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Leere Stunden als Muse

Langeweile ist der beste Kreativmotor

Johann Wolfgang von Goethe hat es bereits gewusst, als er die Langeweile als “Mutter aller Musen” bezeichnet hat. Wie richtig er damit lag und wie wichtig Langeweile für Kreativität sein kann, ist sogar wissenschaftlich bewiesen.

“Mama, was soll ich machen?”

Auf die nervigste aller Fragen hat meine Mutter zum Beispiel immer mit einem lässigen “Kopfstehen und lachen” geantwortet. Was mir damals nicht klar war: man sollte das Beste draus machen. Und dafür eignet sich Langeweile ganz hervorragend.

Es gibt sie immer mal wieder: Endlose Tage, an denen die Stunden  einfach nicht verrinnen wollen – meist an Wochenenden oder Feiertagen. Die Freunde sind bei ihren Familien und zu allem Übel regnet es auch noch. Dieses Gefühl, dass man nichts mit sich anzufangen weiß, ist jedoch extrem wichtig, um in die Gänge zu kommen. Das mag widersprüchlich klingen, ist aber die Wahrheit. Denn aus diesem Gefühl heraus kann eine Faszination für die banalsten Dinge entstehen. Man wird automatisch aufmerksamer, da jede Ablenkung die Hoffnung auf etwas Spannendes auflodern lässt. Und so bemerkt man plötzlich Dinge, die man ohne Langeweile niemals entdeckt hätte. Und schon steckt man drin im nächsten großen Abenteuer und die Langeweile ist dahin.

Langeweile ruhig zulassen.

Egal, ob man gerade mal nichts zu tun hat oder die Tätigkeit ermüdend ist – Langeweile kommt nun mal vor und sollte durchaus zugelassen werden. Und das auch im Sinne des Arbeitgebers, denn Langeweile funktioniert als kreativer Motor. Nur wer von den festgefahrenen Wegen abweicht, kann auch neue Ideen generieren. Langeweile sollte man also ruhig hin und wieder zulassen und nicht aus falschem Pflichtbewusstsein vermeiden.

Es lauert die Gefahr, Langeweile zu verdrängen und somit den Ideen die Chance zu nehmen, sich zu entfalten. Das Internet ist da eine dieser tückischen Fallen. Wer hat nicht schon einmal Stunden vor dem Rechner verbracht und sich ein YouTube-Video nach dem nächsten angesehen? Diese Form der Ablenkung führt in den seltensten Fällen zum Ziel. 

Langeweile fördert Kreativität.

Ist man gelangweilt, fühlt man sich zumeist unproduktiv und hat ständig das Gefühl etwas erschaffen zu müssen. Dabei sind gerade diese Ruhepausen immens wichtig, um zu immer wieder neuen Ideen zu kommen. Die amerikanische Wissenschaftlerin Malia F. Mason hat das sogar erforscht und belegt. Sie sagt, dass Langeweile zu Tagträumen führt, da das Gehirn nicht ausgelastet ist. In diesem Moment fangen die Gedanken von alleine an umherzuwandern. Anstatt direkt zu jammern, sollten wir diese Gedanken also in erster Linie zulassen und die Langeweile als Chance begreifen.

Wenn man diesen Prozess erkennt und nutzt, eröffnen sich völlig neue Wege der Kreativität. Die ödesten Situationen oder Tätigkeiten erlauben unserem Gehirn einen Geistesblitz nach dem anderen zu produzieren. Denn wenn das Gehirn gerade nichts zu tun hat, werden die Bereiche aktiv, die für Kreativität, Gedächtnis und Intelligenz zuständig sind – so das Ergebnis einer Magnetresonanz-Tomografie während der Studie der Wissenschaftlerin. Unser Gehirn arbeitet also ständig weiter und kann nie still stehen. In den Momenten der Langeweile sucht unser Gehirn demnach Wege, um die Langeweile zu beenden. Und das bedeutet einen immensen kreativen Aufwand.

Nutzt die Chance.

Wir sollten also damit beginnen, Langeweile als Chance zu sehen, statt sie zu verteufeln. “Die Seele baumeln lassen” klingt eh viel positiver, meint aber im Grunde dasselbe. Genießt es einfach mal, nichts zu tun und lasst euch überraschen, was alles dabei herauskommen kann. Beobachtet dabei euch selbst und eure Umgebung aufmerksam, und gebt euch getrost dem ein oder anderen Tagtraum hin.

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