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Der Arbeitsplatz wird zur Spielwiese

Computerspiele sind längst mehr als Zeitvernichtung

Routinierte Gamer haben es schon immer gewusst: Wer in einem Echtzeit-Strategiespiel Königreiche aufbaut oder in einem Online-Rollenspiel Schlachtzüge mit bis zu 40 Teilnehmern anführt, trainiert dabei Fähigkeiten, die einen auch im Berufsleben voranbringen. Auch in Unternehmen haben Verantwortliche erkannt, dass Computerspiele mehr sein können, als gigantische Instrumente zur Zeitvernichtung. Unter dem Namen „Gamification“ oder auch „Serious Games“ entwickeln sie Anwendungen, die das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.

Spielend zum neuen Job

Ein Anwendungsgebiet, in dem die Gamification Einzug gehalten hat, ist der Bewerbungsprozess. Wer etwas über Talente und Stärken seiner Jobanwärter erfahren möchte, lässt sie gerne Rätsel lösen, eine Mission (auch Quest genannt) abschließen, einen Avatar bei der Arbeit steuern oder ein virtuelles Projekt managen.

Unternehmen bekommen dafür die Aufmerksamkeit, die sie von der jungen, gut ausgebildeten Generation so dringend benötigen. Mitspieler erleben umgekehrt, dass die sonst so trockene Jobsuche mit jeder Menge Spaß einhergeht. Fachleute haben errechnet, dass ein Berufseinsteiger heute schon durchschnittlich 10.000 Stunden mit Videospielen verbracht hat. Ihnen etwas anzubieten, das ihrer Lebensrealität entspricht, ist für Firmen demnach nur konsequent.

Serious Games im Berufsleben?

Zock’ dich schlau!​

Doch auch im Berufsleben werden Angestellte immer häufiger Serious Games begegnen. Insbesondere in der betrieblichen Weiterbildung ist der Trend deutlich erkennbar und birgt zahlreiche Vorteile: Der Lernende nimmt die Zeit, in der er sonst büffeln würde, als Vergnügen wahr. Lerninhalte lassen sich, wenn man sie mit positiven Erlebnissen und Emotionen verknüpft, besser im Gehirn abspeichern und man kann den Spiel- und damit Lernfortschritt jederzeit flexibel unterbrechen oder fortführen.

Ein Spiel, in dem es eine bestimmte Anzahl von Aufgaben innerhalb eines knapp bemessenen Zeitrahmens zu erledigen gilt, kann beispielsweise die eigenen Fähigkeiten im Selbstmanagement und beim Priorisieren von Jobs verbessern. Denkbar sind auch Szenarien, die Kommunikation und Verhalten im Team fördern.

Damit dies gelingt, bedienen sich Entwickler von Serious Games ähnlichen Mechanismen wie in der herkömmlichen Spieleindustrie: Erfahrungsbalken signalisieren einen stetigen Fortschritt, High-Scores kitzeln das Wettbewerbs-Gen beim Anwender. Im besten Fall ist es möglich, dass der Schwierigkeitsgrad von Aufgaben exakt abgestimmt ist auf das aktuelle Können und Wissen des Spielenden und sich parallel zu dessen Spielfortschritt weiterentwickelt. Das Ergebnis ist dann, dass der Anwender sich stets leicht herausgefordert, aber nie überfordert fühlt.

Die Motivation kommt von alleine

Wenn die verschiedenen Bausteine der Spielmechanik klug ausbalanciert sind, fördern sie automatisch die Motivation des Anwenders: Indem er schnelles Feedback erhält,  (etwa Gegenstände, Punkte oder eine Handelswährung) wird sein Belohnungssystem stimuliert. Gleichzeitig kann er permanent vergleichen, wo er sich innerhalb eines Rankings befindet und wie sich die anderen Mitspieler schlagen. In herkömmlichen Spielen werden diese Mechanismen mitunter so ausgereizt, dass sie ein starkes Suchtverhalten fördern. Ein Arbeitgeber, der seinen Mitarbeiter fördern will, wird an derlei Nebenwirkungen kein Interesse haben und sie entsprechend vermeiden.

Spielen light

Gamification meint aber nicht ausschließlich das konsequente Einsetzen eines kompletten Spiels. Oft bedient man sich nur spieltypischer Elemente, wie Fortschrittbalken, Belohnungs-Items oder High-Score-Listen, in einem spieluntypischen Umfeld. Dies trifft etwa zu, wenn zum Beispiel eine Rauchstopp-App Belohnungspunkte für die Abstinenz vergibt.

Ein anderes Beispiel wäre eine Fitness-Anwendung, die einen im Ranking steigen lässt, wenn man mehr Kniebeugen, Sit-ups oder Ausfallschritte als andere Teilnehmer absolviert hat. Ein Beispiel aus dem Arbeitsleben stammt aus dem Vertrieb, wo oftmals auf einem Monitor per Fortschrittsleiste und in Echtzeit angezeigt wird, wie viel des Tagesziels ein Verkäufer oder ein Vertriebsteam erreicht hat. Der Belohnungseffekt trägt auch hier stark zur Motivation bei.

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