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Grüne Berufe

Nebenbei die Welt retten​

Geld verdienen, sich selbst verwirklichen und gleichzeitig Sinn in der Arbeit finden: Mit einem grünen Beruf machst du die Erde zu einem besseren Ort.

Wer Bio-Lebensmittel kauft, vegan isst, seine Klamotten über einen Kleiderkreisel tauscht und dem Fahrrad gegenüber dem Auto den Vorzug gibt, steckt mit dem Eintritt in das Berufsleben mitunter in einem Dilemma: Gewinnmaximierung und billig immer mehr produzieren? Muss ich die Ziele der alten Industrien jetzt zu meinen eigenen machen? Zum Glück nicht. Weil das Etikett „nachhaltig“ bei Verbrauchern immer besser ankommt und auch die Politik die entsprechenden Weichen stellt, ist auch im Wirtschaftsleben ein Umdenken in vollem Gang.

Ein bisschen grün sind jetzt alle

Firmen haben erkannt, dass sich mit ökologisch wie ethisch korrekten Dienstleistungen und Produkten aus nachhaltiger Herstellung Geld verdienen lässt und entwickeln immer häufiger umweltverträgliche Produkte. Das hat zur Folge, dass sich fast jeder Beruf mit grünem Spirit ausüben lässt – vorausgesetzt man wählt den passenden Arbeitgeber aus: Ingenieure tüfteln an Elektromotoren, Landschaftsarchitekten planen Windparks zur sauberen Energiegewinnung und Fondmanager investieren in Wertpapiere ökologisch sauberer Unternehmen. 

Selbst Marketingfachleute trommeln für die cleveren Ideen der Sharing Economy, die darauf setzt, Güter zu teilen statt neu zu produzieren. So gesehen, ist niemand gezwungen seine Seele zu verkaufen und für ein Geschäftsmodell zu ackern, das er im Grunde ablehnt. Allerdings ist es möglich, dass man zu Beginn seiner Karriere, Abstriche beim Gehalt machen muss. Das kann passieren, wenn man bei einem jungen Unternehmen anheuert, das sich im Markt erst durchsetzen muss.

Nachhaltigkeit ist sexy

Daneben gibt es Branchen, die vom Megatrend „Nachhaltigkeit“ besonders stark erfasst und durcheinandergewirbelt werden. Sie sind auf frisches Know-how von Berufseinsteigern angewiesen. Dazu gehören insbesondere die Ernährungs-, Energie- oder Bauwirtschaft. In der Folge entstehen neue Berufe wie Umweltmanager, Servicemanager für Solaranlagen oder Berater für den Bio-Landbau. Auch die Hochschulen sind darauf vorbereitet und bieten vor allem im technischen Bereich eine Vielzahl von spezialisierten Studiengängen und Aufbaustudien rund um Geothermie, Wasserenergie oder Photovoltaik an.

Irgendwas mit Tieren

Eine Reihe von Jobs, die immer schon mit der Liebe zur Tier- und Pflanzenwelt einhergingen und Naturverbundenheit voraussetzten, erlebt gerade eine Renaissance: Bei den Ausbildungsberufen sind das etwa der Pferde- oder Fischwirt, der veterinärmedizinisch-technische Assistent, der Milchtechnologe, Winzer oder der Gärtner. Meist dauert die Ausbildung innerhalb des dualen Systems drei Jahre. Auch wer eine andere Ausbildung ohne Schwerpunkt Nachhaltigkeit macht, hat gute Chancen, anschließend in einer „grünen“ Firma unterzukommen. Derzeit werden in den erneuerbaren Energien zum Beispiel händeringend Elektroniker gesucht.

Wer eine grüne Karriere als Akademiker einschlagen möchte, kann sich zwischen einer Laufbahn als Agrarwissenschaftler, Forstwissenschaftler, Geologe oder Ökotrophologe entscheiden. Nebenberufliche Zusatzausbildungen, wie etwa zum Energiemanager, richten sich zudem an Menschen, die bereits im Berufsleben oder im Studium stehen und sich weiterqualifizieren möchten.

Nachhaltig Karriere machen

Bei allem Idealismus: Bietet ein grüner Job auch eine sichere berufliche Perspektive? Es sieht jedenfalls nicht danach aus, als sei der Trend zu mehr Umweltbewusstsein in naher Zukunft umkehrbar. Immer stärker dringt generationsübergreifend in das Bewusstsein, dass ein „Weiter so“ das Klima, die Erde und damit die Lebensgrundlage aller Lebewesen ruinieren könnte. Deshalb ist ein tiefgreifender Wertwandel zu beobachten, der allerdings wenig gemeinsam hat mit den schlecht gelaunten Verzichtspredigten vergangener Jahrzehnte. Die Wirtschaft braucht Menschen mit guten Ideen und mit guter Ausbildung, die dabei helfen, die Brücke zwischen Konsum und Klimaschutz zu schlagen. Nachhaltigkeit wird damit zum einem Jobmotor, der noch lange laufen wird.

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