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Alternative Wohnprojekte

Kreativer Wohnen

Wer einen Studienplatz sicher hat, braucht eine Studentenbude. Problem: Nicht nur in Großstädten gleicht die Suche nach einem gemütlichen und bezahlbaren Zimmer immer mehr der Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Das fördert nicht nur Frustration, sondern auch kreative Ideen der Studierenden.

Wohnen im Zug?

So ist die Geschichte einer Studentin verbrieft, die lieber in eine Bahncard 100 investierte, als in die überteuerte Miete für eine zu kleine Wohnung. In der Zeit, die sie nicht in der Uni oder bei den Eltern verbrachte, saß sie im Zug, ihrem vorübergehenden Zuhause. Was vor einigen Jahren noch wie Science Fiction klang, hat einen zeitgemäßen Clou. Die junge Dame verfasste einen Reiseblog über ihr Experiment. Vermutlich wird er demnächst als Buch erscheinen.

Alternativen sind in

Alternative Wohnprojekte sind in – so wie alternative Erziehung oder alternative Ernährung. Studenten machen da keine Ausnahme. Die Klassiker Studentenwohnheim und Studenten-WG sind zwar nach wie vor gängig, aber nicht mehr high fashion. Grund dafür ist der Mangel an Wohnheimplätzen, außerdem trägt die Strebsamkeit und Individualisierung der jüngeren Generationen Früchte. Viele haben einfach keine Lust darauf, sich auf eine Gemeinschaft einzulassen, die das eigene Lerntempo im Zweifelsfall eher verlangsamt.

Vergessen sollten wir aber auch nicht, dass auf der anderen Seite die Ansprüche bereits bestehender WGs enorm gestiegen sind. Wer als Bewerber das richtige Geschlecht und den passenden Lieblingsfußballverein parat hat, muss eventuell noch den »Back mal einen Pfannkuchen«-Test bestehen. Sprich: Es wird nicht unbedingt leichter, in einer Wohngemeinschaft unterzukommen.

Alternativen zum WG-Zimmer

Social Franchises

Die Not und der Erfindungsreichtum der Studenten treffen sich mit gesellschaftlichen Entwicklungen. In ganz Deutschland gibt es diverse Projekte, die alternatives Wohnen fördern. Eins dieser Projekte nennt sich »Tausche Bildung für Wohnen« und hat seine Wurzeln im sozialen Brennpunkt Duisburg-Marxloh. Das Prinzip ist einfach: Studenten leben in einem vom Projekt gestellten Haus, dafür bieten die Studenten Kindern aus bedürftigen Familien Nachhilfestunden. Ähnlich funktionieren andere Social Franchises. Immer geht es im Kern um »Wohnen gegen Hilfe«. Weit verbreitet ist die Kooperation mit Senioren, denen die Wohnung zu groß geworden ist und die im Alltag Unterstützung brauchen. Sie lassen Studenten gegen etwas praktische Hilfe bei sich wohnen.

Campingplatzromantik

Die ganz Harten bleiben im Garten, beziehungsweise auf dem Campingplatz. Schon seit längerer Zeit ist es Gang und Gäbe, dass Studenten als Zwischenlösung während der Wohnungssuche campen. Allerdings weiten sich die Zeiträume, die sie auf Campingplätzen verbringen, angesichts der kritischen Wohnungssituation allmählich aus. Manche sollen bereits dort überwintert haben, wo andere ihre Sommerurlaube verbringen. Nicht selten stellen die Eltern ihren Kindern das familieneigene Wohnmobil zur Verfügung, Studieren im Zelt wäre wohl auch eine Nummer zu krass und klingt nach Extremsport. Die Campingplatzbetreiber freuen sich natürlich über die Ausweitung der Saison. Allerdings wünschen wohl auch die Geschäftstüchtigsten unter ihnen niemandem ein Semester bei klirrender Kälte in romantischer Campingplatzabgeschiedenheit.

Leben im Würfel

Neben dem berüchtigten Hotel Mama gibt es weitere Alternativen zu Wohnheim und WG. In München existieren sogenannte Wohnwürfel. Diese Zellen sind nur knappe 7 m² groß und bieten allerlei Besonderheiten: Sessel, die sich als Stauraum nutzen lassen und einen Eingangsbereich, der sich zur Dusche umfunktionieren lässt. Sicher ließe sich auch über das Leben im Würfel ein spannender Blog verfassen.

Fazit: Es geht einiges auf dem alternativen Wohnungsmarkt. Ein Markt, der boomt und wächst. Informationen über verschiedene Wohnformen bietet das Forum Gemeinschaftliches Wohnen e.V. Dessen Mitgliederorganisationen sind unter anderem Neues Wohnen im Alter e.V. und die Wohnprojektberatung Jung und Alt. Also bitte nicht verzweifeln, wenn kein Wohnheimplatz in Sicht ist und der nächste Pfannkuchentest beim WG-Casting in die Hose geht. Die Zukunft des Wohnens hat gerade erst begonnen.

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