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Assessment Center

Dein Weg zum Job

Endlich! Da ist sie: die viel versprechende Stellenausschreibung. Und da ist er: der Begriff Assessment Center. Häufig begegnet er uns im Anforderungsprofil einer Jobanzeige – Tendenz steigend. Nicht verkehrt also, sich mit der Begrifflichkeit und dem, was dahinter steckt, vertraut zu machen. Was ist gemeint und wozu dient es?

Das ist die Idee dahinter

Das Assessment Center (AC) ist ein umfangreiches Auswahlverfahren. Viele Unternehmen nutzen es bei der Suche nach einem geeigneten Bewerber. Der Vorteil aus Sicht des Unternehmens ist klar: Das Verfahren ist gründlich, das Ergebnis aufschlussreich. Denn bei einem AC durchlaufen die Teilnehmer ein aufwendiges Testprogramm. Dabei werden sie von einem Prüfungsteam unter verschiedenen Kriterien analysiert und beurteilt (assessment = Beurteilung).

Zu dem Team, den sogenannten Assessoren, gehören meistens unternehmensinterne Mitarbeiter der Personalabteilung sowie externe »Bewerbungsexperten« wie zum Beispiel Arbeitspsychologen, die die Teilnehmer auf Herz und Niere prüfen.

Umfang und Art des AC​

Ist das Assessment Center für Unternehmen eine willkommene und zunehmend gefragte Lösung bei der Suche nach der geeigneten Stellenbesetzung, so ist es für die Bewerber eine Prüfung, die sich gewaschen hat. Meistens dauert ein AC einen Tag, es kann sich aber auch über mehrere Tage erstrecken. Im Mittelpunkt der sowohl mündlichen als auch schriftlichen Tests stehen die Soft Skills der Teilnehmer: soziales Verhalten, Konzentrationsfähigkeit, Belastbarkeit, Flexibilität, Kreativität, Kompetenz.

Wie teamfähig sind die Kandidaten und wie groß ist ihr Durchsetzungsvermögen? Doch auch ihr Allgemein- und Fachwissen ist gefragt. Und damit nicht genug: Selbst die Pausen oder ein gemeinsames Mittagessen nutzen die Prüfer, um sich ein Bild von den Umgangs- und Kontaktfähigkeiten der Bewerber zu machen. Wie also am besten drauf vorbereiten – auf diesen Prüfungsmarathon?

Gut vorbereitet ist die halbe Miete

Eins vorweg...

Auch wenn das aufwendige Prüfverfahren den Eindruck vermittelt, dass Superman oder Wonder Woman höchstpersönlich gesucht werden, solltest du dich davon nicht einschüchtern lassen. Denn erstens: kochen Prüfer auch nur mit Wasser. Zweitens: sind viele der Tests Standardübungen, auf die du dich vorbereiten kannst und drittens: steht deine Persönlichkeit im Vordergrund.

Manche Übungen sind inhaltlich an den jeweiligen Firmenalltag angelehnt. Anhand eines wirklichkeitsnahen Bildes der Unternehmensrealität versprechen sich die Assessoren, die Tauglichkeit der Bewerber am besten beurteilen zu können. Viele Aufgaben entstammen jedoch einem Standardrepertoire, mit dem du dich bereits im Vorfeld vertraut machen kannst.

Typische AC Aufgaben sind bspw. eine Kurzvorstellung, die klassische Postkorbübung, eine Präsentationvorbereitung und –haltung, sowie Gruppendiskussionen. Darüber hinaus sind die Aufgabenstellungen von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Wenn du nach typischen Assessment-Center-Prüfungen suchst, wirst du im Internet schnell fündig. Das Angebot ist groß: Es reicht von Beispieltests bis hin zu Vorbereitungsseminaren inklusive Videoanalyse. Ein Beispiel findest du bei RWE.

Auch hier gilt: Dein Bemühen um eine gute Vorbereitung sowie dein Interesse für Rhetorik und Körpersprache in Ehren, aber verrückt machen solltest du dich nicht! Werde dir einfach darüber klar, wer du bist, was du kannst und was du willst – das wird dir bei jeder Aufgabe helfen.

Also alles gar nicht so schlimm! Wenn du offen und sympathisch bist, dich kompromissbereit und präsent zeigst, und es obendrein noch schaffst, Konflikte zu lösen, wirst du immer überzeugen. Denn diese Eigenschaften sind für jedes Unternehmen eine Bereicherung – und nicht zuletzt auch für dich.

10 Tipps für die Prüfungen

1. Informiere dich über das Unternehmen sowie seine Branche
2. Halte dein Allgemeinwissen aktuell. Was bewegt gerade die Welt?
3. Bereite dich auf Standardübungen vor
4. Sei dir deiner Stärken und Schwächen bewusst
5. Positioniere dich selbst, doch zeige dich auch als Teamplayer
6. Mache dir in jeder Situation bewusst, worum es geht
7. Beobachte und überlege genau
8. Rede bedacht, lieber weniger als zu viel
9. Habe den Mut, Fragen zu stellen
10. Sei bescheiden, aber trotzdem selbstbewusst

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