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Die Zukunft der Arbeitswelt im Jahr 2050

Blick in die Zukunft: Die Arbeitswelt im Wandel

Die Trend- und Zukunftsforschung hat nichts mit dem berühmten Blick in die Glaskugel zu tun. Die Spezialisten beobachten vielmehr die neu aufkommenden Trends in Technik und Wissenschaft und rechnen die Entwicklung auf einige Jahrzehnte in die Zukunft hoch und wie sie die Formen unseres Zusammenlebens und Arbeitens beeinflussen dürften. Also, wie wird sie aussehen, unsere Arbeitswelt in 2030, 2040 oder auch 2050?

Megatrends bestimmen den Weg der Zukunft

Am wichtigsten für die Zukunftsprognosen sind die sogenannten Megatrends. Megatrends bewirken tiefgreifende und miteinander zusammenhängende Umwälzungen in allen gesellschaftlichen Teilsystemen, also politisch, sozial und wirtschaftlich. Diese langfristigen und übergreifenden Transformationsprozesse machen sich zwar erst über Jahrzehnte bemerkbar, haben dann aber einen epochalen Charakter. Diese Megatrends sind es also, die die Entwicklung unserer Gesellschaft am meisten beeinflussen.

Die 11 wichtigsten Megatrends

Laut dem renommierten Zukunftsinstitut gibt es 11 dieser besonders wichtigen und einflussreichen Megatrends:

Neo-Ökologie

Dieser Megatrend basiert auf einer höheren Verantwortung für das wirtschaftliche Handeln, die – ausgehend von einem bewussteren Konsumverhalten von uns Verbrauchern – dann auch die Märkte radikal verändern wird. Wachstum wird somit künftig nachhaltig verstanden, also als eine neue Mischung aus Ökonomie, Ökologie (Umweltschutz und Ressourcenschonung) sowie gesellschaftlich-sozialer Verantwortung der Unternehmen. Je höher hier die Nachfrage seitens der Konsumenten ist, desto schneller werden die Unternehmen darauf reagieren und ihr Angebot darauf ausrichten.

Globalisierung

Durch die fortschreitende Globalisierung nehmen auch immer mehr Schwellenländer am Welthandel teil, was zu zahlreichen neuen Herausforderungen führt. Doch die wirtschaftliche Dimension ist nur eine Facette der Globalisierung. Auch das Bildungssystem, der Konsum, die Massenmedien und damit die Kultur werden immer „entgrenzter“ – und damit auch unsere privaten Lebenswelten. Die Welt schrumpft somit immer mehr zu einem virtuellen Dorf.

New Work​

Neue Technologien und Formen des digitalen Arbeitens, die weiter fortschreitende Globalisierung und der sich verstärkende demographischer Wandel verändern die Arbeitswelt von Grund auf. Während das für die begehrten (gut ausgebildeten) Arbeitskräfte mehr Freiheiten und Chancen bedeutet, haben die anderen (weniger gut ausgebildeten) eine wachsende Angst vor dem sozialen Abstieg (also niedrigeren Löhnen und schlechteren Arbeitsbedingungen). Ein paar Trends sind dabei zentral: Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit dürften immer mehr verschwimmen, einfachere Arbeiten dürften noch mehr in Schwellen- und Entwicklungsländer ausgelagert werden und damit unter einen noch stärkeren Preisdruck geraten, Kreativarbeiter werden zunehmend selbstständig, die Hierarchien in Unternehmen werden immer flacher und gleichzeitig nimmt das Mitspracherecht der Beschäftigten immer weiter zu.

Mobilität

Wir sind mit einer zunehmenden Vielfalt an Mobilitätsformen konfrontiert. Die rasante Entwicklung in diesem Bereich wird aber nicht nur vollkommen neue Formen der Mobilität ermöglichen. Die enorme Größe dieses Wachstumsmarktes wird auch umgekehrt seine Dynamik weiter beschleunigen. Das heißt, hier dürfte es besonders schnell gehen. Die Prämissen sind dabei: ökonomisch, komfortabel und nachhaltig.

Urbanisierung

Die Städte der Zukunft werden gerade erst erfunden. Sie werden vielfältiger, technisch vernetzter, lebenswerter und in vieler Hinsicht ökologischer sein (auch mit mehr Grünflächen). Diese „intelligenten Städte“ eröffnen vollkommen neue Chancen des urbanen Zusammenlebens und des Mikrokosmos „Stadt“. Das wird also sehr, sehr spannend.

Neues Lernen

Die Informationsrevolution der digitalen Medien schafft einen immer leichteren Zugang zu der stetig wachsenden Wissensmenge. Gleichzeitig wird die Bedeutung der Bildung durch den Wandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft immer wichtiger. Durch diese Entwicklung wird das „lebenslange Lernen“ jenseits schulischer Institutionen immer bedeutender, aber auch immer mehr zur Privatsache. Diese Entwicklung stellt u.a. auch große Herausforderungen an unser Selbstmanagement und unsere Disziplin, am Ball zu bleiben.

Konnektivität

Konnektivität bezieht sich auf „Vernetzung“, z.B. über das „Internet der Dinge“. Damit ist gemeint, dass künftig immer mehr Maschinen und Gebrauchsgegenstände miteinander kommunizieren. Das „Smart Home“ ist nur eine dieser Entwicklungen. Aber auch die gesamte Organisation der Menschheit wird mehr in Netzwerken ablaufen. Die wahre Auswirkung dieses Megatrends liegt somit vor allem in dem Wandel unseres sozialen Verhaltens.

Gesundheit

Das Bewusstsein für Gesundheit wird immer weiter zunehmen – und damit auch den Gesundheitsmarkt ziemlich verändern. Anstatt einem reinen „Reparaturbetrieb“ wie zurzeit, werden immer mehr Dienstleistungen zur Erhaltung der Gesundheit auch bis ins hohe Alter hinein angeboten. Denn Alter wird sich mehr und mehr nicht nur über die Jahreszahl sondern über den Zustand der Fitness definieren! Gesundheit wird somit alle Lebens-, Konsum- und Ernährungsbereiche noch stärker durchdringen und auch verstärkt Einzug in die Arbeitswelt halten (betriebliche Gesundheitsförderung).

Individualisierung

Individualisierung bedeutet, sein Leben stärker nach seinen eigenen persönlichen Wünschen und Vorstellungen zu gestalten – unabhängig von normgebenden Institutionen aus der Politik oder der Kirche. Dadurch ist man aber auch viel stärker in der Pflicht, sich über die Art und die Folgen seiner eigenen individuellen Lebensführung Gedanken zu machen. Zugleich führt die Entwicklung auch zu immer ausdifferenzierteren Märkten mit personalisierten (also genau auf dich) zugeschnittenen Produkten.

Female Shift

Die derzeit noch vielfach männerdomierte Wirtschaftswelt wird immer weiblicher, denn der Arbeitsmarkt wird sich auf die Bedürfnisse von Frauen (z.B. mehr Teilzeit) einstellen müssen, um dem Fachkräftemangel begegnen zu können. Das schafft neue große Chancen für die individuelle Lebensbalance, in der persönliche Wünsche, wie z.B. die Familienplanung, besser mit der beruflichen Verwirklichung vereinbar werden – das gilt natürlich nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer und ermöglicht damit den Wechsel hin zu neuen Väterrollen und Familienmodellen.

Silver Society

Die deutsche Gesellschaft wird immer älter. Gleichzeitig bleiben die Älteren aber auch immer gesünder und länger fit. Das eröffnet vollkommen neue Lebensentwürfe des Alterns. Wenn Ältere aber länger und aktiver am Gesellschaftsleben teilnehmen, wird das traditionelle Rollenbild der Senioren bald der Vergangenheit angehören. Und auch die Wirtschaft wird sich auf diese „neue Gruppe“ kaufkraftstarker, rüstiger und unternehmenslustiger Konsumenten mit viel Freizeit einstellen.

Aber wie heißt es so schön in dem Song von Doris Day: “Whatever will be, will be, the future's not ours to see…”. Es ist zwar nichts gewiss, dennoch deuten die Indikatoren auf eine spannende und abwechslungsreiche Zukunft hin. Also, mach das Beste daraus, indem du dich rechtzeitig auf die großen Veränderungen einstellst. Denn vorwegzugehen ist immer besser als das Nachsehen zu haben!

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