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Marktplatz der Fähigkeiten

Die Nachfrage nach engagierten jungen Leuten steigt

Normalerweise buhlen auf einer Messe Anbieter um Besucher: Sie werben um Kunden, vielleicht auch um Geschäftspartner, auf jeden Fall um Aufmerksamkeit für neue Produkte und Dienstleistungen. Vor allem um Aufmerksamkeit geht es auch bei Berufsmessen. Und um Angebot und Nachfrage.

Objekt der Begierde

Weil sich dieses Verhältnis auf dem Arbeitsmarkt langsam dreht, die Nachfrage nach engagierten jungen Leuten steigt und das Angebot aufgrund des demografischen Wandels nachlässt, schlüpft der Bewerber mehr und mehr in die komfortable Rolle des Kunden. Gerade auf einer Berufsmesse wird ein Schulabgänger damit rasch zum umschwärmten Objekt der Begierde.

Lehre oder Studium?

Berufsmessen haben ganz unterschiedliche Schwerpunkte: Bei manchen präsentieren sich Unternehmen aus der Region oder ganz Deutschland, die konkret Auszubildende suchen. Sie stellen die Berufe vor, für die sie Personal gewinnen wollen, rücken sich ins beste Licht, pokern mit betrieblichen Zusatzleistungen und Weiterbildungsmöglichkeiten und klären über ihre Bewerbungsverfahren auf.

Auf anderen Veranstaltungen sind in der Hauptsache Hochschulen und Universitäten vertreten, die  Informationen über ihr Studienangebot verbreiten, über Vorteile, Zugangsvoraussetzungen und Studienaufbau informieren. Daneben gibt es oftmals Stände neutraler Berufsberatungsstellen, wie etwa der örtlichen Arbeitsagentur. Große Firmen und wichtige regionale Arbeitgeber, die ein breites Angebot an Lehrstellen haben und zudem Hochschulabsolventen verschiedener Fachrichtungen suchen, rufen mitunter auch einen eigenen Karrieretag in ins Leben.

Der schnelle Überblick

Generell darf man sich von einem Besuch einer Berufsmesse keine Wunder erwarten. Das Kennenlernen am Messestand einer Firma ersetzt nicht die Bewerbung, ein Gespräch mit der Berufsberaterin nicht die individuelle Analyse in der Geschäftsstelle der Beratungseinrichtung. Für fundierte Entscheidungen geht es einfach zu hektisch zu. Allerdings erweitert ein Messebesuch den Horizont, zeigt Möglichkeiten auf und gibt wertvollen Input, wo man sich weiter informieren kann:

  • Wie gehe ich bei einer Internetrecherche vor, damit sie sinnvolle Informationen abwirft?
  • Wo vereinbare ich einen Termin für eine tiefergehende Beratung?
  • Welche Weiterbildungseinrichtungen, vielleicht in privater Hand, gibt es noch, wo ich mich in meinem Traumberuf ausbilden lassen kann?
  • Welche Studiengänge bieten andere Bundesländer an?

Wer sich am Ende für eine Ausbildung entscheidet, profitiert davon, dass er schon jemanden aus der Personalabteilung kennt und sich in seinem Anschreiben auf den persönlichen Kontakt beziehen kann. Visitenkarten sollte man deshalb gut aufbewahren.

Warm-up für das Bewerbungsgespräch​

Ein ordentlicher Auftritt gehört deshalb bei einem Messebesuch dazu: Also ein seriöses Outfit, eine Mappe mit Lebensläufen, die man bei Bedarf aushändigen kann, ein paar vorbereitete Fragen sowie Block und Stift, alternativ auch das Smartphone, mit dem sich Notizen, Namen von Ansprechpartnern und Termine festhalten lassen. Empfehlenswert ist auch, eine geräumige Tasche mindestens im Laptop-Format mitzubringen, in dem man Informationsbroschüren verstauen kann, ohne sie wie Altpapier zusammenknüllen zu müssen. Gut gewappnet kann sich ein Schulabgänger so beim Smalltalk am Messestand erproben und Sicherheit gewinnen – beim späteren Bewerbungsverlauf wird die erlangte Eloquenz positiv auffallen.

Wo und wann welche Messe mit welcher Ausrichtung stattfindet, erfährt man in der örtlichen Tagespresse und bei den Arbeitsagenturen. Manchmal kennt auch die Schule die Termine und empfiehlt ihren Schülern einen Besuch. Einen guten Überblick bietet die Seite www.messen.de im Internet. Ob nun die „Horizon“ in Stuttgart, „Zukunft hier“ in Zwickau oder „Ausbildungsmesse Wiesbaden“ – unter dem Menüpunkt Branchen und Berufs- und Studienwahl sind zahlreiche Berufsmessen mit Termin, Kurzbeschreibung und Link zur Veranstaltungswebseite aufgelistet.

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