Keine Scheu vor Zeitarbeit

sie kann ein Sprungbrett sein

Natürlich ist ein fester Arbeitsvertrag erstrebenswert, aber gerade beim Berufseinstieg kann es ein wenig dauern, bis dieser Wunsch in Erfüllung geht. Untätigkeit bringt einen auch nicht weiter – warum also nicht die Möglichkeit der Zeitarbeit in Anspruch nehmen?




Zeitarbeit – was ist das eigentlich?

Zeitarbeit – offiziell auch „Arbeitnehmerüberlassung“ genannt – ist die meist projektbezogene Anstellung von Mitarbeitern für einen gewissen Zeitraum. Die Zeitspanne kann von nur ein paar Wochen bis hin zu mehreren Jahren reichen. Dabei ist der Arbeitnehmer bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt und wird in Kundenunternehmen der Zeitarbeitsfirma eingesetzt. Zeitarbeiter müssen laut Gesetz in den Unternehmen zu denselben Bedingungen in Bezug auf Arbeitszeit, Entlohnung und Urlaubsansprüche beschäftigt werden, wie festangestellte Mitarbeiter – wobei es leider trotzdem oft zu Unterschieden bei der Enlohnung kommt. Also besser vorher genau informieren.


Die Vorteile von Zeitarbeit

Wie schon erwähnt, lohnt sich Zeitarbeit insbesondere in der Zeit der Stellensuche für eine Festanstellung, zum Berufseinstieg oder auch als Ausweg aus der Arbeitslosigkeit. Ein großer Vorteil ist, dass man unter Umständen binnen kurzer Zeit unterschiedliche Unternehmen und manchmal auch unterschiedliche Tätigkeitsfelder kennen lernen kann, viel Berufserfahrung sammelt und sich so für die Zukunft besser orientieren kann. Manchmal ergibt sich aus der Zeitarbeit heraus sogar eine Festanstellung, an die man ohne die Zeitarbeit nicht herangekommen wäre. Die meist kurzen Kündigungszeiten von oft nur einer oder zwei Wochen können auch ein Vorteil sein – zum Beispiel, wenn man gerade in dieser Zeit von anderer Seite her eine Festanstellung angeboten bekommt. Auch wenn Zeitarbeiter zu einem Drittel für Hilfstätigkeiten eingesetzt werden, haben Akademiker oder höher gebildete Personen durchaus Chancen auf hochklassige Jobs, wie zum Beispiel in Architektur- oder Ingenieurbüros.


Wie kommst du an solche Jobs?

Zuerst gilt es, sich bei möglichst vielen Zeitarbeitsfirmen zu bewerben. Ja, auch hier muss man sich bewerben, denn nicht jeder wird auch von der Zeitarbeitsfirma in deren Mitarbeiterpool aufgenommen. Auch Initiativbewerbungen führen hierbei zum Ziel, nicht nur das Bewerben auf Stellenanzeigen. Hat sich ein Unternehmen für dich entschieden, und auch du dich für diese Zeitarbeitsfirma, dann wirst du in den Kandidatenpool aufgenommen, aus denen die Mitarbeiter vermittelt werden. Noch ein wichtiger Tipp: Erkundige dich, bevor du bei der Zeitarbeitsfirma unterschreibst, ob diese Firma über eine unbefristete Genehmigung der Bundesagentur für Arbeit zur Arbeitnehmerüberlassung und eine Mitgliedschaft im BAP (Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister) verfügt – denn gerade in diesem Bereich findet man immer wieder unseriöse Anbieter.

Rechtliche Hinweise
Die Artikelinhalte werden Ihnen von AXA als unverbindliche Serviceinformationen zur Verfügung gestellt. Diese Informationen erheben kein Recht auf Vollständigkeit oder Gültigkeit. Bitte beachten Sie dazu unsere Nutzungsbedingungen.