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Wunschtraum Home-Office

So funktioniert's

Die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer würde gern berufliche Tätigkeiten von zuhause oder unterwegs aus erledigen: im Home-Office, auch Telearbeitsplatz genannt. Du auch? Rund 20 Prozent der Unternehmen in Deutschland boten 2012 dieses Modell mit dem Arbeiten außer Haus an, lediglich acht Prozent aller Angestellten arbeiteten aber tatsächlich so.

Effizientere Mitarbeiter

Dabei zeigen Studien, dass Mitarbeiter im Home-Office zum einen in kürzerer Zeit mehr leisten, also die Produktivität höher ist (laut einer Studie der Stanford Universität: 113 %), zum anderen die Pausen kürzer und die Krankheitstage weniger sind als an einem normalen Arbeitsplatz. Insgesamt waren die Heimarbeiter auch zufriedener in ihrem Beruf.

Willst du wissen, ob du fürs Home-Office geeignet bist – und wie du deinen Arbeitgeber am besten von dieser Variante überzeugst? Argumente gibt es jede Menge. Und die sprechen häufig nicht nur dich als Arbeitnehmer an, sondern auch Chefs und Arbeitgeber!

Alternierende Telearbeit

Zwischen Home-Office und Firma hin und herwechseln

Das Home-Office verspricht Zeitsouveränität und Selbstbestimmtheit. Partnerschaft, Haushalt und Kinder, den eigenen Rhythmus, die jeweilige Lebenssituation oder auch einen Kranken oder Pflegebedürftigen in der Familie kannst du mit einem Telearbeitsplatz besser in Einklang mit deinem Berufsleben bringen. Am häufigsten wird dabei die alternierende Telearbeit gewählt – eine Mischform zwischen Home-Office und Firmenarbeitsplatz.

Studien zeigen, dass eine Kombination zwischen zwei oder zweieinhalb Tagen im Home-Office und der restlichen Woche im Büro eine der beliebtesten ist. Denn die Zeit im Unternehmen ist oft sehr wichtig für Abstimmungen, Teamarbeit, Kontaktpflege und Tätigkeiten, die nur schlecht in der Heimarbeit erledigt werden können.

Home-Office - gewusst wie

Deine Fähigkeiten als Home-Office-Nutzer

Die wichtigste Voraussetzung für die Arbeit zuhause: Dein Job bietet genügend Aufgabenfelder, die du gut von extern bewältigen kannst. Dass du als Assistenzärztin in der Praxis oder als Bankangestellter am Schalter kaum zu entbehren bist, versteht sich von selbst. Als Programmiererin, Buchhalter, Controllerin oder Redakteur dagegen kannst du ohne weiteres deine Arbeit von einem Telearbeitsplatz aus bewerkstelligen. Doch nicht nur die Tätigkeit sollte passen, auch du selbst musst dich für diese Art zu Arbeiten eignen!

Bist du selbstständig, teamfähig, diszipliniert, kommunikativ und zuverlässig, kannst du dich gut selbst motivieren und organisieren, und bringst du im besten Fall bereits Berufserfahrung mit? Das sind wichtige Voraussetzungen. Denn ohne diese Eigenschaften wirst du dich im Home-Office sicherlich schwer tun.

Nun fehlen nur noch Kollegen, die deine Rolle als Tele-Mitarbeiter akzeptieren, und ein Chef, der gut führen kann und dich in deinem Wunsch, zuhause zu arbeiten, unterstützt. Unentbehrlich ist ein insgesamt vertrauensvolles Verhältnis untereinander.

Telearbeit hat viele Vorteile

Die Vorteile für dich als Arbeitnehmer? Mütter und Väter finden schneller wieder den Einstieg ins Arbeitsleben, Familie und Beruf lassen sich leichter vereinbaren, du kannst dich in der Regel besser konzentrieren, hast weniger Stress, die Anfahrt zur Arbeit und damit ein großer Zeit- und Kostenfresser fallen weg, gleichzeitig schonst du die Umwelt und entlastest den Verkehr, du bist meist motivierter, zufriedener, weniger krank, kannst dir die Zeit flexibel einteilen, leistest mehr in kürzerer Zeit und kannst deine individuellen Hochs und Potentiale besser nutzen.

Und für den Arbeitgeber? Für ihn gelten natürlich im Umkehrschluss auch die gerade genannten Punkte, die ihn zunächst für das eigene Personal und nicht zuletzt auch für neue, qualifizierte Arbeitskräfte attraktiver machen. Hinzu kommen noch die Kosteneinsparungen für Büroflächen.

Tipps für den Telearbeitstag

So klappt der Arbeitsalltag im Home-Office reibungslos​

  • Eine professionelle, gute Ausrüstung am Telearbeitsplatz ist das A und O. Kläre ab, ob dich dein Arbeitgeber hierbei unterstützt.
  • Treffe klare Absprachen mit deinem Arbeitgeber und deinen Kollegen zu Aufgaben, Zielen, Kernzeiten und den von dir erwarteten Ergebnissen.
    Tipp! Praktisch ist hier ein passendes Kontrollsystem: Deine zu leistenden Erledigungen werden dadurch nicht nur definiert sondern auch protokolliert und damit nachweisbar.
  • Wenn die Präsenzmeetings abnehmen, solltest du öfter mal eine Telefon- oder Videokonferenz mit Kollegen und/oder Kunden machen, um dich austauschen zu können.
  • Halte und pflege den engen Kontakt zu Kollegen und Vorgesetzten: per Telefon, Intranet, Chat oder E-Mail. Tauscht euch regelmäßig bei Feedbackterminen in der Gruppe und mit dem Vorgesetzten aus (je nach Tätigkeit z.B. in wöchentlichem oder 14-tägigen Modus)
  • Ein Gruppenterminkalender hilft bei der Organisation.
  • Ein klar definiertes Ablagesystem ebenfalls.
  • Leg für dich geregelte Arbeitszeiten fest. Dazu gehören auch Zeiten, in denen du mal ungestört arbeiten kannst. Richte dir auch feste Essenszeiten wie Mittagspause und ausreichend kleinere Pausen zwischendurch ein. Teile deine Zeiteinteilung deinen Kollegen mit, damit sie wissen, wann sie dich erreichen und wann nicht.
  • Mache dir für deinen Überblick Wochen- und Tagespläne. Auch To-Do-Listen sind hilfreich: Das Wichtigste und unter Umständen das Unangenehmste kommen immer zuerst! Damit du konzentriert arbeiten kannst: Richte dir Zeitblöcke pro Tätigkeit ein und schalte Ablenkungen rigoros ab (Social Media Plattformen, Radio, Musik, Fernsehen).
  • Achte auf eine klare Grenze zwischen geschäftlichem und privatem Leben. Dabei helfen zum Beispiel ein abgetrennter Arbeitsbereich, am besten ein eigenes Zimmer, zwei Telefone, ein privates und ein geschäftliches, und klare Zeit- und Anwesenheitsabsprachen auch mit Freunden und der Familie.
  • Führe einen Tageskalender zur Dokumentation deiner Tätigkeiten. Das hilft dir, deine Arbeit zu rekonstruieren, und bei Nachfragen vor deinem Chef zu argumentieren.
  • Und zum Schluss: Lob dich ruhig mal selbst! Oder hol dir positive Feedbacks bei deinen Kollegen. Frag einfach nach, ob diese oder jene Arbeit gelungen war. Denn positives Feedback ist ungemein wichtig!

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