicherung für Beamte wichtig ist, erfahren Sie in unserem Filmbeitrag.

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Wer ist eigentlich pflegebedürftig und was hat es mit den Pflegestufen auf sich?

Pflegebedürftig ist, wer auf Grund von Krankheit oder Behinderung bei persönlichen Verrichtungen die Hilfe einer Pflegeperson benötigt. Beihilfe für Pflegeleistungen gibt es nur für Pflegebedürftige, die in einen Pflegegrad eingestuft sind. Diese Einstufung wird durch einen Gutachter erstellt – maßgeblich ist dabei der Umfang des Pflegebedarfs. Auf Basis dieses Gutachtens erfolgt die Zuordnung zu Pflegegrad 1, 2, 3, 4 oder 5 und damit zusammenhängend ist die Höhe der Beihilfe.

Auch wenn selbst nicht mehr alles geht – die Ansprüche bleiben gleich

Der Garten, den man jahrelang gepflegt und genossen hat, braucht auch weiterhin einen grünen Daumen – das muss jetzt jemand anders übernehmen. Auch der Sommerurlaub soll nicht nur Teil der Erinnerung sein und das Essen soll schmecken – auch wenn es zu mühsam ist, es zuzubereiten. All das stellt einen Pflegebedürftigen vor große Herausforderungen – vor allem finanzieller Art, denn ein Gärtner, eine betreute Reise oder Essen auf Rädern kosten einfach Geld. Und genau dafür kann auch die Auszahlung der privaten Pflegeversicherung verwendet werden – ganz ohne Nachweis, wofür das Geld eingesetzt wurde. Mit einer privaten Pflegezusatzversicherung können Restkosten zu einem selbst bestimmten Umfang abgesichert werden. Das sorgt vor und schafft finanzielle Sicherheit für die Zukunft

Denken Sie einfach mal darüber nach, was Sie sich auch  mit Pflegebedarf alles noch leisten möchten und vielleicht auch leisten müssen...


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