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Karriere neu gedacht

Rechts, links, geradeaus oder zurück?

Was heißt eigentlich Karriere machen? In einer Hierarchie aufsteigen, Teamverantwortung übernehmen, Menschen führen, zuerst ein paar, dann immer mehr… so werden jetzt viele antworten. Aber das ist nur die halbe Wahrheit.

Generalist vs. Spezialist

Die Ansicht, Karriere sei eine berufliche Leiter nach oben, ist weit verbreitet. Das stimmt, allerdings nur teilweise. Karriere machen kannst du auch als Experte und Spezialist in einem Fachgebiet, in dem du dich ständig weiterbildest und entwickelst. Für welchen Weg du dich entscheidest, hängt davon ab, welcher Typ du bist.

Liebst du, was du tust?

Bist du der Tüftler? Ein detailverliebter Mensch, der sich gerne selbst um Dinge kümmert und immer besser werden möchte? Dann bist du vielleicht genau richtig für eine Fachkarriere. Wer nämlich aufsteigt und eine Managerposition einnimmt, dessen Alltagsgeschäft ändert sich radikal. Nicht mehr die Liebe zur Sache, sondern das große Ganze steht dann im Fokus. Stell dir vor, du hast als Fotograf in einer Agentur angeheuert und wirst in die Geschäftsführung berufen.  

Von nun an wirst du alles mögliche tun: Kunden bespaßen, die Arbeit anderer prüfen, Abrechnungen abzeichnen und in Meetings sitzen. Nur zum Fotografieren wirst du nicht mehr oft kommen. Ein Mensch mit einer „Ich mach´s selbst“ - Einstellung zu seiner Arbeit, wird das als bittere Enttäuschung empfinden.

Strategie ist Chefsache 

Vielleicht interessierst du dich aber mehr für übergeordnete Themen? Wie muss sich ein Geschäft entwickeln, damit es mit Zukunftstrends mithalten kann? Wie muss die neue Vertriebsstrategie aussehen, wenn es plötzlich neue Mitbewerber im Internet gibt? Welche großen Ideen hast du und bist ganz scharf darauf, sie umzusetzen? Visionen zu haben ist jedenfalls keine Krankheit, sondern gehört zu den typischen Aufgaben einer Führungskraft. Wenn dir das liegt und du gleichzeitig gerne Menschen anleitest, könnte ein Weg als zukünftige Führungskraft für dich besser sein. 
   

Karriere neu denken

Dass wir uns mit dieser Entscheidung so schwer tun, hat auch damit zu tun, dass der Begriff „Karriere“ lange Zeit falsch verwendet wurde. Von seinem Ursprung her bedeutet er nichts anderes als “Fahrstraße“ und bezeichnet die Laufbahn, die jemand während seines Lebens einschlägt. Eine Fahrstraße kann aber in jede Richtung weiterführen: nach vorne, seitwärts und mitunter sogar rückwärts. Um die zu uns passende Wahl zu treffen, müssen wir uns zuerst von der Vorstellung befreien, Karriere sei immer an eine Aufwärtsbewegung geknüpft.

Jede Karriere verdient Respekt

Derzeit ist eine Laufbahn als Führungskraft immer noch mit höherem Prestige und oft auch mit mehr Geld verbunden. Allerdings ändert sich das langsam. Unternehmen bemühen sich sehr, ihre Mitarbeiter für eine Fachkarriere zu begeistern. Dafür werben sie für Wertschätzung gegenüber ihren Experten und bringen ihnen auch auf Managementebene viel Anerkennung entgegen.

Firmen wissen: Der hochspezialisierte Ingenieur, der alles über Einsatz, Funktion und Nutzen von Carbon in der Automobilindustrie weiß, ist im Zweifelsfall schwerer zu ersetzen, als ein Allrounder mit hoher Sozialkompetenz, Führungsqualitäten aber mittelmäßigem Fachwissen. Um Entwicklungen abseits von klassischen Managerwerdegängen zu fördern, bieten gerade große Konzerne alternative Karriereprogramme für ihre innovativsten Köpfe aus dem Labor oder dem Entwicklercampus.

Und noch eines ist wichtig zu wissen: Wer nach einigen Jahren als mit allen Wassern gewaschene Fachkraft in die Riege der Manager wechseln will, dem stehen die Türen offen. Umgekehrt ist der Weg als Führungskraft in das Spezialistenlager später meist verbaut.

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