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Schwimm gegen den Strom

Der Fachkräftemangel ist deine Chance

Der demografische Wandel führt auf absehbarer Zeit zu einem Fachkräftemangel in bestimmten Branchen. Einige Unternehmen und Regionen klagen jetzt schon über zu wenige Fachkräfte. Denn die geburtenstarken Jahrgänge gehen allmählich in Rente und scheiden nach und nach aus der Arbeitswelt aus, gleichzeitig bekommen wir Deutschen aber immer weniger Kinder (nur noch halb so viele wie im Babyboomer-Jahr 1964).

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Die Folge: Fachkräftemangel steigt

In den kommenden 20 Jahren wird sich die Zahl der erwerbsfähigen Personen im Alter zw. 20-64 daher jedes Jahr im Schnitt um rund 340.000 Personen reduzieren. Dadurch nimmt der Wettbewerb der Unternehmen um geeignete Nachwuchskräfte stetig zu. Die Engpässe zeigen sich dabei nicht nur bei akademischen, sondern zunehmend auch bei nichtakademischen Fachkräften – allen voran in technischen Berufsfeldern sowie in Gesundheits- und Pflegeberufen.

Bei folgenden Berufsgruppen zeigt sich aktuell ein Fachkräftemangel:

  • Metallbau und Schweißtechnik
  • Maschinen - und Fahrzeugtechnikberufe
  • Mechatronik und Automatisierungstechnik
  • Fachkräfte Energietechnik
  • Elektrotechnik
  • Konstruktion und Gerätebau (Ingenieure)
  • Klempner, Sanitär, Heizung und Klimatechnik
  • Ver- und Entsorgung (Ingenieure)
  • Informatik, IT und Softwareentwicklung
  • Spezialisten im technischen Eisenbahnbetrieb und der Eisenbahninfrastruktur
  • Gesundheits-, Kranken- und Altenpflege
  • Orthopädie-, Rehatechnik und Hörgeräteakustik

Gute Chancen gibt’s vor allem auch bei Ausbildungsberufen

Was haben Bäcker, Klempner, Hörgeräteakustiker und Metzger gemeinsam?

All diese Berufe – und einige mehr – zählen zu den unbeliebtesten Ausbildungsberufen in Deutschland. Das hat meistens weniger mit dem Verdienst zu tun, manche Berufe bringen einfach einen anderen Lebensrhythmus mit sich oder sind körperlich anstrengender als andere. Natürlich ist es nicht lustig, zum Beispiel als Bäcker jeden Tag so früh aufzustehen oder im Gastronomiebereich dort zu arbeiten, wo andere feiern. Aber ohne diese unbeliebten Berufe kommt unsere Gesellschaft einfach nicht aus – oder willst du dein Dach selbst decken, dein Brot selbst backen oder in kein Restaurant oder Hotel mehr gehen können?

Wo sind die ganzen Azubis?

Laut DIHK beginnen derzeit fast genauso viele Menschen ein Studium wie eine Berufsausbildung – früher war das Verhältnis ein Drittel zu zwei Drittel. Die immer weniger werdenden Auszubildenden verteilen sich noch dazu auf die beliebtesten Ausbildungsberufe – wie zum Beispiel Verkäuferin, Kauffrau im Einzelhandel, Kraftfahrzeugmechatroniker oder Industriemechaniker. Dabei gibt es doch mit Sicherheit andere, interessante Ausbildungsberufe – schließlich hat man die Auswahl aus ca. 350 anerkannten Ausbildungsberufen in Deutschland.

Wenn die anderen nicht wollen, dann mach du es einfach!

Gerade im Gastronomiebereich, in der Baubranche, bei Klempnern, Bäckern und Metzgern werden händeringend Azubis gesucht. Wäre das nicht die Chance, eine gute Ausbildung zu bekommen und sich danach den Arbeitgeber aussuchen zu können? Das ist eine ganz einfache Rechnung: Keine Azubis – keine Fachkräfte. Und wenn du nach der Ausbildung eine der wenigen Fachkräfte bist, dann werden sich die Unternehmen um dich bemühen – deine Verhandlungsposition in Bezug auf Gehalt etc. ist somit hervorragend.

Und auch die Karrierechancen stehen gut – denn irgendjemand muss ja auch irgendwann die Betriebe übernehmen, wenn die derzeitigen Chefs in den Ruhestand gehen ...

Wenig Konkurrenz hast du auch bei einer Ausbildung als Steinmetz, Buchbinder, Bootsbauer, Klavierbauer, Sattler oder Fischwirt zu befürchten.

Und noch etwas spricht für eine Ausbildung:

Von Anfang an Geld verdienen – nicht erst nach dem Studium

Im Durchschnitt treten Studenten erst mit ca. 27 Jahren in das Berufsleben ein. Wenn du eine Ausbildung machst, hast du da schon ungefähr 10 Jahre dein eigenes Geld verdient. Die Ausbildungsvergütung beträgt zurzeit in über 50 % aller Berufe zwischen 500 und 750 € brutto im Monat – in 30 % der Berufe sogar zwischen 750 und 1.000 €.

Eine gute Übersicht über alle Berufsgruppen – egal ob Ausbildungs- oder Studiumsberufe – bietet die Bundesagentur für Arbeit. Hier findest du auch zu jedem Beruf und jeder Berufsgruppe gut gemachte kurze Informationsfilme.

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