Das perfekte Business-Dinner



Es kann jederzeit auch dich treffen: Ein Vertragsabschluss soll gefeiert, Arbeitsergebnisse in lockerer Atmosphäre besprochen werden oder dein Chef will dich einfach besser kennenlernen – peng, schon hast du eine Einladung zum Geschäftsessen auf dem Tisch. Manche Arbeitgeber testen bei einem Abendessen auch gerne, wie es um die Umgangsformen ihrer Bewerber und Mitarbeiter bestellt ist. Wer hier zu überzeugen vermag, qualifiziert sich gleichzeitig für den Kontakt mit wichtigen Kunden und Lieferanten.


Was anziehen?

Smart, business oder casual? Die Lage beim Dresscode ist unübersichtlich. Mehr noch als die Wahl des Restaurants bestimmen Anlass und Teilnehmer des Geschäftsessens die Kleiderordnung. Findet die Zusammenkunft direkt im Anschluss an die Arbeitszeit statt, ist es einfach: Come as you are, so lautet dann die gültige Formel. Lass einfach an, was du auch im Büro getragen hast. Trifft man sich zum Dinner mit Geschäftspartnern, ist für einen Mann ein Anzug mit Krawatte, für eine Frau ein Hosenanzug oder Kostüm angebracht. Hat das Essen einen weniger offiziellen Charakter, darf der Mann die Krawatte weglassen, die Frau in ein klassisches Etuikleid schlüpfen.


Hallo erstmal!

Schon beim ersten Shakehands lauern Fettnäpfchen. Wer wird wann begrüßt? In welcher Reihenfolge? Grundsätzlich gilt: Damen vor Herren, Ranghöhere vor Rangniedrigeren, Ältere vor Jüngeren – und Kunden und Geschäftspartner vor allen anderen. Stelle dir vor der Ankunft im Lokal besser noch einmal alle Anwesenden vor und spiele den Ablauf gedanklich durch. Solltest du bei deinem Chef zuhause eingeladen sein, empfiehlt sich zudem ein kleines Gastgeschenk. Die goldene Regal für Mitbringsel lautet: Es sollte verbrauchbar sein. Im Business-Kontext heißt das: Eine gute Flasche Wein ist erlaubt oder etwas edle Schokolade.


Die Qual der Wahl

Du wolltest schon immer in einem Sterne-Restaurant essen und kannst es gar nicht erwarten aus dem Vollen zu schöpfen? Pech gehabt. Zu ausgehungert solltest du nämlich nicht zu einem Geschäftsessen erscheinen. Das wäre peinlich. Im Zweifelsfall hast du also zuvor schon ein Sandwich gegessen und kannst dich jetzt darauf konzentrieren, worum es geht: Ums Geschäft. Bevor du die Karte rauf und runterbestellst, wartest du ab, was dein Chef wählt. Das ist dein Maßstab für die Preisklasse und die Anzahl der Gänge. Bestelle nur, was du auch in Würde und ohne zu kleckern essen kannst. Ungeschälte Krustentiere, Schnecken und Spaghetti gehören bei den durchschnittlich Begabten nicht dazu. Lass es also. Wenn du unbedingt Bolognese willst, rechne zumindest vorher durch, ob du dir die Reinigung für die Bekleidung aller Anwesenden leisten willst.


Besteck & Co.

Der gedeckte Tisch ist das Cockpit des Bonvivants. Als Kenner navigiert er mit ihm routiniert durch das Abendprogramm. Und du bald auch: Die Serviette gehört auf den Schoß, die Ellbogen nicht auf den Tisch, sondern eng an den Körper. Das Besteck nimmst du Gang für Gang von außen nach innen weg. Einmal in die Hand genommen, wird es nur noch auf dem Teller abgelegt. Ganz rechts steht das Wasserglas, ansonsten benutzt du die Gläser von rechts nach links. Langstielige Gläser nur am Stiehl anfassen, vor jedem Trinken den Mund mit der Serviette abtupfen. Brot wird gebrochen, einzeln mit etwas Butter bestrichen und verzehrt. Suppentassen darfst du kippen, Suppenteller nicht. Zum leidigen Thema Alkohol: Nach einem Glas Wein sollte Schluss sein. Am Arbeitsplatz muss schließlich keiner wissen wie lustig du eigentlich bist.


Der Anlass bestimmt das Gespräch

Wahrscheinlich gibt es einen geschäftlichen Grund, warum ihr euch heute zusammensetzt. Darüber werdet ihr auch sprechen und dabei darfst du deinem Chef gerne den Vortritt lassen. Er wird den Gesprächsverlauf bestimmen. Zur Einstimmung oder zur Auflockerung empfehlen sich leichte Smalltalk-Themen, wie die Location, das Essen, Wetter, Reise, Kultur oder aktuelles Zeitgeschehen. Alles gar nicht so schwierig. Hab’  also Spaß. Und guten Appetit!

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