Ballastfrei ins neue Jahr

Einer muss die Stellung halten. Während sich die lieben Kollegen schon am Freitag vor Weihnachten verabschieden und erst im nächsten Jahr wieder auftauchen, ist einer dazu verdammt, das Telefon zu hüten. Wenn es diesmal dich erwischt hat und du deswegen denkst, dass du der Dumme bis, täuschst du dich. Denn nie ist der Moment günstiger, um endlich einmal richtig auszumisten und aufzuräumen. Denn jetzt hast du Zeit – und schließlich hast du dafür dann zu einem anderen Zeitpunkt deinen wohlverdienten Urlaub.




Warum es sein muss

Menschen, bei denen sich die Werkzeugkisten oder Akten turmhoch stapeln, behaupten gerne, Ordnungsfanatiker seien nur „zu faul zum Suchen“, sie selbst „mehr so der kreative Typ“. Das sind alles Ausreden. Genauso könnte man behaupten, man verbringe gerne täglich eine Überstunde mit überflüssiger Arbeit. Und nicht umsonst sind es oft die echten Kreativschmieden, die nicht einmal ein Bild an den Wänden dulden. Denn sie wissen: Jeder Gegenstand ist geeignet, uns abzulenken und Energie zu rauben, Gedanken – und somit Ideen – können sich in einem aufgeräumten Umgebung besser entfalten. Und nicht zuletzt: Äußeres Chaos ist der Spiegel, der unser Inneres abbildet. Umgekehrt heißt das aber auch: Wer sich dafür entscheidet, Ordnung herzustellen, ordnet seinen Geist. Legen wir also los.


Überblick verschaffen

Der erste Schritt besteht darin, bewaffnet mit Stift und Papier einen Rundgang durch die Arbeitsstätte zu machen und zu notieren, welche Baustellen es anzupacken gibt. Was sind meine Sachen, was gehört den Kollegen und ist tabu? Welche Dinge müssen unbedingt eliminiert werden? Sollte die Liste länger und länger werden: Keine Panik! Unterteile dein Aufräum-Projekt in einzelne Teilschritte, die du nacheinander abarbeitest.


Endlich wieder Platz!

Der Beststeller „Magic Cleaning“ empfiehlt, beim Aufräumen und Ausmisten nach Kategorien vorzugehen. Eine Methode, die sich nicht nur im Haushalt, sondern auch in einer Werkstatt oder im Büro anwenden lässt. Also ran an die Schubladen: Stifte, Süßigkeiten, Versandmaterial, Medikamente oder Aufkleber mit Büro-Humor – knöpfe sie dir nacheinander vor, prüfe, was noch funktioniert, was du benötigst, was unbrauchbar oder abgelaufen ist und was in den Abteilungsschrank für Arbeitsmaterialien kann. Das gleiche machst du mit allem, was an den Wänden hängt, am Gehäuse deines Monitors klebt und auf den Fensterbrettern steht.


Dokumente zurückdrängen

Jetzt geht es ans Eingemachte – an die Dokumente. Das heimtückische an Papierbergen ist ja: Sie verstellen den Blick darauf, wie viel man wirklich noch zu tun hat und suggerieren: Du bist noch lange nicht fertig. Das verursacht Stress. Aber nicht mehr lange, denn jetzt stellst du fünf Körbe auf, in die du alles einsortierst:

  • 1.      Wichtig: Hier landet, nur, was demnächst bearbeitet werden muss.
  • 2.      Kann sofort weg: Selbsterklärend, das hier landet gleich im Papierkorb oder Schredder.
  • 3.      Unentschlossen: Diesem Korb verpasst du ein Verfallsdatum, sagen wir in einem Jahr, und gibst alles hinein, von dem du nicht weißt, ob du es noch brauchst.
  • 4.      Weiterleiten: Der Platz für Dokumente, die anderen gehören oder von anderen benötigt werden könnten
  • 5.      Sofort bearbeiten: Papiere, die jetzt gleich durch einen kurzen Handgriff oder Anruf erledigt werden können.
Korb zwei und Korb fünf sollten sich jetzt erledigt haben und können weg. Korb vier wird dir noch ein wenig Arbeit machen, aber nicht viel. Korb drei verschließt du und stellst ihn ins Archiv, in den Keller oder ganz hinten in den Büroschrank. Wenn du bis zum Verfallsdatum nichts daraus benötigst, wirfst du ihn an diesem Tag weg, ohne ihn noch einmal zu öffnen. Übrig bleibt Korb eins mit deiner echten Arbeit. Dieses Prinzip nennt sich übrigens „4-Quadranten-Methode“ wie sie das Buch „Simplify your Life“ beschreibt. Das beste daran: Sie lässt sich auch auf E-Mails und elektronische Dokumente anwenden.
 
Wenn du das alles befolgst, steht dir einem guten und aufgeräumten Start ins neue Jahr nichts im Wege – und du kannst die Feiertage schön genießen!

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