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Facebook: Die Timeline ist mein Lebenslauf?

Generation Y oder Gen Whatever

Jede Medaille hat zwei Seiten, das gilt auch für Facebook. Fangen wir mit der schönen Seite an: Dank Facebook ist es heute leichter denn je, sich mit anderen zu vernetzen. Es stellt kein Problem mehr dar, den Freundeskreis wissen zu lassen, was man im Augenblick tut und wie es einem gerade geht. Egal, wo auf der Welt man sich gerade befindet, Internetzugang vorausgesetzt. Facebook fordert einen sogar dazu auf!

Was wird da gemacht?

Die Idee hinter der Plattform basiert auf dem Gedanken, alle mit allen bekannt zu machen. Ein Blick in den Alltag genügt: Wir haben uns daran gewöhnt, unsere Stimmung auf Facebook zu teilen, ein „Like“ für ein cooles Posting abzugeben, den Gag eines Facebook-Freundes zu kommentieren, den „Teilnehmen“-Button einer Veranstaltung zu klicken. Facebook ist zweifellos eine der großen Innovationen unserer Zeit. Wer ein Event ausrichtet und möglichst viele Leute einladen will, erstellt einfach eine Veranstaltung – und jeder weiß Bescheid. Facebook ist ein wahrer Segen für die Menschheit, möchte man meinen.

Kein reines Vergnügen​

Selbstverständlich gibt es Nachteile. Sie werden uns immer bewusster. Seit geraumer Zeit ist klar, dass Facebook ständig seine Nutzungsbestimmungen ändert. Begriffe wie Datenschutzrichtlinien geistern durch Threads und Timelines. Kommt jetzt also der Backlash, wie man so schön sagt? Entpuppt sich eine der praktischsten Erfindungen der letzten Jahre als Bumerang? So schlimm ist es sicher nicht – darf es auch gar nicht, denn auf Facebook zu sein, ist so normal geworden, wie auf die Straße zu gehen.

Dennoch ist Facebook kein reines Freizeitvergnügen mehr. In vielen Berufen gehört es dazu, die Action dort permanent im Auge zu halten. Durch die digitale Neudefinition der Privatsphäre ist Facebook dank Milliarden von Nutzern ein gigantischer öffentlicher Raum geworden. Dort gibt es natürlich eine Menge Durcheinander. Facebook verfolgt dabei unbeirrt auch wirtschaftliche Ziele. Viele User, die sich auf Facebook tummeln, haben ebenfalls ökonomische Interessen.

Tipps für Gelassenheit​

Das muss kein Nachteil sein: Im öffentlichen Facebook-Raum ergeben sich Chancen für neue Geschäftsmodelle. Das ist super! Doch wer seine Timeline mit einem Haus verwechselt, in dem er bloß die Tür zu schließen braucht, damit niemand hineinschauen kann, bekommt womöglich Probleme. Schließlich musst du ganz genau aufpassen, um nicht von Leuten „gestalkt“ zu werden, deren Besuch auf deiner Timeline unerwünscht ist.

Kommen wir zum Facebook-Paradox: Ausgerechnet vor den eigenen Freunden ist man nicht sicher. Ungefragt posten sie Bilder und Kommentare, „markieren“ dich und sorgen dafür, dass ein Image kreiert wird, das mit der realen Person nicht hundertprozentig übereinstimmt.

Wenn man bedenkt, dass auch künftige Arbeitgeber ihre Information verstärkt über den Besuch der Timeline eines Job-Bewerbers beziehen, solltest du dir vielleicht drei Dinge bewusst machen:
 

  • Die Privateinstellungen auf Facebook lassen sich ganz gut regulieren.
  • Vernünftige Arbeitgeber wissen, dass Schnaps Schnaps und Arbeit Arbeit ist.
  • Wer im Leben nix zu verbergen hat, kann Timeline-Stalkern gelassener begegnen.

Fingerprints und Wünsche

Allerdings soll das nicht bedeuten, unhinterfragt digitale „Fingerprints“ zu hinterlassen. Facebook weitet seine Kreise immer stärker aus. Über GPS und andere Apps kommen uns die Algorithmen auf die Schliche. Wir geben unsere Vorlieben preis, indem wir ihnen nachgehen. Wohin fahren wir, um zu entspannen, in welchen Shops kaufen wir ein, was für einen Fußballverein unterstützen wir?

Aber: Das sind Informationen, die du ganz bewusst über dich streuen kannst, so lange du beim Surfen im Internet deinen Kopf nicht ausstellst. Es kann glücklich machen, ein „gläserner Mensch“ zu sein, wenn einem die Wünsche von den Lippen abgelesen werden. Ebenso lohnend kann es sein, den Datenschützern auch in Zukunft genau zuzuhören. Wie die Welt drum herum, befindet sich Facebook andauernd im Wandel. Das macht es so interessant.

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