Versicherungen für Berufsstarter



Der Start ins Berufsleben bedeutet Unabhängigkeit aber auch mehr Verantwortung für sich selbst. Welche Versicherungen jetzt mehr oder weniger ein „Muss“, also besonders wichtig, empfehlenswert oder ergänzend sind, können Sie hier nachlesen.


Unbedingt notwendig

Krankenversicherung
Eine Krankenversicherung muss in Deutschland jeder haben. Für Berufsanfänger empfiehlt sich in der Regel die gesetzliche Krankenversicherung. Die private Krankenversicherung ist gerade am Anfang des Berufslebens in der Regel deutlich teurer. Zudem kann sich nur privat versichern, wer als Angestellter ein Mindesteinkommen von derzeit 52.200 Euro pro Jahr erreicht - und das seit mindestens einem Jahr. Wer zuvor über die Eltern privat versichert war und später wieder zurückwechseln möchte, kann die private Versicherung als Anwartschaft neben der gesetzlichen Krankenversicherung weiterlaufen lassen. Der Vorteil: Beim Rückwechsel entfällt für Ehemalige der Gesundheitscheck.

Haftpflichtversicherung

Eine private Haftpflichtversicherung sollten Berufsanfänger möglichst bald abschließen. Sie schützt vor allen Kosten für Schäden, die man einem anderen Menschen zufügt. Wer etwa mit dem Fahrrad jemandem die Vorfahrt nimmt, und der andere trägt durch den Unfall eine Behinderung davon, muss womöglich bis ans Lebensende dafür zahlen. Bei der Auswahl sollten Berufsanfänger darauf achten, dass die Versicherungssumme ausreichend hoch ist: mindestens drei Millionen, besser noch sind fünf Millionen Euro.
 
Berufsunfähigkeitsversicherung
Es denken wohl nur Wenige über den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung nach, wenn sie gerade in das Berufsleben einsteigen. Doch gerade jetzt ist diese Absicherung besonders wichtig. Berufseinsteiger bekommen nämlich keine Leistungen, wenn sie nicht mehr arbeiten können. Grund: Die Erwerbsminderungsrente zahlt der Staat erst nach 5 Jahren versicherungspflichtiger Beschäftigung.


Empfehlenswert

Riester-Rente
Kaum verdient man sein erstes Geld und schon soll man an die Rente denken? Ja, denn gerade wenn man jung ist, sind die Beiträge besonders günstig. Zudem werden die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung in Zukunft nur noch eine Grundversorgung sichern. Die Riester-Rente hilft, mit staatlicher Förderung und Steuervergünstigungen, im Alter finanziell besser dazustehen. Bis zum 25. Geburtstag gibt es für Berufseinsteiger sogar einen zusätzlichen Bonus in Höhe von 200 Euro.
 
Unfallversicherung
Die gesetzliche Unfallversicherung greift nur bei Unfällen während der Arbeit oder auf dem Weg dorthin. In der Freizeit hingegen sind Unfälle nicht abgesichert. Geschieht hier ein Unfall, dann besteht keine gesetzliche Absicherung: Die private Unfallversicherung hilft dann finanziell. Grundsätzlich ist die private Unfallversicherung besonders sinnvoll für die Absicherung von schweren Unfällen. Mit dem Geld können dann notwendige Umbauarbeiten und der finanziell gesicherte Lebensstandard bezahlt werden.
 
Bausparen
Schon in jungen Jahren träumen viele Menschen von den eigenen vier Wänden. Um einen solchen Wunsch eines Tages zu erfüllen, lohnt es sich, schon früh mit dem Sparen zu beginnen. Eine sinnvolle Möglichkeit ist dabei das Bausparen, da hier staatliche Zuschüsse das Sparen von Anfang an erleichtern. 


Bei Bedarf absichern

Hausratversicherung
Berufseinsteiger befinden sich in einer ereignisreichen Lebensphase, die nicht selten auch die erste eigene Wohnung mit sich bringt. Und je wertvoller die Einrichtung wird, desto wichtiger wird auch eine Hausratversicherung.
 
Kfz-Versicherung
Mit dem Einstieg in den Beruf wird oft auch ein Auto angeschafft. Wer icht ohne Auto auskommt, der muss eine Kfz-Haftpflichtversicherung haben. Je nach Alter des Autos macht eine ergänzende Kasko-Versicherung Sinn.
 
Krankenzusatzversicherung
Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung decken schon lange nicht mehr alle Kosten ab, die im Krankheitsfall entstehen können. Besonders für Zahnersatz werden gesetzlich Versicherte oft mit hohen Kosten belastet. Eine Krankenzusatzversicherung hilft, den gesetzlichen Versicherungsschutz sinnvoll zu ergänzen und so in jedem Fall die bestmögliche Behandlung zu erhalten.


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