Augentraining (nicht nur) für Computerarbeiter

Dicke Nerdbrillen mögen zwar derzeit angesagt sein. Noch lässiger ist es, den Durchblick zu behalten und so lange wie möglich ohne Sehhilfe durchs Leben zu kommen. Dabei macht uns unser Lifestyle oft einen Strich durch die Rechnung: Ob im Büro am Computer, abends am Smartphone und Tablet oder am Wochenende mit der Spielekonsole: Der Mensch verbringt viel Zeit vor leuchtenden Monitoren, oft bei schlechtem Licht und fokussiert auf den immer gleichen Abstand. Gleichzeitig sind unsere Augen selten direktem Sonnenlicht ausgesetzt. Die Folge: Der Dopamin-Gehalt im Auge, der normalerweise das Wachstum des Augapfels bremst, geht zurück; Fehlsichtigkeit entwickelt sich schneller und bereits in jüngerem Alter.




Raus an die frische Luft!

Im Freien lautet die oberste Regel für Menschen, die viel Zeit in geschlossenen Räumen verbringen: Die Sonnenbrille kommt ins Haar, nicht auf die Nase. Wer beim kleinsten Lichtstrahl sofort auf Verdunkelung setzt, tut seinen Augen, die Helligkeit brauchen, keinen Gefallen. Allerdings sollte man es vermeiden, direkt in die Sonne zu blicken. Außerdem tut es gut, sein Gesicht bei geschlossenen Augen ein paar Minuten zu sonnen. Das wärmt die Augen und kurbelt die Produktion von Dopamin und Vitamin D an. Der Hautarzt wird es einem verzeihen.


Sehen wie ein Yogi

Für den herabschauenden Hund braucht man vielleicht eine Matte – Augen-Yoga kann man immer, überall und ohne jedes Hilfsmittel praktizieren. Auch im Büro. Eine wichtige Übung nennt sich Palmieren. Dabei reibt man seine Handflächen aneinander bis sie angenehm warm sind. Dann legt man sie wie eine Muschel mit nach außen gewölbten Handflächen über die geschlossenen Augen. Die Fingerspitzen berühren dabei die Stirn, der Handballen liegt unterhalb der Wangenknochen. In dieser Haltung bleibt man etwa zehn Atemzüge lang. Wer möchte, kann sich zusätzlich eine schwarze Fläche vorstellen. Die Übung trägt dazu bei, dass sich unser Sehpurpur wieder regeneriert. Dieses Protein ist in der Netzhaut dafür verantwortlich, wie wir Kontraste erkennen und verbraucht sich,  wenn wir längere Zeit direkt in eine Lichtquelle blicken – wie etwa in einen von hinten beleuchteten Monitor.


Nähe-Distanz-Spiel

Meist halten wir beim Lesen einen ganz bestimmten Abstand zum Schriftbild ein. Das macht ein Buch oder eine ausgedruckte Akte nicht besser als den Computerbildschirm.  Das Auge ist nicht dafür geschaffen, stundenlang auf eine unbewegte Fläche zu starren. Einmal stündlich solltest du deshalb die Arbeit unterbrechen, dich ans Fenster stellen und eine kurze Übung absolvieren: Strecke deinen rechten Arm nach vorne und richte den Daumen bei ansonsten geschlossener Hand nach oben. Blicke dann abwechselnd auf deinen Daumen, auf deine Nasenspitze, wieder auf deinen Daumen und dann auf einen Punkt in der Ferne. Wiederhole das fünfmal und atme dabei gleichmäßig. Das Auge lernt so auf unterschiedliche Entfernungen zu fokussieren und scharf zu stellen - ganz wie ein Kameraobjektiv.


Blinzeln und trinken nicht vergessen

Eigentlich eine Selbstverständlichkeiten: Pro Tag soll der Mensch zwei Liter Wasser trinken. Auch für die feinen Blutgefäße in der Netzhaut ist eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung wichtig. Sie sorgt zudem dafür, dass immer genug Tränenflüssigkeit vorhanden ist, damit der feine Film, der unsere Augen schützt, nicht aufreißt. Außerdem notwendig: oft genug blinzeln. Wer lange Zeit am Monitor verbringt, vergisst das mitunter und fängt an mit aufgerissenen Augen zu starren. Das Resultat: trockene, müde Augen, die für Entzündungen anfällig werden.

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