Die besten Tipps für eine gute PowerPoint-Präsentation

Jesus hat seine Bergpredigt zwar ohne PowerPoint-Präsentation gehalten und zugegeben ziemlichen Erfolg damit gehabt, aber aus der heutigen Berufswelt sind gelungene Präsentationen nicht mehr wegzudenken – sei es, um Kunden zu überzeugen, ein Projekt vorzustellen und und und…Weltweit werden pro Sekunde 350 PowerPoint-Präsentationen gestartet und täglich 30 Millionen zusammengebastelt! Wie viele Zuschauer dabei einschlafen wurde allerdings nicht gezählt. Damit dir das nicht passiert, solltest du ein paar Dinge beachten.




PowerPoint ist kein Teleprompter

Die Zuschauer kommen, um das Wissen des Redners zu hören und nicht, um Wortmassaker von einer Wand abzulesen. Der Redner und sein Wissen stehen also im Zentrum der Aufmerksamkeit und PowerPoint soll ihn dabei lediglich unterstützen.

Häufig sind aber nicht nur die Präsentationen falsch aufgebaut und gehen an dieser Zielsetzung vorbei – die Folien werden oft auch einfach nur als Telepromter missbraucht und alles Wort für Wort mit monotoner Stimme abgelesen. Das Ergebnis ist dann eine miserable Performance, die alles diskreditiert, was mit der Präsentation zusammenhängt: Das Ansehen des Redners ist unten durch, das Image des Unternehmens leidet und das Produkt wird nur noch müde belächelt.


Schluss mit den PowerPoint-Katastrophen!

Ein Redner darf sich nicht hinter seinen Folien verstecken – vor allem dann nicht, wenn diese stümperhaft überfrachtet sind. PowerPoint ist ein Tool, das lediglich deinen mündlichen Vortrag unterstützt. Worauf du achten solltest – und worauf du besser verzichtest – haben wir hier zusammengestellt:

  • Um die Kernbotschaft herum aufbauen: Nimm am Anfang ein Blatt Papier und notiere den Satz, der bei den Zuhörern hängen bleiben soll. Bastle dann anschließend drum herum deinen Vortrag zusammen.
  •  Hallo und Tschüss: Eine "Herzlich Willkommen" und eine "Danke für Ihre Aufmerksamkeit" Folie am Anfang und Ende wirken zutiefst unprofessionell. Die Startseite sollte das Kernthema pointiert wiedergeben und als Rausschmeißerfolie bietet sich einfach ein schwarzer Hintergrund an – denn das Verabschieden übernimmst du selbst und nicht die Folie!
  • Nur eine Botschaft pro Folie: Der Rest verwirrt nur und lenkt vom Thema ab.
  • Überladung der Folien vermeiden: Als Grundregel gilt, dass auf jeder Folie nicht mehr als sechs Zeilen Text und pro Zeile maximal sechs Wörter stehen sollten – und auch nur Stichwörter verwenden und keine ausformulierten Sätze!
  • Folien sind nur Ergänzung: Die Folien sollen deine Kernbotschaften verdeutlichen und nicht deinen Vortrag 1:1 wiedergeben, das wäre sinnlos.
  • Die 10–20–30-Regel: Eine gute Präsentation sollte nicht länger als 20 Minuten dauern, sonst schaltet das Publikum ab. Dabei sollten maximal 10 Folien eingesetzt werden. Je weniger desto besser. Die Schriftgröße beträgt mindestens 30 Punkte, damit der Text auch aus den hinteren Reihen lesbar ist.
  • Immer wieder leere Folien einblenden: Zwischen den einzelnen Folien solltest du ab und zu einen schwarzen Hintergrund einbauen. So kann sich das Publikum auf dich als Redner konzentrieren, das sichert dir die Aufmerksamkeit des unabgelenkten Publikums.
  • Animationen vermeiden: Animierte Übergänge zwischen den Folien, Soundeffekte oder auch Einblendeffekte für einzelne Zeilen sind das Werk des Teufels: Jede Animation lenkt die Zuhörer vom Redner ab. Die Zuschauer sollen jedoch dem Vortrag konzentriert folgen und nicht ständig visuell abgelenkt werden oder auf die Leinwand starren, um den nächsten Effekt nicht zu verpassen. Das strengt an und lässt die Aufmerksamkeit sinken.
  • Reihenfolge ist wichtig: Zuerst die Folien projizieren und dann vorlesen – schlimmer geht’s nicht! Da hört keiner mehr zu sondern liest nur noch ab. Daher nur schlichte Folien verwenden und erst dann einblenden, wenn sie auch in dem Vortrag drankommen. Nicht früher und nicht später.
  • Handout erst nach dem Vortrag: Niemals die Folien vor dem Vortrag als Ausdruck verteilen! Dann blättert jeder nur noch in den Unterlagen und hört kaum zu. Also zu Beginn ankündigen, dass nach der Präsentation ein Handout verteilt wird. Aber dieses Handout können nicht allein deine Folien sein, da diese per Definition ohne deinen Vortrag nutzlos sind.
Weitere wichtige Grundlagen, Kniffs und Tricks für das Erstellen von PowerPoint-Präsentationen erfährst du beispielsweise in diesem Tutorial auf Youtube.

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