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Teilzeit: Mehr Freizeit liegt im Trend

Kommt sogar die 4-Tage-Woche?

„Die meisten Menschen gehen grundsätzlich gerne zur Arbeit, aber alle hätten gerne mehr Zeit für ihre Familie und ihre Hobbys. Eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit würde dieses Problem lösen.“ Diese Aussage stammt nicht von einem eingefleischten Kapitalismuskritiker – im Gegenteil: Der milliardenschwere Google-Gründer Larry Page hat sich in die Diskussion um eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit eingeschaltet und setzt sich dabei für eine 4-Tage-Woche ein.

Drei Tage Büro und vier Tage Wochenende

Und Page ist nicht der Einzige: Der mexikanische Unternehmer und reichste Mensch der Welt, Carlos Slim, plädiert sogar für drei Tage Büro und vier Tage Wochenende. So hätte man mehr Zeit für Familie und Hobbys, wäre zufriedener und würde dann auch lieber und leistungsfähiger ins Büro gehen. Insgesamt 69 % der US-Millionäre halten die 4-Tage-Woche für eine gute Idee.

Es stellt sich also vor allem folgende Frage: Wieviel Einkommen ist genug und will man nicht statt „zu viel“ Geld lieber mehr Freizeit? Also mehr Zeit für seine Interessen und Hobbys? Wissenschaftlern zufolge liegt das Optimum der Zufriedenheit übrigens bei 60.000 Euro Jahreseinkommen, mehr Geld darüber hinaus macht nicht unbedingt glücklicher.

Jede Menge Überstunden

Deutschland leistet EU-weit die meisten Überstunden. Im Schnitt sind es drei pro Woche. Wenn man bedenkt, dass viele gar keine Überstunden leisten, dann haben einige wirklich viel zu tun: Der Durchschnitt aller Vollzeitbeschäftigten hierzulande liegt bei 41,9 Stunden pro Woche.

Rechnet man dann noch die Arbeitswege, die leicht eine Stunde hin und eine Stunde zurück betragen, sowie die alltäglichen Arbeiten für Haushalt und Bürokratie hinzu (das ist ja schließlich keine echte Freizeit), dann bleibt unter der Woche kaum noch Zeit, sich abseits des Berufs zu verwirklichen. Pech, wenn man dann noch Hobbys hat, die sich nicht im Beruf ausleben lassen. So kommt es dann zu dem eigentlich widersprüchlichen Begriff „Freizeit-Stress“.

Stress vermeiden …

Stress ist aber laut der Weltgesundheitsorganisation WHO eine der größten Gesundheitsrisiken des 21. Jahrhunderts. Denn wir erledigen immer mehr in immer kürzerer Zeit – ob nun im Job oder in der Freizeit. Dabei stehen Krankheiten, die sich auf zu viel Stress zurückführen lassen, schon auf Platz 2 aller Krankheitstage. Wer also einen Gang zurückschaltet, lebt nicht nur gesünder und entspannter, man ist auch leistungsfähiger, kreativer und zufriedener.

Das bestätigt auch ein anderer Riese unserer Wirtschaftswelt: Der Internetgigant Microsoft warnt in seinem „Manifest für ein neues Arbeiten“ vor der zunehmenden Überlastung der Mitarbeiter und mahnt ein Umdenken an. Denn entweder man ziehe die Handbremse – der Einzelne, Unternehmen und ganze Kulturen – oder es drohe am Ende gar der Kollaps.

Was gibt es für Möglichkeiten?

Mittlerweile existieren bereits verschiedene Wege, wie du versuchen kannst, eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit für dich persönlich umzusetzen:

Selbstständigkeit:

Nicht immer ganz einfach: Denn hier tut man sich anfangs oftmals schwer, anständig über die Runden zu kommen. Wer aber auch mal mit weniger Geld gut auskommt, der kann sich hier gut austoben. Dafür brauch man ein dickes Fell und die Fähigkeit, auch bei schlechterer Auftragslage nicht gleich panisch zu werden, sondern die freie Zeit genießen zu können. Tipp: Strebe zunächst eine Teilzeitstelle zur Absicherung deines Minimallebensstandards an und arbeite dann selbstständig so viel mehr, wie du willst, und vor allem das, was du willst! So kannst du diesen Baustein nach und nach ausbauen, bis du allein davon leben kannst.

Job-Duos:

Zwei Mitarbeiter teilen sich eine Stelle – in welchem Ausmaß hängt von der Jobaufgabe ab. So ein Job-Duo kann jeweils eine 50 % Stelle bieten, aber auch mehr. Gerade in Führungspositionen werden zunehmend zwei 70 % Stellen zu einem Zweierteam gebündelt. Das ist besonders für junge Eltern attraktiv. Die Möglichkeit, intensiv mit einem Sparringspartner zusammenarbeiten zu können, bringt aber auch auf inhaltlicher Ebene einige Fortschritte. Nicht zuletzt hat man dadurch auch ein langes Wochenende, um sich ausreichend um die stets vorhandenen familiären Angelegenheiten kümmern zu können.

Teilzeit:

Das ist die sicherste Variante, für dein Existenzminimum zu sorgen. Dabei stehen verschiedenste Möglichkeiten offen: 20-Stunden-Woche, 25 Stunden, 30 Stunden… das liegt allein an deinem Verhandlungsgeschick, deinen Bedürfnissen und der Flexibilität deines Arbeitsgebers.

Gesünder, kreativer und glücklicher

Manche Unternehmen gehen bereits von sich aus zu einer 4-Tage-Woche über (natürlich mit entsprechend weniger Gehalt). Denn die Erfahrung zeigt, dass die Mitarbeiter dann fokussierter und konzentrierter arbeiten – also mit weniger Leerlauf und einer höheren Produktivität. Der Arbeitgeber bekommt also umgerechnet mehr Leistung für sein Geld. Die Angestellten sind zudem deutlich zufriedener und motivierter mit mehr Freizeit und auch weniger krank. Das könnte sich also zu einem Zukunftsmodell entwickeln. Immerhin probiert schon eine Verwaltung im US-Bundesstaat Utah die 4-Tage-Woche seit zwei Jahren erfolgreich aus und die staatlichen Organe gelten im Allgemeinen ja nicht unbedingt als Innovationsvorreiter …

Egal wie du es anstellst, AXA startklar! wünscht dir auf jeden Fall das Wichtigste: Einen Job zu finden, der dir Spaß macht. Also leg dich von Anfang an ins Zeug! Das zahlt sich später in vielerlei Hinsicht wieder aus.

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