Der Weg in die Berufswelt

Traineeprogramm oder Direkteinstieg?


Jetzt kann es endlich losgehen. Vorbei sind die Zeiten des Büffelns und Klausuren schreibens – aber auch das Studentenleben. Ab jetzt geht es darum, das Gelernte in der Praxis anzuwenden und dafür den auch Geld bezahlt zu bekommen. Es gibt mehrere Formen des Einstiegs in die Berufswelt. Denkst du über ein Traineeprogramm nach oder möchtest du gleich direkt einsteigen? Wir zeigen dir die Vor- und Nachteile der beiden Möglichkeiten auf.


Direkteinstieg vs. Traineeprogramm – Runde 1: Das Geld.

Bist du darauf aus, von Anfang an gutes Geld zu verdienen, dann geht diese Runde klar an den Direkteinstieg – denn die Bezahlung ist in der Regel um etwa 10% höher, als bei Traineeprogrammen. Trainees verdienen durchschnittlich 36.000 Euro Jahresbruttogehalt. Aber du darfst nicht vergessen, dass die Ausbildung im Rahmen deines Traineeprogramms dem Arbeitgeber viel Geld kostet, das einen geringeren Verdienst wieder ausgleicht.


Direkteinstieg vs. Traineeprogramm – Runde 2: Die Belastung und die Aufgaben.

Beim Direkteinstieg gilt es, von Anfang an Leistung zu erbringen – im Rahmen von Traineeprogrammen wirst du langsamer und behutsamer in das Unternehmen und die Aufgaben eingeführt. Die Belastung ist also beim Direkteinstieg wesentlich höher, denn der Druck, das Tagesgeschäft zu erledigen und produktiv zu arbeiten, ist von Anfang an gegeben. Man könnte also sagen, dass sich der Direkteinstieg in Bezug auf die Belastung und die Aufgaben eher für Spezialisten mit einem abgegrenzten Arbeitsbereich – in dem sie durch das Studium bestens ausgebildet sind – eignet und der Einstieg als Trainee für Generalisten, die sich in unterschiedlichen Arbeitsbereichen wohlfühlen, geeigneter ist


Direkteinstieg vs. Traineeprogramm – Runde 3: Die Karrierechancen.

Wer bereit ist, am Anfang in Bezug auf Aufgabengebiet und Gehalt ein wenig zurückzustecken und ein Traineeprogramm zu absolvieren, der wird wahrscheinlich in Zukunft davon karrieremäßig profitieren. Ein Traineeprogramm stellt den klassischen Weg für eine Karriere im höheren Management dar – beim Direkteinstieg ist der Weg zu einer Führungsposition nicht so klar vorgezeichnet und der Mitarbeiter muss sich selbst darum kümmern, im Unternehmen die Karriereleiter zu erklimmen.


Direkteinstieg vs. Traineeprogramm – Runde 4: Die Entscheidung.

Kurz gesagt: Direkteinsteiger verdienen am Anfang mehr Geld, können sich gleich im Job auch bei größeren Projekten beweisen – Trainees durchlaufen viele Abteilungen (oft auch im Rahmen von Auslandsaufenthalten), in denen Sie viel sehen und lernen, aber selten lange am selben Projekt arbeiten können. Direkteinsteiger erhalten in der Regel von Anfang an einen unbefristeten Arbeitsvertrag – Trainees zunächst nur einen befristeten für die Dauer des Programms. Bewährt sich ein Trainee, wird er in der Regel danach übernommen, da das Unternehmen viel in die Ausbildung investiert hat.


Das Urteil:

Tja, wie es aussieht ist der Ausgang als glattes Unentschieden zu werten. Beide Formen haben objektiv gesehen sowohl Vor- als auch Nachteile. Vielleicht solltest du auf dein Bauchgefühl hören und die Variante wählen, mit der du dich vom Gefühl – und nicht von den Fakten her – wohler fühlst. Vielleicht nimmt dir auch das Unternehmen, bei dem du Einsteigen möchtest, die Entscheidung ab – denn nicht alle Unternehmen bieten eine Wahlmöglichkeit zwischen Direkteinstieg und Traineeprogramm ...

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