Business-Netzwerken für Einsteiger

Ein Abendkleid und laute Musik machen noch keine Party, die Menschen machen die Party. Ähnliches gilt für das eigene Profil im Business-Netzwerk Xing: Eine gute Selbstdarstellung allein führt noch lange nicht zu Profilbesuchen – und erst recht nicht zu einem Karriereschritt. Deshalb ist es wichtig, sich frühzeitig um Kontakte zu bemühen. Zunächst sollte man sich überlegen, was man will. Gefunden werden von Personalvermittlern? Potentielle Lieferanten aufspüren, mit denen man in eine Geschäftsbeziehung tritt? Zugang zu Know-how von Experten und Profis? Danach sollte sich deine Auswahl richten. Denn mit wahllos in alle Richtungen wuchernden Netzwerken ist keinem geholfen.




Masche für Masche sein Netz knüpfen

Natürlich widmest du dich zuerst deiner eigenen Adressliste: Kollegen aus deiner Abteilung, Firmenangehörige, die gemeinsam mit dir in einer Projektgruppe sitzen, Dienstleister, mit denen du regelmäßig Arbeitsergebnisse bespricht. Gerne auch Kommilitonen aus deiner Studienzeit oder Leute, die du aus der Berufsschule kennst. Verschicke deine Kontaktanfrage stets mit einer kurzen Nachricht. Schreibe nur Leute an, die du wirklich kennst oder mit denen dich ein echtes Anliegen verbindet. „Hallo, wir arbeiten in dem selben Unternehmen“ ist kein passender Anknüpfungspunkt, wenn der Arbeitgeber Siemens heißt. Das beste Netzwerk ist eines, das organisch wächst. Wenn du also jemanden kennengelernt hast, sei es im Büro, auf einer Konferenz oder bei einer Weiterbildungsveranstaltung, darfst du ihn in dein Netzwerk einladen. Experten empfehlen Einsteigern auch ein Mindmap-Modell, das sich ausgehend von Familie, Beruf und Hobby immer weiter verästelt, bis man dokumentiert hat, wen man alles kennt und daraus eine Auswahl für sein erstes Netzwerk trifft.


Gruppendynamik ausnutzen

Eine tolle Möglichkeit virtuell Kontakte zu knüpfen sind auf Xing die verschiedenen Gruppen. Manche benötigen eine Beitrittsanfrage, andere stehen jedem offen. Es gibt Gruppen für Absolventen einzelner Hochschulen, MMORPG-Spieler, Fans pflanzlicher Baustoffe, Expats in Südindien oder Feierabend-Salsatänzer. Wenn du Mitglied wirst, solltest du zunächst in den Foren stöbern, um ein Gefühl für Sound und Themen zu bekommen. Duzen sich die Mitglieder oder bleiben sie förmlich? Welche Themen sind von Interesse, welche schon zehnmal besprochen und damit durchgekaut? Als nächstes stellst du dich mit einem Forenpost kurz vor, schilderst, was deine Motivation ist, dich der Gruppe anzuschließen, was du dir von ihr erhoffst und was du beitragen möchtest. Von nun an kannst du in den fachlichen Austausch treten, dir einen Namen machen und darüber bald neue Kontakte knüpfen. Übrigens ein Kontakt ist nur wertvoll, wenn er auch mit Leben gefüllt wird. Du solltest also zumindest an Geburtstage denken, einen Feiertagsgruß senden oder in anderem regelmäßigen Austausch zu den Mitgliedern deines Netzwerkes stehen.


Mehr ist nicht mehr

Manche Kontaktsammler sind mit tausend und mehr Menschen verdrahtet. In einem solchen Netzwerk ist der Einzelne bestenfalls Zielgruppe für Werbebotschaften. Der nach dem britischen Psychologen Robin Dunbar benannte Dunbar-Index besagt, dass der Mensch im Durchschnitt 150 Kontakte aktiv pflegen kann. Erste Forschungsergebnisse sprechen dafür, dass diese Zahl sich auch auf Online-Netzwerke übertragen lässt. Für dich bedeutet das, dass du von Zeit zu Zeit deine Kontaktliste durchgehen und ausmisten solltest. Als Faustregel gilt: Ein Kontakt, mit den man ein Jahr oder länger in keinerlei Austausch stand, ist eine Karteileiche. Um Platz für neue Menschen zu schaffen, ist es deshalb erlaubt, einen Kontakt zu löschen. Sende hierzu aber eine nette Nachricht, erkläre, warum du die Person aus deinem Netzwerk entfernen möchtest und biete die Möglichkeit einer Neuverknüpfung an – unter der Voraussetzung, dass sich wieder Gemeinsamkeiten finden.

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