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Besser präsentieren

Hört! Mir! Zu!

Der eine tippt WhatsApp-Nachrichten in sein Smartphone. Der nächste guckt aus dem Fenster und beobachtet die Bäume beim Wachsen. Zwei, die eigentlich nebeneinander sitzen wollten, können die Augen nicht voneinander lassen. Der ganz normale Präsentationsalltag.

Die Zuhörer fesseln

Einen Vortrag halten, egal ob intern oder vor Kunden, ist nichts für schwache Nerven. Gerade im Wettbewerb verschiedener Anbieter untereinander, zeigen Zuhörer gerne demonstratives Desinteresse. Sie signalisieren damit aber auch: Zeige mir etwas, was mich wirklich vom Hocker reißt!

So gelingt der Vortrag

Unauffällig im Vordergrund

Ob das gelingt, wird maßgeblich vom Inhalt abhängen, den sogar manchmal ein anderer erstellt hat. Dennoch kannst du mit deinem Auftritt den Erfolg bestimmen. Wähle dafür zunächst ein businesskonformes, neutrales Outfit. Selbst wenn du als Vertreter einer Kreativbranche antrittst, gilt: Keine Knallfarben, keine auffälligen Muster. Das lenkt zu sehr ab und am Ende des Tages, kann man sich vielleicht an deine Vorliebe für Pucci-Prints erinnern, nicht aber daran, was du erzählt hast.

Beginne mit einem Paukenschlag

Der Einstieg einer Rede ist besonders wichtig, denn er gibt den Sound vor und hat damit das Potenzial, das Publikum mit einem Schlag aufzuwecken oder eine „Schon-wieder-so eine-Langweiler-Nummer“-Haltung zu erzeugen. Du darfst darin eine gewagte These, eine Provokation oder einfach eine total verrückte, unerwartete Neuigkeit unterbringen. Hauptsache, dein Publikum ist vom ersten Moment an absolut bei dir. Überlege dir also vorher gut, wie du einsteigen willst und übe es ruhig häufiger.

Leise in den Bann ziehen​

Vorgesetzte kenne den Trick und wenden ihn in Gesprächen gerne an: Spiele mit Lautstärke. Senke zwischenzeitlich deine Stimme ein wenig, aber spreche akzentuiert und in abwechslungsreichem Tempo. Mache dir keine Sorgen, man könne dich nicht hören. Das Gegenteil ist der Fall: Wenn jemand plötzlich leise spricht, sind die Zuhörer gezwungen, mucksmäuschenstill zu sein und konzentriert hinzuhören. Das schärft deren Wahrnehmung und sorgt für Disziplin im Präsentationsraum. Das heißt natürlich nicht, dass du auf einmal flüstern sollst. Du sprichst einfach ein wenig leiser, als du es normalerweise tun würdest.

Wähle außerdem eine bildhafte Sprache und versuche, die Länge deiner Sätze zu variieren. Dies ist ein Stilmittel, dessen sich auch gute Geschichtenerzähler bedienen und lässt sich erlernen. Benutze eine einfache Sprache ohne viel Fachchinesisch oder Fremdwörter. Diese täuschen oft nur über mangelnde Substanz hinweg.

Medieneinsatz: Weniger ist mehr

Es ist noch nicht lange her, da waren Präsentationen überschwemmt mit Clip-Arts, Animationen und Illustrationen. Diese Zeiten sind zum Glück vorbei. Heute weiß man: Alles, was über das Wesentliche hinausgeht, lenkt ab. Der Zuhörer will nicht wissen, wie gut du die Gimmicks aus dem Präsentationsprogramm beherrschst, sondern was du zu sagen hast.

Halte dich auch mit geschriebenem Text zurück: Arbeite mit Stichpunkten, die dir gleichzeitig als Gedankenstütze für deine Ausführungen dienen. Je mehr Text du in deiner Präsentation hast, desto weniger behalten deine Zuhörer im Gedächtnis. Das liegt daran, dass viele gleichzeitig die Vorlage lesen und dir zuhören. Wenn du Sorge hast, wichtige Informationen könnten untergehen, dann händige am Ende noch eine schriftliche Zusammenfassung aus – aber kündige das zu Beginn der Präsentation nicht an. Dein Publikum könnte sonst zu mentaler Faulheit neigen.

Übung macht den Meister

Wenn du noch nicht sehr erfahren bist, übe deinen Vortrag vorher – und zwar komplett und wenn möglich sogar vor Publikum, etwa einem guten Freund. Das hilft dir einzuschätzen, wie lange du für deinen Text und deine Folien benötigst. Denn eines sollte nicht passieren: Dass die Präsentation länger als 45 Minuten dauert. Nicht umsonst ist das auch die Länge einer Schulstunde – weil danach Konzentration und Aufmerksamkeit bei den Zuhörern nachlässt.

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